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Fokus: Verkauf
Fokus: Verkauf

Erfolgreich verhandeln beim Autoverkauf

Beim Kauf eines neuen oder gebrauchten Fahrzeugs wechselt oft viel Geld den Besitzer – wir zeigen, wie du mit ein bisschen Geschick bei der Preisverhandlung beim Autokauf sparen kannst.

Vorbereitung ist alles

Da es beim Kauf sowohl neuer als auch gebrauchter Fahrzeuge zu eklatanten Preisunterschieden kommen kann, ist es gut, vorbereitet zu sein: Ist das Wunschauto gefunden, ist es ratsam, es nicht impulsiv beim nächstbesten Händler oder Autohaus zu kaufen, sondern gezielt und clever vorzugehen. Dabei gibt es Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten beim Kauf eines neuen Modells und dem eines Gebrauchtwagens. Worauf du bei der Kaufverhandlung achten solltest, erfährst du in den folgenden Absätzen.

Was für einen Verhandlungsspielraum hat ein Autohändler?

Der Spielraum für Verhandlungen hängt beim Autohändler von mehreren Faktoren ab: So sollte überprüft werden, wie sehr sich der Preis des Händlers von dem des Herstellers unterscheidet. Bei Autos, die sowieso schon zu einem sehr günstigen Preis verkauft werden, ist der Verhandlungsspielraum logischerweise immer niedriger als bei höher bepreisten Fahrzeugen. Bei gebrauchten Fahrzeugen solltest du immer nach vergleichbaren Modellen mit ähnlicher Ausstattung suchen und den Preis vergleichen. Im Schnitt haben dabei gewerbliche Verkäufer einen Spielraum von 20 Prozent. Mit Verhandlungsgeschick kann so bei beinahe jedem Auto ein besserer Preis ausgehandelt werden.

Sparen beim Neuwagenkauf

Hier lohnt es sich, bei mehreren Autohäusern Angebote für das Traumauto einzuholen, da sich die Preise häufig trotz gleicher Ausstattung und Farbe unterscheiden. Auch bei Inzahlungnahme des alten Fahrzeugs können die Ankaufspreise je nach Autohändler auseinandergehen. Sparen lässt es sich ebenfalls bei Angebotswochen und Rabattaktionen von Autohäusern.

Vergleichsangebote einholen

Vorab des Verkaufs- und Beratungsgesprächs empfiehlt es sich, eine Liste mit Vergleichsangeboten verschiedener Händler anzufertigen und diese dem Verkäufer bei der Verhandlung vorzulegen. Meistens wird der Preis daraufhin angepasst.

Übrigens

Wenn vom gewünschten Modell bald ein Nachfolger oder ein Facelift auf den Markt kommt, dann gibt es das gewünschte Auto oft zu einem vergünstigten Preis.

Mit Ausstattungspaketen den Preis drücken

Ebenso kann bares Geld gespart werden, wenn anstelle einzelner Ausstattungsoptionen auf vom Hersteller vorgegebene Ausstattungspakete zurückgegriffen wird. Bei Extras sollte der Käufer sich stets fragen, ob er sie tatsächlich benötigt oder ob es sich lediglich um technische Spielereien handelt, die auf Dauer selten bis nie genutzt werden.

Jahreswagen statt Neuwagen – lohnt sich das?

Jahreswagen oder Fahrzeuge mit Tageszulassung sind oft genauso hochwertig wie ein Neuwagen, dafür aber bei gleicher oder sogar besserer Ausstattung meist erheblich günstiger. Wer also keinen Wert darauf legt, der erste und einzige Besitzer des Fahrzeugs zu sein, der kann auch in diesem Fall Geld sparen.

Mit Verhandlungstalent zum günstigen Gebrauchtwagen

Auch bei Gebrauchtwagen lässt sich mit einigen Tricks und Kniffen der Preis erheblich senken. Zunächst ist hier, wie beim Neuwagenkauf, Recherche und Vorbereitung wichtig: Nachdem das gewünschte Fahrzeug gefunden wurde, kann über die Suche auf den gängigen Internetportalen nach vergleichbaren Modellen gesucht werden, die in Alter, Kilometerstand, Zustand und Ausstattung in etwa dem Wunschfahrzeug entsprechen. So wird schnell eine klare Linie deutlich, was den Preis betrifft – liegt das ausgewählte Fahrzeug deutlich höher, kann dies als Argumentationsgrundlage genutzt werden.

Wie viel kann man beim Gebrauchtwagenkauf handeln?

Der Verhandlungsspielraum beim Gebrauchtwagenkauf ist von einigen Faktoren abhängig: Zum Beispiel davon, wie niedrig der Autohändler den Preis bereits angesetzt hat, für wie viel Geld er das Auto selbst erworben hat und wie viel Konkurrenz sich in der näheren Umgebung befindet. Beim Autokauf von privaten Verkäufern solltest du dich langsam an die Preisgrenze herantasten. Wird das entsprechende Fahrzeug im Internet gesucht, können häufig Rückschlüsse aus dem Datum der Anzeige gezogen werden: Ist das Auto schon lange inseriert, scheint es wenige bis keine Interessenten__zu geben, sodass der Verkäufer den Preis hier schneller und weiter heruntersetzen wird als bei beliebten Autos.

Kleine Mängel finden

Natürlich möchte jeder ein Auto, das sich in einem möglichst einwandfreien Zustand befindet. Kleinere Gebrauchsspuren wie Beulen, Kratzer oder Abnutzungserscheinungen können daher ebenfalls als Argumente für einen niedrigeren Preis dienen. Auch kannst du Reparaturen, die in Kürze anstehen, oder eine bald fällige Hauptuntersuchung, heranziehen. Übrigens können schon Kleinigkeiten wie ein etwas ungepflegter oder verstaubter Innenraum dabei helfen, dem Händler einen günstigeren Preis zu entlocken.

Mit Pokerface zum Niedrigpreis

Wer pokern möchte, kann das natürlich gern tun – sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass er im schlechtesten Fall mit der Suche nach einem Gebrauchtwagen wieder von vorn beginnen muss: So kann dem Händler ein preisliches Limit genannt werden, das auf keinen Fall überschritten werden darf, mit dem Argument, dass bei einem anderen Händler ein nahezu gleichwertiges Fahrzeug zu entsprechenden Bezügen gefunden wurde.

Unangenehm wird es allerdings, falls der gewünschte Preis dennoch nicht ausgehandelt werden kann und du den Bluff zugeben musst. Daher empfiehlt es sich, nur dann zu pokern, wenn du das Auto nicht auf Biegen und Brechen kaufen möchtest oder du tatsächlich ein vergleichbares Fahrzeug zum günstigeren Preis gefunden hast.

Sicherheit geht vor Sparen

Sparsamkeit in allen Ehren – Sicherheit geht immer vor! __ Daher ist es wichtig, dass der neue Gebrauchte zuverlässig fährt und sicher ist. Folgende Aspekte solltest du dabei beachten, nicht zuletzt, um dich vor Betrugsmaschen zu schützen:

  • Vor dem Kauf den Gebrauchtwagen in einer Werkstatt auf Schäden durchchecken lassen – der Käufer wählt, in welcher! Ansonsten könnte der Verkäufer das Fahrzeug in einer befreundeten Werkstatt vorstellen und die Mängel unter den Tisch fallen lassen. Auch wenn das erst einmal Zusatzkosten verursacht, kann es langfristig dem Käufer viel Ärger und Ausgaben ersparen.
  • Unbedingt den letzten TÜV-Bericht anfordern – sollte das Fahrzeug bereits bei der letzten Hauptuntersuchung Mängel gehabt haben, sind diese hier aufgelistet.
  • Im Zweifelsfall vor dem Kauf eine aktuelle Hauptuntersuchung bei TÜV oder Dekra verlangen.
  • Liegt der Preis weit unter dem Durchschnitt, ist es ratsam, das Auto besonders gründlich nach Mängeln zu überprüfen.
  • Bei Privatverkäufen: Fragen, wieso das Fahrzeug verkauft wird.
  • Bei vielen Vorbesitzern in kurzer Zeit: Lieber die Finger vom Fahrzeug lassen, meist wird es nicht grundlos so schnell und oft den Besitzer gewechselt haben.

Weitere Tipps für die Verhandlung

Steht der Preis fest und ist kein Spielraum für Verhandlungen mehr vorhanden, musst du nicht enttäuscht sein: Oftmals können __andere Details __ ausgehandelt werden, die den Käufer zufriedenstellen können. So kannst du bei einem gebrauchten Fahrzeug nachfragen, ob zum Beispiel die Hauptuntersuchung oder kleinere Reparaturen noch vor dem Verkauf und auf Kosten des Händlers gemacht werden können. Weitere Details, die du auf Nachfrage aushandeln kannst, sind folgende:

  • Sommer- oder Winterräder
  • Sani-Kasten
  • zweiter Satz Räder
  • Ermäßigungen bei künftigen Inspektionen und beim ersten Ölwechsel
  • kostenfreie Anmeldung des Neuwagens

Rabatte durch Barzahlung

Viele Autohändler sind, gerade bei größeren Summen, sehr froh, wenn das Fahrzeug in bar gezahlt wird – das Risiko, dass später Raten nicht bezahlt werden, fällt damit komplett weg, der Kauf ist sofort nach Abschluss erledigt. Unangenehme Aufgaben wie das Überwachen der Zahlungseingänge, das Versenden von Mahnungen oder – im schlimmsten Fall – das Beauftragen von Inkassounternehmen oder Gerichtsvollziehern können dem Verkäufer beim Erhalt von Bargeld nicht entstehen. Ist dies aus finanziellen Gründen nicht möglich, werden dem Kunden Alternativen angeboten. So empfehlen viele Autohäuser oder größere Händler eine Finanzierung über eine Partnerbank und gewähren auch hier Rabatte, jedoch sind die Zinssätze bei der Hausbank des Käufers häufig günstiger. Bei ausgiebiger Recherche kann auch hier ebenfalls oft Geld eingespart werden.

Auf die richtige Ausstrahlung achten

Bei Preisverhandlungen beim Autokauf ist es wichtig, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Strahlt der Käufer Selbstbewusstsein aus, tritt locker und selbstsicher auf und kann darüber hinaus mit Fachwissen und guter Vorbereitung punkten, besteht die Möglichkeit, den Preis zu senken. Dabei hilft es, sich eine Strategie mit den für das Auto passenden Argumenten anzulegen. Wichtig ist auch, dass du bereits vor dem Gespräch mit dem Verkäufer festlegst, welches finanzielle Limit du nicht überschreiten möchtest oder kannst.

Achtung bei angebotenen Upgrades in der Ausstattung des Fahrzeugs oder Zusatzversicherungen.

Der Händler weiß, wie er den höchsten Preis für seine Fahrzeuge erhält, schließlich ist es sein täglicher Job. Gerade deswegen ist es wichtig, dass du bei der Preisverhandlung einen kühlen Kopf behältst und dich nicht von deinen Emotionen mitreißen lässt.

Unser Tipp

Wenn du unerfahren und dich beim Autokauf unsicher fühlst, empfiehlt es sich eine weitere Person aus der Familie oder im Freundeskreis dabei zu haben, die dir beim Beratungsgespräch beratend zur Seite steht.

Fazit

Mit ein wenig Talent und guter Vorbereitung lässt sich beim Kauf eines Fahrzeugs meistens Geld sparen – egal, ob Neu-, Jahres- oder Gebrauchtwagen. Von ersten Fehlschlägen darf sich der Käufer dabei nicht abhalten lassen – professionelle Autohändler sind oft zähe Verhandlungsgegner, da das Verhandeln und Feilschen zu ihrem Job gehört. Zudem erhalten sie im Angestelltenverhältnis häufig Provision. Da sie auf der anderen Seite ihre Fahrzeuge aber auch verkaufen möchten, zahlt sich Hartnäckigkeit und das Suchen einer gemeinsamen Verhandlungsbasis in den meisten Fällen für beide Seiten aus.

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