Tagfahrlicht nachrüsten

In Deutschland besteht zwar keine Pflicht dazu, aber: Licht bei Tag erhöht die Verkehrssicherheit. Während neuere Pkw es oft schon integriert haben, kann das Tagfahrlicht bei älteren Fahrzeugen zumindest in Eigenregie nachgerüstet werden.

Die Vorteile des Tagfahrlichts

In einigen Ländern Europas, beispielsweise in Skandinavien, ist das Fahren mit Licht schon seit Jahren verpflichtend. In Deutschland gibt es diese Pflicht nicht, aber dennoch statten viele Hersteller ihre Fahrzeuge mit einem Tagfahrlicht aus. Es ist heller als das Abblendlicht und erhöht die Sichtbarkeit vor allem in der dunklen Jahreszeit. In neuen Fahrzeugen sind Tagfahrleuchten nahezu Standard. Besitzen Sie ein älteres Fahrzeug, können Sie das Licht nachrüsten. Neben der höheren Helligkeit liegt der Vorteil darin, dass die Rücklichter nicht mit aktiviert werden.

Das Tagfahrlicht kann auf verschiedene Weise integriert werden

Bei einigen Fahrzeugen reicht es aus, wenn Sie den Scheinwerfer austauschen und ein Kabelsatz sowie einen Schalter integrieren. Für ältere Fahrzeuge ist ein Scheinwerfer mit integriertem Tagfahrlicht oftmals nicht erhältlich. Sie können sich behelfen, indem Sie das Licht in die Fahrzeugfront integrieren. Oftmals befindet sich nachgerüstetes Licht in der Stoßstange des Kfz. Auch die Integration in der Nähe des Kühlers ist möglich. Wichtig ist, dass Sie sich für einen Bausatz entscheiden, der eine ABE für Ihr Fahrzeug besitzt. Dabei handelt es sich um eine Betriebserlaubnis. Wenn Sie in eine Verkehrskontrolle kommen, sollten Sie die ABE mit sich führen. Alternativ ist es möglich, das Tagfahrlicht in die Papiere des Fahrzeugs einzutragen.

Das Nachrüsten erfordert Kenntnisse über die Elektronik

Bevor Sie sich für die Montage des Tagfahrlichts entscheiden, sollten Sie überlegen, ob Sie den Einbau selbst vornehmen können. Sie müssen Teile am Fahrzeug demontieren und einen Satz Kabel verlegen. Dies ist nicht so einfach, wenn die Kabel unsichtbar in das Fahrzeug gelegt werden sollen. Darüber hinaus ist es notwendig, den Kabelsatz mit der Bordelektronik zu verbinden. Sie müssen das Tagfahrlicht ein- und ausschalten können.

  1. Tauschen Sie als erstes die Scheinwerfer aus oder bereiten die Stoßstange oder den Kühler entsprechend vor. In der Regel müssen Sie einen Ausschnitt vornehmen. Dem Tagfahrlicht liegt oftmals eine Schablone bei, die das Setzen des Ausschnitts erleichtert.
  2. Das Kabel installieren Sie im Inneren des Fahrzeugs und legen es dann nach vorn. Dabei müssen Sie abhängig vom Fahrzeugtyp verschieden vorgehen. Orientieren Sie sich an der Installationsanleitung, die dem Tagfahrlicht beiliegt.
  3. Verbinden Sie das Kabel mit dem Scheinwerfer und integrieren Sie diesen erst danach endgültig in die Karosserie.
  4. Für die Funktionsfähigkeit müssen Sie verschiedene elektrische Verbindungen herstellen. Nutzen Sie hochwertige Steckverbindungen und keine preiswerten Quetschverbinder. Ziehen Sie ein Kabel zur Masse (Klemme 31), ein weiteres Kabel zum Zündungsplus (Klemme 51) und ein drittes Kabel zum Standlicht (Klemme 30). Integrieren Sie auch eine neue Sicherung, die zwischen Klemme 15 und Klemme 30 integriert wird.

Die Verkehrssicherheit wird durch das Tagfahrlicht erhöht

Unabhängig davon, ob Sie sich für das Nachrüsten anstelle des Nebelscheinwerfers oder für die Integration im Scheinwerfer entscheiden: Sie erhöhen mit der Nutzung des Tagfahrlichts die Verkehrssicherheit Ihres Fahrzeugs. Sie selbst profitieren dadurch in der Regel nicht, denn das Tagfahrlicht sorgt nicht für eine bessere Sicht. Oftmals merken Sie gar nicht, ob Sie es eingeschaltet haben. Für die anderen Verkehrsteilnehmer sind Sie jedoch viel besser zu sehen. Der ADAC hält das Nachrüsten von Tagfahrlicht deshalb für sehr empfehlenswert. Wenn Sie einen entsprechenden Bausatz nutzen, können Sie das Tagfahrlicht auch gemeinsam mit einem Nebelscheinwerfer einbauen, sollte Ihr Fahrzeug mit einem solchen nicht ausgerüstet sein.

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