Reifenverschleiß bei Winterreifen - Informatives

Winterreifen sind speziell für den Einsatz auf Schnee und glatten Straßen konzipiert: Ihr optimiertes Profil und weicheres Gummi sorgen für die notwendige Bodenhaftung. Doch wie lange halten Winterreifen eigentlich?

Verschleiß von Winterreifen - Faktoren

Bei sachgerechter Beanspruchung fahren Sie die Reifen im Durchschnitt circa vier bis sechs Jahre. Doch wie lange Ihre Reifen tatsächlich halten, hängt in erster Linie von den gefahrenen Kilometern ab. Zusätzlich fördern eine falsche Lagerung und Ihre Fahrweise den Reifenverschleiß. Folgende Faktoren sollten Sie berücksichtigen, um einem frühzeitigen Verschleiß vorzubeugen:

  • Reduzieren Sie bei verschneiten Kurven das Tempo, weil dadurch ein höherer Reibeverlust entsteht.
  • Beachten Sie, dass sich an wärmeren Wintertagen die Reifen deutlich stärker abnutzen. Fahren Sie im gemäßigtem Tempo, ansonsten kann sich die Fahreigenschaft und der Bremsweg verschlechtern.
  • Vermeiden Sie scharfe Bremsvorgänge - dadurch wirken nur geringe Kräfte auf die Reifen und Sie sparen gleichzeitig Benzin.

Für ein langes Reifenleben lohnt sich selbst im Winter der Besuch einer Waschanlage. Denn ebenso greifen Nässe und Streusalz das Reifenmaterial an und lassen Winterreifen vorzeitig altern. Dadurch lassen die weichen und griffigen Haftungseigenschaften der Reifen nach. Die Rutschgefahr und die des Aquaplaning auf feuchtem oder vereisten Straßen nimmt zu.

Dem Reifenverschleiß vorbeugen

Je nach Qualität kann sich das Profil bereits nach einigen tausend Kilometern bis zu drei Millimeter abnutzen. Ab einer Profiltiefe von vier Millimetern verlieren Winterräder schon ihre Bodenhaftung. Daher empfiehlt der ADAC, sich ab diesem Zeitpunkt neue Reifen zu kaufen. Natürlich hoffen Sie bei neuen Reifen, dass diese auch möglichst lange halten. Dabei kann jeder Autofahrer selbst dazu beitragen, um die Lebensdauer seiner Winterpneus zu erhöhen:

  • Zunächst fahren Sie die Reifen für 100 Kilometer behutsam ein. In erster Linie dient dies Ihrer Sicherheit, weil Winterreifen auf den ersten Kilometern den Grip aufbauen.
  • Danach schonen Sie die Reifen, indem Sie defensiv fahren. Je weniger Sie Gas geben, desto besser bekommt das den Reifen.
  • Setzen Sie beim Kauf der Winterbereifung eher auf schmale anstatt breite Reifen. Die Laufleistung von Breitreifen ist deutlich geringer als die von schmalen Reifen.

Winterreifen haben wegen ihrer weicheren Gummimischung generell einen höheren Verschleiß als Sommerreifen. Manche Autofahrer verzichten auf den Wechsel von Sommer auf Winter und fahren stattdessen Ganzjahresreifen. Sie vereinen die Eigenschaften beider Reifenarten in sich, sind aber mehr für Wenig- oder Stadtfahrer geeignet. Für eisige Temperaturen ist die Gummimischung eher zu weich, wodurch sie im Sommer einem höheren Reifenverschleiß unterliegen.

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