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Firmenwagen-Leasing – Vorteile, Steuern und Tipps

Gewerblich oder privat – bei AutoScout24 findest du das passende Leasing-Angebot!

Zu den Leasing-Angeboten

Leasing hat für Firmen eine Reihe von Vorteilen. Denn Leasingfahrzeuge mindern den Unternehmensgewinn und damit die Steuerlast, dienen Mitarbeitern als Anreiz und beeinflussen die Außenwirkung eines Unternehmens positiv.

Bei einem Kundentermin ist das Auto nicht selten ein Kriterium, das die Professionalität eines Unternehmens sichtbar präsentiert. Über den Weg des Gewerbeleasings können sich Unternehmer und Selbständige hochwertige Fahrzeuge leisten, die auf anderem Wege hohe Investitionen erfordern würden.

Warum ist Firmenwagen-Leasing sinnvoll?

Ein Firmenwagen, sei er gekauft oder geleast, ist für viele Unternehmen von Vorteil. Und das nicht nur, weil ein gut gepflegter, hochwertiger Firmenwagen ein Prestigeobjekt ist. Große Unternehmen entscheiden sich häufig für das Leasing, während kleinere und mittlere Unternehmen sich rein statistisch betrachtet in 50 Prozent aller Fälle fürs Leasing entscheiden. Die steuerliche Betrachtung spielt bei der Entscheidung, ob ein Firmenwagen gekauft oder geleast werden sollte, eine große Rolle, denn hier gibt es einige Vorteile für Firmen:

  • Gewinnminderung: Leasingsonderzahlungen und auch die monatlichen Leasingraten werden als Kosten verbucht und haben einen mindernden Effekt auf Gewinn und Besteuerung eines Unternehmens. Die laufenden Betriebskosten wie Sprit, Reparaturen, Reifen oder Öl sind ebenfalls als Betriebsausgabe absetzbar. Auch sie wirken gewinn- und damit steuermindernd.

  • Anschaffungskosten: Entscheidet man sich dafür, einen Firmenwagen zu leasen, bleiben die Anschaffungskosten aus. Es muss demnach kein Kredit für eine Investition aufgenommen werden.

  • Liquidität: Die monatlichen Belastungen von Leasingraten sind in den meisten Fällen niedriger als bei der Finanzierung eines Neuwagens.

  • Modellwechsel: Nicht zuletzt kommen Nutzer des Firmenwagens in den Genuss, nach Ende der Laufzeit – durchschnittlich alle zwei bis drei Jahre – ein neues Auto zu leasen.

Auf diese Punkte sollte man beim Firmenwagen-Leasing achten

Folgende Aspekte sind beim Firmenwagen-Leasing zu beachten, beziehungsweise bei Abschluss eines Leasingvertrages zu berücksichtigen:

  • Vertragsdauer: Kurze Laufzeiten im Leasing bedeuten zwar mehr Flexibilität, weil man schneller aus einem Vertrag herauskommt, doch die monatliche Belastung ist höher. Hierbei sollte man abwägen, was im konkreten Fall am besten passt.

  • Ausstattung: Grundsätzlich sollte beim Leasing darauf bestanden werden, die Ausstattung des Fahrzeugs im Vertrag explizit zu erfassen. Andernfalls kann es geschehen, dass bei Abholung des neuen Autos etwas fehlt, wie zum Beispiel die dringend benötigte Freisprechanlage. Steht im Vertrag genau drin, welche Ausstattungsmerkmale der Firmenwagen haben muss, besteht eine rechtssichere Argumentationsgrundlage, diese Ausstattung ohne Kosten nachgeliefert zu bekommen oder die Leasingraten nach unten korrigieren zu lassen.

  • Mängelliste: Im Fall eines Gebrauchtwagen-Leasings ist eine Mängelliste unabdingbar. Fehlt diese, könnte es passieren, dass der Leasingnehmer bei Rückgabe des Fahrzeugs für unverschuldete Mängel und Schäden haftbar gemacht wird.

  • Kaufoption: Eine Kaufoption kann beim Leasing oft bereits im Leasingvertrag vereinbart werden. Generell gilt: Bei fester Kaufabsicht ist dem Leasing eine klassische Finanzierung vorzuziehen, da dies von Finanzbehörden anders betrachtet wird als Leasing. Kommt es nämlich zu einer Betriebsprüfung, könnte der Betriebsprüfer die bereits bestehende Kaufoption als Vorvertrag beurteilen. Dann werden die Leasingraten als Kauffinanzierung interpretiert.

  • Kilometerleasing: Sie ist bei weitem die häufigste Form eines Leasingvertrages für einen Dienstwagen. Empfehlenswert ist, wenn zu viel gefahrene Kilometer und erstattungsfähige Minderkilometer den gleichen Kostenfaktor aufweisen. Zudem ist es bei Kilometerleasing dringend ratsam, die zu erwartende Kilometerzahl möglichst realistisch zu schätzen.

  • Restwertleasing: Bei dieser speziellen Form von Leasing muss eventuell nach Ende der Vertragslaufzeit die Differenz zwischen dem vorab kalkulierten Restwert und dem tatsächlich festgestellten Restwert ausgeglichen werden. Mit Blick darauf sollten der Restwert so realistisch wie möglich angesetzt werden.

Arbeitnehmer nutzt den Dienstwagen – Arbeitgeber bleibt Leasingnehmer

Wird dem Mitarbeiter ein geleastes Fahrzeug zur Verfügung gestellt, bleibt der Arbeitgeber der Leasingnehmer. Der Arbeitnehmer kann über dieses Dienstfahrzeug im Prinzip nicht genauso verfügen wie über den eigenen Privatwagen. Da der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den Dienstwagen lediglich überlässt, darf er rein rechtlich jederzeit über den Umfang der Nutzung entscheiden. Damit es hier nicht zu Problemen in Sachen Gleichbehandlung mit den Kollegen kommt, hat es sich bewährt, die Überlassungsvereinbarungen von Dienstfahrzeugen immer gleich zu regeln.

Firmenwagen-Leasing für Angestellte: Wichtige Regelungen auf einen Blick

Jeder Angestellte kann einen Dienstwagen theoretisch auch zu privaten Zwecken nutzen. Viele Mitarbeiter wissen einen Firmenwagen sehr zu schätzen, was die Motivation und Unternehmensbindung erhöht. Für jeden Arbeitgeber gilt, dass Leasing bei Privatnutzung einen geldwerten Vorteil darstellt. Dazu verzichtet der Mitarbeiter auf einen Teil seines Entgelts und bekommt im Gegenzug einen Dienstwagen gestellt. Auf der Gehaltsabrechnung des Angestellten steht ein reduzierter Barlohn zuzüglich des Sachbezugs des Dienstfahrzeugs. Für Angestellte ist das Angebot des Dienstwagens auf diesem Wege mit einem sehr positiven Nebeneffekt verbunden: Er muss selbst kein eigenes Auto von seinem versteuerten Geld finanzieren.

Es gibt Leasinganbieter, die genau solche Arrangements im Angebot haben. Dabei handelt es sich oft um Angebote im Full-Service-Leasing, welche die Kosten für Kfz-Versicherung, Steuern, Tankkarte, Reparatur und Wartung bereits beinhalten. Um das Risiko einer Kündigung des Arbeitnehmers und Ausfallzeiten wegen Krankheit abzufedern, bieten Leasingunternehmen oft maßgeschneiderte Angebote an, die die Fahrzeugrückgabe am Ende der Laufzeit vertraglich genau absichern. Hier sollte aber genau geprüft werden, ob die vorgeschlagenen Angebote auf die jeweilige Situation passen.

Private Nutzung und Versteuerung

Kurz zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Privatnutzung eines Firmenwagens über die Gehaltsabrechnung läuft. Dabei kann eine pauschale Versteuerung (1-Prozent-Regelung) oder die Fahrtenbuchmethode anwendet werden. Welche Methode am vorteilhaftesten ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Als Faustregel gilt: Je mehr ein Fahrzeug privat genutzt wird, desto sinnvoller ist oft die 1-Prozent-Regelung. Im Zweifel kann ein Steuerberater eine Günstigerprüfung der beiden Methoden durchführen.

1-Prozent-Regelung – pauschal und einfach versteuern

Wer seinen Firmenwagen versteuern möchte, da er diesen of privat nutzt, für den ist die 1-Prozent-Regelung die einfache Methode der Besteuerung. Dazu wird pro Monat 1% des Bruttolistenpreises pauschal als geldwerter Vorteil versteuert, insgesamt also 12% pro Jahr. Zusätzlich werden 0,03% des Bruttolistenpreises pro Kilometer und Monat fällig. Bescheidenheit zahlt sich hier aus, denn gerade günstigere Fahrzeuge, beispielsweise Kleinwagen, schlagen hier weniger zu Buche.

Fahrtenbuchmethode – akribisch genau, aber für manche lukrativer

Im Fahrtenbuch werden alle Fahrten mit dem Firmenwagen aufgezeichnet, damit die Nutzungsanteile steuerlich korrekt zugeordnet werden können. Dabei sind die privaten Fahrten, jene zwischen Wohnung und Arbeit sowie alle betrieblichen Fahrten festzuhalten. Besonders ausführlich müssen letztere dokumentiert werden. Hier sind das Datum, der Kilometerstand, Zweck und Reiseziel sowie der Name des Geschäftspartners unerlässlich. Grundsätzlich wird ein Fahrtenbuch nur anerkannt, wenn es ohne Lücken, zeitnah, und in geschlossener Buch- oder Heftform vorliegt. Nachträgliche Korrekturen müssen nachvollziehbar bleiben. Auch elektronische Fahrtenbücher werden vom Finanzamt unter Auflagen akzeptiert – eine Excel-Liste zählt aber nicht dazu.

Tipp: Arbeitsrecht beachten

Für den geldwerten Vorteil darf es keine arbeitsrechtlichen Hemmnisse geben. Zu diesem Zweck empfiehlt es sich, den Arbeitsvertrag schriftlich anzupassen und zu dokumentieren, dass der Verzicht auf den Barlohn durch die Gewährung des Sachbezugs des Geschäftswagens aufgefangen wird. Falls das Arbeitsverhältnis auf Basis eines Tarifvertrags geschlossen wurde, kann es problematisch werden. Die Öffnungsklauseln halten zwar in einigen Fällen Gestaltungsspielraum bereit, doch ein Gehaltsverzicht zugunsten eines Firmenwagens ist in der Regel nicht möglich.

Häufig gestellte Fragen

Ab wann sich ein Dienstwagen lohnt, ist von mehreren Faktoren abhängig, zum Beispiel der Fahrzeugklasse und dem Anteil der Privatnutzung. Mit einem Firmenwagenrechner kannst du den geldwerten Vorteil eines Firmenwagens online berechnen. So findest du schnell heraus, wie sich die Versteuerung des Dienstwagens auf dein Nettoeinkommen auswirkt.

Für Unternehmen wie Selbständige ist Firmenwagen Leasing attraktiv, da die Kosten als Betriebsausgabe gelten und so den zu versteuernden Gewinn mindern. Für Arbeitnehmer hingegen ist die Möglichkeit der Privatnutzung praktisch, weil kein eigenes Auto angeschafft werden muss. Allerdings gilt ein privat genutzter Dienstwagen als geldwerter Vorteil und muss versteuert werden.

Das klassische Firmenwagenleasing wird zwischen einer Leasinggesellschaft und einem Unternehmen abgeschlossen mit dem Ziel, das Fahrzeug den Mitarbeitern als Dienstwagen zur Verfügung zu stellen. Je nach Vereinbarung kann das Auto dann auch privat genutzt werden, wobei es aber versteuert werden muss.

Zu den laufenden Kosten zählen neben den Leasingraten Benzinkosten, Reparaturkosten, Ausgaben für Reifen, Öl und Autowäschen sowie Kfz-Steuer und Versicherung. Je nach arbeitsvertraglicher Vereinbarung übernehmen Arbeitgeber alle oder einen großen Teil der Kosten. Zuzahlungen für die Privatnutzung seitens des Arbeitnehmers sind möglich.

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