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Fisker Karma

Fisker Karma

Mit dem Karma entwickelt Fisker eine Sportlimousine als Elektrofahrzeug

Fisker Karma

Was in den Konstruktionsabteilungen von Autoherstellern geschieht, gehört zu den am besten gehüteten Geheimnissen der Unternehmen. Das gilt umso mehr, wenn es um neue technologische Entwicklungen wie den Antrieb mit Hilfe von E-Motoren und leistungsfähigen Batterien geht. Denn einige Hersteller sahen durchaus frühzeitig die Möglichkeit, mit effizienten und umweltfreundlichen Elektrofahrzeugen die Autowelt des 21. Jahrhunderts grundlegend verändern zu können...Weiterlesen

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Immerhin ging es dabei um einen Milliardenmarkt, und einige Staaten wie die USA versuchten, ihrerseits mit milliardenschweren öffentlichen Subventionen die Entwicklung alltagstauglicher Elektroautos voranzutreiben. Diese Politik eröffnete auch Newcomern eine Chance. Der dänische Autodesigner Henrik Fisker gehörte zu den Pionieren, die dank ihrer langjährigen Erfahrungen in der Branche sowie mit finanziellen Hilfen von Staat und privaten Investoren im Jahr 2007 die Entwicklungsarbeiten an einem Elektrofahrzeug mit Hybridtechnik aufnehmen konnten. Karma nannte Fisker sein Projekt, das als viertürige Sportlimousine erstaunlich schnell konkrete Formen annahm.

Auf der Detroiter Autoshow zeigt Fisker 2008 die seriennahe Studie des Karma

Ein Jahr nach Gründung der eigens für die Entwicklung und Vermarktung des Elektroautos ins Leben gerufenen Firma Fisker Automotive präsentierte der Konstrukteur seinen Karma auf der Autoshow in Detroit als Concept Car, das bereits als seriennahes Modell angesehen werden durfte. Da Henrik Fisker zu dieser Zeit an den Entwürfen für eine elektrisch angetriebene Sportlimousine des Unternehmens Tesla beteiligt war, versuchte der aufstrebende Konkurrent, den Karma als Plagiat hinzustellen. Gerichtlich wurde dieser Vorwurf nicht bestätigt, und tatsächlich unterschied sich das technische Konzept der Konkurrenzmodelle in wesentlichen Punkten. Auch wenn in den Designentwürfen durchaus in beiden Fällen die Handschrift Henrik Fiskers deutlich zu erkennen war.

Die früheren Arbeiten Fiskers beeinflussen das Design des Karma

Die ließ sich allerdings auch in früheren Arbeiten des dänischen Designers identifizieren. Denn Fisker konzentrierte sich auf Entwürfe für Sportwagen, die er mit Modellen wie dem DB9 oder dem Vantage etwa für den britischen Produzenten Aston Martin realisierte. Der Karma hatte wohl Gemeinsamkeiten mit den Aston Martins. Doch wer genauer hinsah, der entdeckte auch Zitate von Modellen, die Fisker früher für andere Hersteller gezeichnet hatte. So erinnerte etwa die Front des Karma an den Vorbau des von Fisker gestalteten Roadsters BMW Z8. Da Fisker mit dem Karma in der Klasse sportlicher Fahrzeuge antreten wollte, beeinflussten diese früheren Arbeiten zwangsläufig das Design des unter seinem eigenen Namen vorgestellten Elektroautos. Das allerdings sollte nicht als puristischer Roadster oder als klassisches Sportcoupé mit zwei Türen vom Band laufen. Vielmehr setzte Fisker mit dem Karma einen Entwurf um, der sich an den Traditionen der größeren Gran Turismo orientierte und Konstruktionsmerkmale von Coupé und Limousine in einem eigenständigen Konzept vereinte.

Fisker entwirft den Karma als viertürige Sportlimousine mit Sonnenkollektorendach

Mit seinen kurzen Überhängen, den weit ausgestellten Flanken, den Schwellern an den Seiten sowie der rundlich gewölbten Front mit ihrem wellenförmig angelegten Motordeckel und dem zweiteiligen Kühlergrill erhielt der Karma kraftvoll wirkende Proportionen, die das vom Designer Fisker gewohnte Sportwagenkonzept neu interpretierten. Eher zurückhaltend und klassisch wirkte das Heck mit seiner schmalen Kofferraumklappe und der schräg ansetzenden Diffusorplatte als Übergang zum Unterboden. Da der Designer die Karosserie auf fast fünf Meter Länge streckte, stand bei einem Radstand von 3,16 Metern genug Platz zur Verfügung, den Karma mit vier Türen auszustatten und als Limousine mit Coupé-Dach zu realisieren. Die haubenförmige sanft abfallende Dachkonstruktion baute nur knapp 1,30 Meter hoch auf und war von der Front- bis zur Heckscheibe komplett verglast. Besonderheit des Karma: Im Glasdach brachte der Hersteller Sonnenkollektoren unter, die zusätzliche Energie für das Bordstromsystem produzieren konnten.

Die Ausstattung des Karma soll den Nachhaltigkeitsanspruch Fiskers widerspiegeln

Der Beitrag der Sonnenkollektoren mochte für die Energiebilanz des immerhin 2,4 Tonnen schweren Elektrofahrzeugs von eher geringer Relevanz sein. Doch mit diesem technischen Clou unterstrich Fisker seinen Anspruch, mit dem Karma einen Sportwagen produzieren zu wollen, der den schonenden Umgang mit Ressourcen versinnbildlichte. Zu diesem Konzept gehörte es auch, für die Innenausstattung der Sportlimousine zumindest in Teilen im Recyclingverfahren gewonnene Materialien einzusetzen oder komplett wiederverwertbare Werkstoffe zu nutzen. Vor dem Hintergrund dieser an den Prinzipien der Nachhaltigkeit orientierten Philosophie wäre eigentlich eine Antriebstechnik zu erwarten gewesen, die sich vollständig von herkömmlichen Verbrennungsmotoren verabschiedete. Doch Fisker wählte eine andere Lösung und lieferte die Neuwagen mit Hybridantrieb aus.

Fisker baut den Karma als Hybridauto mit Plug-in-Technik

Die Hybridtechnologie war zum Zeitpunkt der Markteinführung des Karma im Jahr 2011 insbesondere in Modellen asiatischer Hersteller bereits seit langem erprobt. Das mochte einer der Gründe sein, warum Fisker sich für diese Antriebsalternative entschied. Die Kombination von Elektro- und Verbrennungsmotoren sollte zudem die Alltags- und Langstreckentauglichkeit des Karma erhöhen. Denn die Fahrer der Sportlimousinen waren nicht davon abhängig, eine der zu dieser Zeit in den meisten Ländern noch seltenen Stromladestation ansteuern zu müssen. Zwar konnten die Akkus dank der an Bord verbauten Plug-in-Technik auch per Kabel an der Steckdose wieder aufgeladen werden. Doch stand zugleich ein von General Motors zugelieferter Vierzylinderbenziner zur Verfügung, der über einen Generator die Lithium-Ionen-Batterien mit Energie versorgte. Für den Antrieb waren jedoch allein die beiden Elektromotoren zuständig, denen in den voll aufgeladenen Akkus Energie für rund 80 Kilometer zur Verfügung stand, bevor der Verbrennungsmotor in Aktion trat und während der Fahrt die Batterien auflud. Insgesamt etwa 400 Kilometer konnte der Hybrid-Sportwagen dann unterwegs sein.

Fisker baut vom Karma in den Jahren 2011/12 nur gut 2500 Exemplare

Dass der Karma als Sportwagen gelten durfte, machten die Leistungswerte deutlich. Insgesamt konnten die beiden E-Motoren dem Premierenmodell von Fisker eine Leistung von bis zu 300 kW (408 PS) bereitstellten. Wurde der Modus Sport aktiviert, lieferte der Benzinmotor über einen Generator zusätzliche Leistung. Auf diese Weise erreichte der Karma eine Spitzengeschwindigkeit von gut 200 km/h und beschleunigte in knapp unter sechs Sekunden von Null auf 100 Stundenkilometer. Im reinen Elektrobetrieb war die Höchstgeschwindigkeit auf gut 150 Stundenkilometer beschränkt und die Standardspurtzeit verlängerte sich auf fast acht Sekunden. Trotz des innovativen Konzepts blieb der Elektrosportwagen ein Exot. Der Grund: Bevor Fisker insolvent wurde, liefen beim Auftragsfertiger in Finnland in den Jahren 2011/12 nur gut 2500 Karma-Neuwagen vom Band. Und entsprechend selten tauchte das Elektrofahrzeug später auf dem Markt für Gebrauchtwagen auf.