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Kann ich Motoröl günstig kaufen – oder soll es doch besser das Teure sein?

Kann gutes Motoröl günstig sein, oder sollten Verbraucher teures Öl verwenden, um Motorschäden und teure Reparaturen am Auto zu vermeiden? Unser Ratgeber liefert alle wichtigen Informationen.

Günstiges Motoröl: Freie Wahl nach Garantieablauf

Bei einem neuen Auto gibt es klare Regelungen: Der Hersteller schreibt die Ölsorte vor und macht die Garantie von dessen Verwendung abhängig. Ohne Garantiebindung sind Verbraucher jedoch frei, ein Motoröl ihrer eigenen Wahl auszusuchen. Sicherlich nichts falsch machen sie, wenn sie die vorgeschriebene Sorte weiterverwenden. Ein Wechsel kann aber sinnvoll sein, wenn ein anderes Motoröl mit den gleichen Eigenschaften günstiger zu haben ist.

Ein gutes Öl garantiert unabhängig vom Preis, dass der Schmierfilm an allen Reibungsflächen und bei allen Betriebszuständen nicht abreißt. Ansonsten würde Metall auf Metall gleiten, was bis zum Totalschaden des Motors führen kann. Teure Markenöle gewährleisten üblicherweise die notwendigen Eigenschaften, aber auch günstiges Motoröl kann die gleichen Voraussetzungen erfüllen.

Mineralöl oder Synthetik: Welches Motoröl ist günstiger bzw. besser für mein Auto?

Motoröle lassen sich anhand verschiedener Eigenschaften unterscheiden. Ein großer Faktor dabei ist die Viskosität, also die Zähflüssigkeit. In einem unserer Ratgeber kannst du nachlesen, welche Rolle die Viskosität spielt und was SAE-Kürzel wie „10W-40” bedeuten, mit denen sich die Viskosität einer Ölsorte angeben lässt.

Unter anderem durch unterschiedliche Level an Viskosität zeichnen sich die verschiedenen Arten von Motoröl aus. Grundsätzlich lässt sich zwischen Mineralöl und Vollsynthetik-Öl unterscheiden.

Mineralöl:

  • ist weniger aufwendig im Herstellungsprozess, was sich in einem günstigeren Preis niederschlägt (ein Liter ab etwa vier Euro).
  • ist bedenkenlos verwendbar, wenn es nicht um Höchstleistungen geht.
  • hat eine Viskosität, die bei unterschiedlichen Temperaturen große Schwankungen zeigt: das Öl wird bei Hitze sehr dünnflüssig, bei Kälte steif.
  • Ist häufiger zu wechseln als Synthetik-Öle.

Vollsynthetiköl:

  • durchläuft einen Veredelungsprozess und ist dementsprechend teurer (bis zu 20 Euro pro Liter – es sind aber auch deutlich günstigere Produkte verfügbar).
  • ist durch eine beständigere Viskosität gekennzeichnet.
  • erfordert seltener einen Ölwechsel .
  • verfügt über einen Schmierfilm, der auch bei extremen Temperaturen immer wirksam ist.
  • hält den Motor besser sauber.
  • erzeugt weniger Umweltbelastung beim Recycling.

Welches Motoröl für das eigene Auto am besten geeignet ist, kommt auf die Fahrweise bzw. Belastung des Motors und das Alter des Motors an:

  • Grundsätzlich gilt, dass für einen stark geforderten Motor bzw. für eine sportliche Fahrweise synthetische Markenöle besser geeignet sind. Durchschnittlich belastete Motoren unter moderaten Einsatzbedingungen laufen mit Mineralöl absolut zufriedenstellend.
  • Ältere Autos sind gut mit Mineralöl bedient. Oft würden sie synthetisches Öl gar nicht „vertragen”. Bei modernen Fahrzeugen hingegen geht die Tendenz stark zu Synthetikölen. Auch günstige Motoröle dieser Art warten mit guten Testergebnissen auf.

Halbsynthetische Motoröle

Halbsynthetische (auch teilsynthetische) Öle stellen einen Kompromiss zwischen den beiden Sorten dar und sind preislich pro Liter günstiger als Vollsynthetische. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus Synthese-Öl und Mineralöl, wobei der Anteil von Synthese-Öl mindestens zehn Prozent betragen muss. Viele der guten Eigenschaften von vollsynthetischen Ölen sind auch in Halbsynthetischen vertreten.

Komme ich mit Leichtlauf-Motorölen insgesamt günstiger weg?

Eine Art von synthetischen Ölen sind die sogenannten Leichtlauföle. Dabei handelt es sich um Motoröle mit einer besonders geringen Viskosität. Durch ihre Dünnflüssigkeit sorgen sie für weniger Reibung, was den Motor schonen und den Energieverlust reduzieren soll. Auch der Spritverbrauch soll sich dadurch reduzieren. Laut dem ADAC können Autofahrer mit Leichtlauf-Motorölen ihren Spritverbrauch um bis zu vier Prozent senken. Da dieses Öl jedoch preisintensiver als die Standard-Ölsorten ist, kommen Verbraucher insgesamt damit nicht viel günstiger weg. Faktoren wie Zustand und Nutzung des Autos sowie das individuelle Fahrverhalten haben in der Regel einen größeren Einfluss auf den Spritverbrauch als das verwendete Motoröl.

Wie finde ich heraus, welches günstige Motoröl gut für mein Auto ist?

Um herauszufinden, welche Motoröle für das eigene Auto zugelassen oder empfohlen sind, sollten Autobesitzer zuerst das Servicehandbuch ihres Fahrzeugs zur Hand nehmen. Doch darin ist nicht alles enthalten: Manche Motoröle durchlaufen nicht die Prüfung der Autohersteller, können aber trotzdem geeignet sein. Die Schlüsselrolle spielt dabei die SAE-Viskositätsklasse: Stimmt diese mit der Herstellerfreigabe überein, lässt sich das Öl ohne Risiken verwenden.

Darüber hinaus können Verbraucher auf professionell durchgeführte Langzeittests zurückgreifen. Solche Veröffentlichungen lassen sich in der Fachpresse und/oder bei Autoclubs wie dem ADAC finden. Daraus geht hervor, dass günstige Motoröle häufig ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis vorweisen können.

Mehr zu der Frage „Welches Motoröl braucht mein Auto?” lässt sich in einem unserer Ratgeber nachlesen.

Wo kann ich Motoröl günstig kaufen?

Verbraucher können Motoröl günstig online kaufen. Im Internet existieren viele Seiten, die einen Preisvergleich zwischen verschiedenen Ölsorten erlauben und vor allem auch eine große Auswahl an günstigem Motoröl anbieten. Im Autoteileshop, Baumarkt oder der Tankstelle ist günstiges Motoröl dagegen nicht immer so einfach zu bekommen.

Fazit: Motoröl günstig zu kaufen stellt kein grundsätzliches Risiko dar

Wer Motoröl günstig kauft, geht grundsätzlich kein Risiko ein. Was beim Kauf von Motoröl – ob günstig oder nicht – zu beachten ist, sind vor allem die Herstellerangaben und die richtige Viskositätsklasse. Solange aber die Garantiezeit noch läuft, sind stets die – womöglich teureren – Markenöle zu wählen, die der Autohersteller für das Fahrzeugmodell zugelassen hat. Allgemein lassen sich insbesondere im Online-Handel Motoröle günstig erwerben.

häufig gestellte Fragen zum Thema günstiges Motoröl

Verbraucher können im Wartungshandbuch ihres Fahrzeugs nachlesen, welches Motoröl ihr Auto braucht.

Produkttests von beispielsweise Autozeitschriften zeigen regelmäßig, dass günstiges Motoröl gut mit den kostenintensiven Varianten mithalten kann und meistens als „empfehlenswert” gilt.

Günstiges Motoröl ist für etwa vier Euro pro Liter erhältlich, während sich die Kosten für hochwertiges synthetisches Öl zwischen 15 und 20 Euro pro Liter ansiedeln lassen.

Das falsche Öl kann den Motor beschädigen und zu hohen Reparaturkosten führen. Autobesitzer sollten deshalb genau auf die Herstellerangaben achten.

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