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Neues Auto einfahren

Muss man Neuwagen heutzutage noch einfahren? Während sich bei dem Thema vielerorts die Geister scheiden, raten Hersteller dringend dazu und geben sogar Bedienungsempfehlungen. Mit unseren Tipps fährst du richtig.

Warum neue Autos einfahren?

Selbst moderne Autos erfordern es noch, sie schonend einzufahren. Das hat folgende Gründe:

  • Zylinder und Kolbenringe passen noch nicht ideal
  • Bremsen entfalten nicht die volle Bremsleistung
  • Fabrikneue Reifen greifen nicht perfekt
  • Federn und Stoßdämpfer sind noch zu straff

Neuwagen einfahren: So geht's richtig

Motor, Bremsen, Stoßdämpfer und Reifen: All diese neuen Komponenten müssen erst vorsichtig an die Belastungen gewöhnt werden. Worauf du im Einzelnen achten solltest, erfährst du hier.

Motor einfahren - worauf achten?

Statt dein neues Auto gleich hochtourig zu fahren, solltest du es langsam angehen lassen. Fahre auf den ersten 1.000 bis 2.000 Kilometern mit zwei Dritteln der verfügbaren Drehzahl. Der optimale Drehzahlbereich liegt bei einem Benziner anfangs im Bereich um die 4.500, beim Diesel etwa 3.500 Umdrehungen pro Minute (U/min). Empfehlenswert sind darüber hinaus leichte Drehzahlschwankungen statt konstanter Drehzahl. Denn der Motor muss sich an die verschiedenen Lastzustände gewöhnen. Eine hügelige und kurvige Landstraße ist also ein ideales Terrain, um dein Auto schonend einzufahren.

In Sachen Geschwindigkeit solltest du möglichst unterhalb von 160 km/h bleiben. Nach den ersten 1.000 Kilometern kannst du Drehzahl und Tempo etwas steigern, wenn der Motor deines Neuwagens ausreichend eingefahren ist.

Wie fahre ich neue Bremsen richtig ein?

Zu Beginn ist es nötig, etwas stärker aufs Bremspedal zu treten. Das liegt daran, dass eine neue Bremsanlage ihre volle Bremskraft erst nach 200 Kilometern entfaltet. Auch die Bremsscheiben und Bremsbeläge brauchen ihre Zeit, um sich einzuschleifen.

Werden die Bremsscheiben zu früh mit Vollbremsungen belastet, kann es zu Beschädigungen kommen. Letztendlich schädigen defekte Scheiben schnell deine gesamte Bremsanlage. Tritt also sachte auf die Bremse.

Auch Stoßdämpfer müssen eingefahren werden

Oft ist das Zusammenspiel zwischen Federn und Stoßdämpfern noch nicht optimal. Fabrikseitig eher straff eingestellt, bieten sie zunächst vielleicht nicht den erwarteten Komfort. Wichtig ist jetzt, die Dämpfung nicht zu überstrapazieren. Vermeide deshalb, dein Auto mit zu schwerem Gepäck zu beladen. Auch auf das Befahren unebener Straßen, insbesondere Schlaglöcher, solltest du verzichten.

Was du bei den Reifen beachten solltest

Das Einfahren vom Neuwagen beschränkt sich nicht nur auf die mechanischen Bauteile wie Motor, Getriebe und Stoßdämpfer. Auch neue Reifen müssen erst eingefahren werden. Diese entwickeln herstellerbedingt ihre volle Bodenhaftung erst nach mehreren hundert Kilometern Rollzeit. Das liegt daran, dass die Reifenhersteller Autoreifen in einer Form "backen".

Damit die Autoreifen leichter aus der Form fallen, befindet sich auf den Oberflächen ein öliger Überzug auf Silikonbasis, der nach etwa 200 bis 300 Kilometern verschwindet. Fahre in dieser Zeit verhaltener in Kurven, um einer überhöhten Rutschgefahr entgegenzuwirken. Besonders bei regennasser Fahrbahn ist ein umsichtiger Fahrstil und kontrolliertes Bremsen wichtig.

Häufig gestellte Fragen

Wenn du dem Motor gleich zu Beginn alles abverlangst, kann das eine verringerte Lebensdauer zur Folge haben. Denn Fahren in hohen Drehzahlbereichen und Vollgasfahrten haben einen höheren Verschleiß und später eventuell Schäden zur Folge.

Selbstverständlich durchlaufen die Motoren einen ausgiebigen Prüf- und Fertigungsprozess, das werkseitige Einfahren des Motors dürfte bei den meisten Herstellern aber nicht dazugehören.

Nach 1.000 bis 2.000 Kilometern kannst du deinen Diesel langsam an höhere Drehzahlen und Geschwindigkeiten gewöhnen.

Ein Neuwagen darf nicht über 1.000 km auf der Uhr haben und dabei höchstens einen Monat zugelassen sein. Vor dem Verkauf gilt ein Auto als Neuwagen, wenn er neben entsprechend niedrigem Kilometerstand nicht mehr als 12 Monate vor dem Verkauf produziert wurde.

Ein Turbolader wird bei Vollgasfahrten hoher Hitze ausgesetzt. Daher empfiehlt es sich, das Auto vor dem Abstellen etwas „kaltzufahren", damit der Fahrtwind die Temperatur im Motorraum abkühlen kann und sich kein Hitzestau bildet. Umgekehrt sollte man den Turbomotor auch nach dem Start erst warmfahren, bevor man hohe Leistungen abruft. So kann man Verschleiß vorbeugen und die Lebenserwartung des Motors erhöhen.

Auch neue Automatik-Getriebe sollten auf den ersten 2.000 km schonend behandelt werden. Verzichte daher erst einmal auf das Fahren mit Kickdown, da dies hohe Drehzahlen verursacht.

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