Kurztest: VW Passat Alltrack 2.0 TSI 4Motion – Alles Dreck

So negativ das Wort Dreck konnotiert sein mag, so treffend ist es doch. Denn richtig unwegsames Gelände, Felsen oder tiefer Morast wären für den ausschließlich als Kombi erhältlichen Passat-Abkömmling eindeutig eine Nummer zu groß; er ist in der Tat für den „Alltags-Dreck“ gemacht: verschmutze Feldwege, geschotterte Pisten und matschige Pfade.
Schließlich ist er im Grunde kaum mehr, als ein herkömmlicher Variant. Drei Zentimeter mehr Bodenfreiheit und ein paar Plastikplanken machen den von außen sichtbaren Unterschied zum klassischen Vertreter-Kombi und demonstrieren zumindest einen etwas erhöhten geistigen Individualismus des Fahrers. Anders als die beliebten VW-Cross-Modelle von Polo, Golf, Touran oder Caddy, die in der Tat nur optisch vorgaukeln, schlechtwegekapabel zu sein, kauft der Kunde beim Passat Alltrack zwangsweise den Allradantrieb 4Motion mit; dass es den auch für den Standard-Passat gibt, sei dahingestellt.
212 km/h mit Anlauf
Nicht nur der Allradantrieb ist bei der von uns getesteten, mit 210 PS stärksten wie auch einzigen Benzin-Antriebsvariante serienmäßig, sondern auch das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, das sich um die Verwaltung der 280 Newtonmeter Drehmoment kümmert. Dank Turboaufladung liegt die Kraft bereits bei 1.700 Umdrehungen voll an; an die Antritts-Wucht des ebenfalls zwei Liter großen TDIs, der zwar nur 177 PS, dafür aber 380 Newtonmeter bereitstellt, kommt der Benziner allerdings nicht ran.
Nichtsdestotrotz setzt sich der knapp über 1,7 Tonnen schwere Otto-Alltrack zügig in Fahrt und erreicht nach 7,8 Sekunden Tempo 100; allerdings mit einer relativ lauten Geräuschkulisse einhergehend, denn der nachdrückliche Abruf von Leistung zwingt den Vierzylinder zu hoher Drehzahl. Spätestens mit dem Überschreiten der Richtgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen lässt der Beschleunigungswille des quer eingebauten Direkteinspritzers allerdings spürbar nach und braucht es einigen Anlauf, bis die versprochenen 212 km/h Höchstgeschwindigkeit erreicht sind.
Etwas lauter
Ebenfalls jenseits von Tempo 130 gesellen sich zu den Klängen des hart arbeitenden Motors noch verhältnismäßig kräftige Wind- und Abrollgeräusche dazu; obwohl nur wenige Zentimeter höher als sein ziviler Bruder, hat man den Eindruck, als ginge es im Alltrack deutlich lauter zu. Das ist allerdings auch der einzige Unterschied: Platzangebot, Kofferraum und Innenausstattung unterscheiden sich nicht von allen anderen Passaten. Lediglich die Offroad-Taste ist Alltrack-spezifisch und erlaubt die Einflussnahme auf die Regelsysteme; auf rutschigem Untergrund gewährt die Anti-Schlupf-Regelung dann etwas mehr Durchdrehen an den Rädern und nimmt nicht gleich die ganze Motorkraft zurück.
Wie nicht anders zu erwarten, bietet VW auch für den ab 40.775 Euro erhältlichen Alltrack 2.0 TSI die vom Passat gewohnten Ausstattungsmöglichkeiten an, die nicht nur Komfort- und Fahrspaß, sondern auch den Preis steigern. Verbaut waren in unserem Testwagen unter anderem die adaptiven Dämpfer (1.115 Euro), die sich je nach Fahrerwunsch etwas straffen oder eher komfortabel einstellen lassen. Daneben gibt es zahlreiche Assistenzsysteme und für 2.060 Euro Aufpreis ein großes Navigations- und Multimediasystem, dass allerdings mit der neuen High-End-Lösung inklusive Gestensteuerung aus dem aktuellen Golf nicht mehr ganz mithalten kann. Hier merkt man, dass der Passat schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Wer einen vernünftigen, geräumige Kombi sucht und in der Regel gesittet auf asphaltierten Straßen unterwegs ist, aber hin und wieder doch mal im Dreck spielen will, ist mit dem Passat Alltrack gut bedient. Seine erhöhte Bodenfreiheit, die Plasteplanken und vor allem der Allradantrieb qualifizieren ihn für kleinere Ausflüge in leichtes Gelände.
In Kauf nehmen muss man allerdings den etwas erhöhten Lärmpegel im Innenraum – und den zumindest beim Benziner nicht gerade geringen Verbrauch. In Kombination mit dem Allradantrieb gönnt sich der 2.0 TSI schon auf dem Papier mit 8,6 Litern 0,7 Liter mehr als der normale Variant; in der Praxis erschien in unserem Test selbst bei kommoder Autobahnfahrt stets eine zehn vor dem Komma.
Aktuelle Angebote

Volkswagen GolfVI*TEMPO*NAVI*PDC*ALCANTARA*1-HAND*
€ 3.999- 04/2009
- 245.410 km
- Diesel
- - (l/100 km)
Neu
Mercedes-Benz C 200Limousine *Kompressor*Avantgarde*
€ 1.998- 06/2005
- 188.501 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Neu
BMW 118d Luxury Line | Xenon | Navi | SHZ | PDC
€ 4.998- 12/2014
- 204.080 km
- Diesel
- - (l/100 km)
Neu
Subaru ForesterForester 2.0D Exclusive*2-Hand*Kamera*4x4 Allrad
€ 4.499- 08/2012
- 125.112 km
- Diesel
- 6,00 l/100 km (komb.)
Neu
Opel Insignia2.0 CDTI OPC-Line Pano. Navi LED AHK
€ 3.400- 02/2014
- 193.100 km
- Diesel
- 4,50 l/100 km (komb.)
Neu
Opel Astra1,4l Turbo Automatik/SHZ/Spurhalte/Apple
€ 4.490- 11/2016
- 250.000 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Neu
Audi A3Cabriolet 1.8 TFSI Attraction S line
€ 4.500- 03/2010
- 121.700 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Neu
BMW X1sD 16 d *Sitzheizung*Bi-Xenon*Navi*PDC*Klima
€ 3.900- 07/2013
- 375.000 km
- Diesel
- 4,90 l/100 km (komb.)
Neu
Mercedes-Benz C 200d Avantgarde*Pano*
€ 10.998- 06/2016
- 189.200 km
- Diesel
- - (l/100 km)
Neu
Citroen C3Shine Hagelschaden - nur Händler/Export!
€ 4.500- 05/2017
- 123.000 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Neu
BMW 530d Limousine *Finazierung*
€ 7.990- 11/2010
- 277.302 km
- Diesel
- - (l/100 km)
Neu
Audi A4Avant 2.0 TFSI S-Line Qu Aut. NAV+XEN+SHZ+18ZOLL
€ 7.499- 11/2014
- 182.000 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Neu
Opel CorsaD Color Edition*TÜV NEU*SCHECKHEFT*ALU*
€ 3.990- 02/2012
- 90.534 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Neu
Nissan QashqaiI-Way Navi Pano.Dach Kamera
€ 4.980- 04/2011
- 146.256 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Neu
Audi A62.7 TDI StandHz*NaviDVD*BiXeno*AudiScheckheft
€ 7.490- 02/2011
- 236.000 km
- Diesel
- - (l/100 km)
Neu
Toyota YarisCool Garantie*TÜV/ServiceNEU*6.Gang
€ 3.980- 04/2009
- 175.000 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Neu
Mercedes-Benz CLS 320350 CDI Schiebedach Memory Bi-Xenon DVD-Player
€ 7.9001- 01/2010
- 229.600 km
- Diesel
- - (l/100 km)
Neu
Audi A4Avant Ambition XENON+NAVI+SHZ+BT+TEMP+19ALU+
€ 9.950- 01/2015
- 123.000 km
- Diesel
- 4,70 l/100 km (komb.)
Neu
Volkswagen Passat VariantPassat Variant 2.0 TDI DSG Highline*LED*Kamera*2-Hand
€ 4.999- 03/2012
- 266.748 km
- Diesel
- 5,20 l/100 km (komb.)
Neu
Hyundai i10Classic
€ 4.990- 05/2016
- 100.080 km
- Benzin
- 4,70 l/100 km (komb.)
Alle Artikel
Alle ansehen
VW ID. Tiguan (2027) im ersten Test: So gut wird der ID.4-Nachfolger
Anfang 2027 löst der VW ID. Tiguan die bisherigen Modelle ID.4 und ID.5 ab. Vor seinem Debüt konnten wir das noch getarnte Elektro-SUV erstmals als 299 PS starkes Allrad-Topmodell fahren. Der erste Eindruck macht Hoffnung: VW scheint aus vielen Schwächen des ID.4 gelernt zu haben.

VW ID. Polo (2026) im Test: Viel Hoffnung auf wenig Raum
Der neue ID. Polo soll Volkswagen zurück zum besagten Volke bringen. Im ersten Test überzeugt der elektrische Kleinwagen mit seinem Fahrwerk, der einfachen Bedienung und einem spürbar hochwertigeren Innenraum. Preis, Reichweite und Ladeleistung bleiben im Detail allerdings ernüchternd.

VW ID. Polo vs. Hyundai Ioniq 3 vs. MG4 Urban: Welcher Elektro-Kleinwagen ist die beste Wahl?
Sie machen den Einstieg in die Elektromobilität bezahlbar und attraktiv: Der VW ID. Polo, der Hyundai Ioniq 3 und der MG4 Urban. Welches Modell bietet das beste Gesamtpaket für Dich?