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Mit dem F50 und dem Enzo Ferrari liefern die Italiener die Vorlagen für LaFerrari

Bei den Herstellern von Sportwagen der Luxusklasse gehört es seit langem zur Imagepflege, in regelmäßigen Abständen Kleinserien mit Modellen aufzulegen, die sich gleichermaßen durch ihr extravagantes Design wie ihre überdurchschnittlichen Fahrleistungen auszeichnen. Diese Tradition pflegte auch der italienische Konstrukteur Ferrari, der zudem seit den Zeiten der Gründung der Firma durch Enzo Ferrari im professionellen Rennsport aktiv war und mit seiner Scuderia in der Königsklasse zahlreiche Formel 1 Erfolge einfuhr. Durch diese Erfahrungen stand den Italienern ein eigenes Team von Konstrukteuren zu Verfügung, die sich auf den Bau von Rennmaschinen spezialisiert hatten. Diese konnten ihr Know-how in die Entwicklung der geplanten Image- und Technologieträger einbringen, die in exklusiven Kleinserien an den Start gehen sollten. Mit dem Supersportwagen F50 zeigten die Rennprofis erstmals Mitte der 1990er Jahre, wie sich die Technik eines Boliden der Formel 1 Klasse in einer Straßenversion mit V12-Motor in Mittelbauweise nutzen ließ. Einige Jahre später realisierten die Mitarbeiter der Scuderia und der für die Serienversionen zuständigen Entwicklungsabteilung von Ferrari das nach dem Firmengründer benannte Coupé Enzo Ferrari, das mit seinen nach oben öffnenden Türen ebenso auffiel wie durch seinen Listenpreis und seinen Seltenheitsstatus, der den Sportwagen auf dem Markt für Gebrauchtwagen praktisch unauffindbar machte. Dafür jedoch blieben die früheren Ausnahmemodelle der Italiener als Vorlage für einen Supersportwagen mit Zukunftstechnologie präsent, der als Spitzenmodell im Programm völlig unbescheiden unter dem Namen LaFerrari antrat und ein neues Kapitel in der Geschichte des Sportwagenherstellers eröffnen sollte.

LaFerrari wird im Jahr 2013 als das erste Hybridmodell des Herstellers präsentiert

Mit dem im Jahr 2013 aufgelegten LaFerrari präsentierte die Edelschmiede aus dem italienischen Maranello einen Zweisitzer, mit dem die Entwickler in erster Linie die Möglichkeiten für alternative Antriebe in der Klasse der Sportwagen ausloten wollten. Um mehr Effizienz beim Einsatz fossiler Brennstoffe und die Reduzierung des Schadstoffausstoßes ging es dabei zunächst weniger. Denn mit einem CO2-Wert von 330 g/km konnte LaFerrari in dieser Hinsicht keine Vorbildrolle übernehmen. Dafür entwickelten die Teams von Ferrari eine Kombination unterschiedlicher Antriebe mit Otto- und Elektromotoren, die dem in der Form eines Coupés realisierten Modell für den Straßeneinsatz eine neue Leistungsdimension verleihen sollten, die sonst eher aus dem Rennbetrieb bekannt war. Der Hintergrund: Als Hybridfahrzeug konnte LaFerrari von dem fast verzögerungsfreien Ansprechverhalten der E-Motoren profitieren, die als Unterstützung des herkömmlichen Ottomotors verbaut wurden.

Mit 963 PS ist LaFerrari das leistungsstärkste Coupé des Sportwagenherstellers

Für ihr Hybridmodell mit Mittelmotor setzten die Italiener den aus dem Enzo Ferrari bekannten Zwölfzylinder in V-Bauweise ein, der im Hubraum auf 6,3 Liter angehoben wurde und allein eine Leistung von 588 kW (800 PS) mobilisieren konnte und seine maximale Drehzahl bei 9250 Umdrehungen pro Minute erreichte. Ihm zur Seite standen zwei Elektromotoren, die noch einmal 120 kW (163 PS) beisteuerten und die Gesamtleistung des Supersportwagens in den Bereich von 708 kW (963 PS) brachten. Das reichte für eine Höchstgeschwindigkeit jenseits der Marke von 350 km/h. Insbesondere aber beim Beschleunigungsverhalten machte sich das Zusammenspiel von Elektro- und Verbrennungsmotoren bemerkbar: LaFerrari benötigte kaum drei Sekunden, um aus dem Stand eine Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern erreichen zu können. In unter sieben Sekunden zeigte der Tacho 200 km/h an und in 15 Sekunden war die Marke von 300 km/h in Sicht. Damit lieferte das Coupé eine Performance, die sich an den Werten der Ferrari Rennwagen aus der Formel 1 messen lassen konnte.

Technik aus der Formel 1 für den LaFerrari

Auch bei der weiteren technischen Ausstattung lieferten die Ingenieure aus der Scuderia ihren Beitrag für das Ausnahmemodell LaFerrari. So stattete der Hersteller seinen Supersportwagen mit einer EF1-Trac genannten elektronischen Traktionskontrolle aus, die ähnlich in den Ferrari-Rennwagen zum Einsatz kam und beim LaFerrari in das Hybridsystem integriert war. Dazu gab es ein elektronisch arbeitendes Differenzial, ein spezielles Dämpfungssystem und eine ESC-Stabilitätskontrolle. Und auch bei Wahl der Materialien für die Karosserie stand die Formel 1 Pate. So fertigten die Italiener den Aufbau des Coupés weitgehend aus Kunststoff, der mit Karbonfasern zusätzliche Stabilität erhielt und auf diese Weise zugleich das Fahrzeuggewicht reduzieren half. Bei einer Länge von gut 4,70 Metern und einer Breite von knapp zwei Metern brachte der 1,12 Meter flache LaFerrari trotz der an Bord verbauten Batterien nur gut 1,4 Tonnen auf die Waage.

Formel 1 Feeling für die Piloten im LaFerrari

Mit dem Einsatz kohlefaserverstärkter Kunststoffe erhielten die Konstrukteure zugleich die Möglichkeit, die LaFerrari-Karosserie nach aerodynamischen Gesichtspunkten optimiert zu formen. Im Ergebnis entstand ein spektakulärer Entwurf, der sich stilistisch an das Konzept des Vorgängers der Baureihe Enzo Ferrari anlehnte, außerdem aber die Verwandtschaft des LaFerrari zur Formel 1 stärker betonte. Die kam vor allem in der Anlage eines verglasten Mitteltunnels im Heckaufbau zur Geltung. Auch die Ausformung des Innenraums mit dem kugelartigen Dach und die Sitzposition des Fahrers sollten an das Cockpit eines F1-Rennwagens erinnern. Auffällig in der Rückansicht waren die geteilten breiten Diffusoreinsätze, die gemeinsam mit dem automatisch ausfahrenden Heckflügel für genügend Abtrieb bei hohen Geschwindigkeiten sorgten, sowie die breiten Luftschächte und die vier runden Endrohre. In der Vorderansicht zeichnete sich LaFerrari durch eine spitz zulaufende Front mit überdimensionierten Lufteinlässen und die lang in den Seitenbau gezogenen Scheinwerfereinheiten aus. Besonderheit beim Einstieg: Die Türen des Coupés waren an dem Vorderbau angeschlagen und öffneten sich flügelartig nach oben.

LaFerrari wird in einer Kleinserie von 499 Exemplaren produziert

Viele Modelle von Ferrari erwiesen sich als gute Geldanlage, da sie als gebrauchte Fahrzeuge oder Sammlerobjekte im Laufe der Jahre sogar an Wert gewinnen konnten. Eine ähnliche Perspektive gab es für das LaFerrari Coupé, das die Italiener als Symbol für die Einführung der Hybridtechnologie in ihren Serienmodellen etablierten. Doch vorerst blieb ein Ferrari mit Elektroantrieb die Ausnahme. Denn als ein herkömmliches Serienfahrzeug war LaFerrari ebenso wenig wie seine Vorgänger in der Klasse der Supersportwagen nicht geplant worden. Stattdessen entstand am Stammsitz des Herstellers in Maranello eine weitgehend in Handarbeit gefertigte Kleinserie. Mit einer auf 499 Exemplare begrenzten Auflage gehörte LaFerrari zu den seltensten Modellen, die der insbesondere in den früheren Jahren nicht auf große Stückzahlen ausgerichtete italienische Sportwagenproduzent im Laufe seiner Firmengeschichte auf den Markt gebracht hatte.
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