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Ferrari F50

Ferrari F50

Kaum ein anderer Sportwagenproduzent ist so eng mit der Königsklasse der Formel 1 verbunden wie der italienische Hersteller Ferrari. Tatsächlich ist die Scuderia Ferrari der traditionsreichste Rennstall, da die Italiener damit bereits Ende der 1920er Jahre an den Start gingen. Weiterlesen

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Mit dem F50 setzt Ferrari 1995 seine Tradition der Supersportwagen fort

Während die Formel 1 Teilnahme seit den 1950er Jahren immer weiter in den Vordergrund rückte und die Ferrari Rennwagen später von den erfolgreichsten Fahrern ihrer Zeit pilotiert wurden, waren die Fahrzeuge des Herstellers aus Maranello zugleich auch in anderen Disziplinen wie der Formel 2 sowie bei unterschiedlichen Wettbewerben der Gran Turismo (GT) Klassen vertreten. Die Formel 1 brachte das ganz große Prestige, doch die Kunden der in Serie produzierten Ferraris profitierten davon eher indirekt, wenn Techniken aus den F1-Rennwagen später für den Serienbau übernommen wurden. Bei den GT-Modellen hingegen gab es eine direktere Verbindung zwischen Renn- und Straßenfahrzeugen. Der Grund: Das Reglement verlangte für die Teilnahme an den Langstreckenrennen, dass ein Hersteller eine bestimmte Anzahl von Fahrzeugen homologierte, d.h. straßenzugelassene Versionen der Gran Turismo Rennwagen baute. Bis Mitte der 1980er Jahre kamen daher immer mal wieder GTO-Versionen von Ferrari auf den Markt, die als extrem rare Kleinserienmodelle bald auf dem Markt für Gebrauchtwagen hoch gehandelt wurden. Nach dem Vorbild der technisch für den Einsatz auf der Straße angepassten GT-Modelle entwarfen die Konstrukteure von Ferrari später die Supersportwagen der Marke, die technische Elemente von den F1-Rennwagen übernahmen, jedoch als Coupés oder Cabrios mit Straßenzulassung gefertigt wurden. In dieser Tradition stand der F50, der in den Jahren von 1995 bis 1997 in den Werkstätten Ferraris in Maranello entstand.

Mit dem F50 konstruiert Ferrari den ersten Supersportwagen in Cabrio-Bauweise

Wie sein Vorgänger F40 Ende der 1980er Jahre, so markierte der Ferrari F50 Mitte der 1990er Jahre eine weitere Entwicklungsstufe bei den Kleinserienmodellen der italienischen Kultmarke. Denn mit dem anlässlich zur Feier des 50jährigen Bestehens der Firma entwickelten F50 hatte Ferrari das bisher leistungsfähigste Cabriolet seiner Geschichte im Programm. Zudem stellten die F50 mit ihrer Hardtop-Konstruktion eine Besonderheit dar, weil Ferrari bei den Supersportwagen zuvor keine offenen Bauformen realisiert hatte. Als Ausnahmemodell in doppelter Hinsicht wurde der F50 enthusiastisch aufgenommen. Und darauf hatten sich die Italiener eingestellt: Sie bauten gut 350 Exemplare ihres Jubiläumsfahrzeugs. Für eine Kleinserie aus Maranello bedeutete das bereits eine relativ hohe Stückzahl. Da viele F50 in den Sammlungen von Ferrari-Liebhabern verschwanden, kam der offene Supersportwagen später als Gebrauchter jedoch nur selten auf den Markt.

Für den F50 entwickelt Ferrari das Design des Vorgängers weiter

Mit seinem als Heckabschluss verbauten hohen Flügel hatte bereits der F40 der 1980er Jahre einen markanten Akzent gesetzt, der die Optik des Supersportwagens dominierte und zugleich bei hohen Geschwindigkeiten für den notwendigen Anpressdruck sorgte. Dieses Konzept führten die Ingenieure beim F50 fort. Allerdings fiel der Heckflügel bei dem offenen Zweisitzer aus Maranello noch einmal breiter aus, da er direkt als Aufsatz in den hinteren Seitenbau integriert wurde und entsprechend weiter vorne ansetzte. Ein weiteres auffälliges Merkmal des F50 Hardtop-Cabrios war der in Form von zwei tunnelartigen Auswölbungen gestaltete Heckaufbau, der bis zu den Sitzen vorgezogen war, sodass die Sitzposition der Passagiere ähnlich wie einem Rennwagen der Formel 1 war. Die Fläche zwischen den Tunneln wurde komplett von einem transparenten Einsatz mit breiten Kühlrippen eingenommen, unter dem sich das in Mittelmotorbauweise installierte Triebwerk des F50 befand.

V12-Motoren mit bis zu 520 PS für den Ferrari F50

Während Ferrari beim F40 noch auf einen aus dem Leichtbaumaterial Aluminium gegossenen Achtzylindermotor gesetzt hatte, verbauten die Italiener für die F50 ihre prestigeträchtigen V12-Triebwerke, die in modifizierter Form auch in den Rennwagen eingesetzt wurde, die in der Formel 1 an den Start gingen. Für den F50 hoben die Konstrukteure den Hubraum des Zwölfzylinders auf 4,7 Liter an. In dieser Version konnte das Aggregat dem Cabrio der Supersportwagenklasse eine Leistung von bis zu 383 kW (520 PS) zur Verfügung stellen. Das war eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum direkten Vorgänger. Denn der F40 konnte nur maximal 352 kW (478 PS) aus seinem V8-Triebwerk beziehen. Dennoch blieben die Fahrleistungen des F50 etwas hinter denen des Coupés der 1980er Jahre zurück. Der Grund: Mit fast 1,4 Tonnen brachte der Ferrari F50 zirka 150 Kilogramm mehr auf die Waage. Hier machten sich das höhere Gewicht des aus herkömmlichen Materialien gegossenen Motorblocks sowie die für die Cabrio-Version aus Sicherheitsgründen notwendige Verstärkung der Fensterholme bemerkbar.

Der Ferrari F50 spurtet in 3,8 Sekunden von Null auf 100 km/h

Mit seinen Fahrleistungen gehörte der F50 trotz seiner Gewichtsnachteile zu den Performern bei den V12-Modellen von Ferrari. Während die im Serienprogramm angebotenen 512M-Versionen des Testarossa Mitte der 1990er Jahre mit ihren Zwölfzylinder Spurtzeiten von gut 4,6 Sekunden realisierten, legte der F50 Supersportwagen die Strecke von Null auf 100 Stundenkilometer in knapp 3,8 Sekunden zurück. Innerhalb von gut 13 Sekunden erreichte das Cabrio der Baureihe F50 die Grenze von 200 km/h. Und auch beim Vergleich der Höchstgeschwindigkeiten hatte der F50 die Nase vorn: Mit etwa 325 km/h war er gut zehn Stundenkilometer schneller als etwa die Coupés der Testarossa-Serie.

Der F50 übernimmt Konstruktionselemente von den Ferraris der Formel 1

Bei der Produktion der aus Karbonkunststoff gefertigten Karosserie des F50 setzten die Konstrukteure ganz auf High-Tech-Materialien, wie sie auch für die Ferrari Rennwagen der Formel 1 verwendet wurden. Zugleich stammte das verwendete Chassis in der Grundanlage von einem Rennboliden. Da das Cabriolet der Kleinserie als Supersportwagen für den Einsatz auf der Straße eingerichtet werden musste, kam für den F50 jedoch auch Technik zum Einsatz, die von den herkömmlichen Serienmodellen der Italiener stammte. So kombinierten die Ingenieure von Ferrari das im F50 verbaute V12-Aggregat mit einem manuellen Sechsganggetriebe und statteten die Zweisitzer mit dem abnehmbaren Hardtop mit Komfortfeatures wie etwa einer Klimaanlage aus. Auf elektronische Assistenzsysteme wie ein ESP verzichtete Ferrari angesichts der von einem Supersportwagen erwarteten Fahreigenschaften allerdings. Für eine stabile Lage der Supersportwagen auch bei hohen Geschwindigkeiten sollte die Konstruktion insgesamt sorgen, und da zeigte sich eine weitere Besonderheit des F50: Motorblock und Getriebe waren so verbaut, dass sie eine tragende Funktion übernehmen und für eine optimale Gewichtsverteilung sorgen konnten.