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De Tomaso

De Tomaso - Einzigartiges Design für italienische Sportwagen

De Tomaso produzierte im italienischen Modena Renn- und Straßensportwagen, die sich neben ihrer PS-Stärke vor allem durch ihr charakteristisches Design auszeichneten. Das blauweiße Firmenlogo erinnert an die argentinische Herkunft des Firmengründers Alejandro de Tomaso, der über Jahrzehnte hinweg die Geschichte des Unternehmens prägte.

Ein Argentinier kombiniert Design mit leistungsstarken Motoren

De Tomaso wurde 1928 in Buenos Aires geboren und machte sich schon im Alter von 17 Jahren als Rennfahrer einen Namen, als er sein erstes Rennen in einem modifizierten Bugatti 35 bestritt. Als junger Mann saß er einige Zeit im Gefängnis, weil er sich gegen das autoritäre Regime des argentinischen Staatschefs Juan Perón aufgelehnt hatte. 1955 erfolgte die Auswanderung nach Italien - einerseits aus politischen Gründen und zum anderen, weil sich de Tomaso in Europa bessere Perspektiven für seine Rennfahrerkarriere versprach. In den Folgejahren nahm de Tomaso an Formel-1-Weltmeisterschaften teil. Im Jahr 1959 gründete der Argentinier schließlich im norditalienischen Modena seine eigene Firma, die De Tomaso Modena S.p.A.

Die von de Tomaso entworfenen Rennwagen wiesen eine Besonderheit auf: Der Motor diente als tragendes Teil des Chassis. Nach dem Bau einer Serie von Einsitzer-Rennwagen für die Formel 1, die keinen durchschlagenden Erfolg hatten, produzierte de Tomaso im Jahr 1965 seinen ersten Straßensportwagen, den Vallelunga. Der Wagen war mit einem vom Ford Cortina GT inspirierten 4-Zylinder-Motor, einem Fahrgestell mit Rückgratrahmen und einer allumfassenden Einzelradaufhängung ausgestattet und wurde nur 48-mal gebaut.

Das Modell Mangusta

Der im Jahr 1962 auf den Markt gekommene britische Sportwagen AC Cobra kurbelte de Tomasos Ehrgeiz an. Das vom texanischen Rennfahrer und Konstrukteur Carroll Shelby entworfene Fahrzeug war ursprünglich für den Renneinsatz geplant. Mit dem Modell Mangusta zeigt de Tomaso ganz klar, dass er der britischen Konkurrenz den Kampf ansagte - denn Mangusta ist das italienische Wort für Mungo, ein kleines Raubtier, das so schnell und wendig ist, dass es es sogar mit einer giftigen Kobra aufnehmen kann.

Wie der vorherige Vallelunga hatte auch der Mangusta einen Rückgratrahmen und eine Doppelquerlenker-Einzelradaufhängung, aber dieses Mal wurde das Auto von einem leistungsstarken 5-Liter 302 V8 Ford Windsor-Motor angetrieben und verfügte über 305 PS. Die schnittige Karosserie des Wagens stammte vom italienischen Stardesigner Giorgetto Giugiaro. 1966 wurde der Mangusta beim Turiner Autosalon erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und beeindruckte Publikum und Fachleute gleichermaßen. Etwa 400 Mangustas wurden zwischen 1967 und 1972 hergestellt.

Der Pantera ist bis heute eine Designlegende

1967 erwarb der Argentinier das italienische Designbüro Ghia und verkaufte es später an Ford in Detroit. Ford erwarb seinerseits einen Anteil am jungen Unternehmen de Tomaso. Das erste Ergebnis dieser Zusammenarbeit war die Entwicklung des Pantera, was Italienisch für Panther ist. Dieser kantige und ultraflache Sportwagen verhalf de Tomaso zu weltweiter Berühmtheit und galt auf dem amerikanischen Markt als eine günstige Alternative zu Lamborghini und Ferrari. Erstmals auf der New Yorker Automobilausstellung 1970 zu sehen, behielt das vom amerikanischen Designer Tom Tjaarda konzipierte Auto einen Großteil des Mangusta-Looks bei, verfügte nun aber über eine kombinierte Stahlkarosserie-/Fahrwerkskonstruktion. Der US-V8-Motor war mit einem deutschen Getriebe verbunden, zudem hatte der Wagen britische Bremsen und Lenkung, französische Reifen, während die Karosserie aus Italien stammte, wo die Autos auch produziert wurden. Insgesamt 7.260 Exemplare des Pantera wurden in der Zeit von 1971 bis 1993 hergestellt.

Mit dem Deauville und dem Longschamps setzt de Tomaso auch auf den Markt für Luxuslimousinen

Obwohl De Tomaso vor allem als Hersteller von Hochleistungssportwagen bekannt wurde, produzierte das Unternehmen in den 1970er und 1980er Jahren auch luxuriöse Coupés und Limousinen in kleiner Stückzahl. Im Jahr 1971 unternahm der Argentinier mit dem Modell Deauville den Versuch, mit den Limousinen von Jaguar und Mercedes Benz zu konkurrieren. Der Deauville war mit dem gleichen Motor wie der Pantera ausgestattet und mit einer eckigen Tjaarda/Ghia-Viertürer-Karosserie bekleidet. Doch der Deauville konnte es nicht mit seinen Konkurrenten aufnehmen, vor allem im Vergleich zu den Limousinen aus Deutschland war die Qualität der verbauten Materialien nicht zufriedenstellend. Insgesamt wurden nur 244 Exemplare des Deauville hergestellt. Für Alejandro de Tomasos Ehefrau, die amerikanische Rennfahrerin Isabelle Haskell, wurde zudem ein einziges Exemplar als Kombiwagen gebaut.

1972 brachte der Argentinier den Longchamp auf den Markt, ein Coupé auf Basis des Deauville mit einem leicht verkürzten Chassis und einem Ford V8-Motor. Das Karosseriedesign war jedoch wesentlich anders und wurde durch den Prototyp Lancia Marica beeinflusst, der ebenfalls von Tom Tjaarda entworfen wurde. Bis zum Ende der Produktion im Jahr 1989 wurden insgesamt 409 Longchamps aller Variationen gebaut. 1974 endete die Kooperation mit Ford, stattdessen erwarb de Tomaso das traditionsreichen Unternehmen Maserati. Ab 1988 verkaufte der Argentinier seine Anteile an Maserati nach und nach an den Fiat-Konzern, 1993 schließlich war die Übernahme vollzogen.

Fazit

Alejandro de Tomaso war ein Visionär in puncto Design. Besonders der Pantera zählt zu jenen Autos, von denen bis heute eine unglaubliche Strahlkraft ausgeht. Kein Wunder also, dass der Pantera nicht nur in etlichen Kinofilmen, sondern auch in zahlreichen Videospielen auftaucht.