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Fisker

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Fisker entwickelt sich vom Veredler zum Hersteller von Hybrid-Sportwagen

Autos mit individuell zusammenstellbaren Farbkombinationen und Ausstattungsdetails in Volumenbaureihen anzubieten, das wurde insbesondere bei kleineren Modellen für eine jüngere Käuferschaft nach dem Jahrtausendwechsel zum großen Trend. Neu war daran allerdings vor allem, dass sich die Hersteller selbst um die persönlichen Kundenwünsche kümmerten und das Customizing für ihre Einstiegsmodelle verfügbar machten. In der Luxusklasse hingegen gehörte der personalisierte Auftritt schon lange zum Geschäft. Bei vielen großen Herstellern kümmerten sich eigene Abteilungen darum, Motoren in der Leistung anzuheben und die Optik zu veredeln. Ebenso gab es externe Tuner und Veredler, bei denen Kunden jedes Automodell zur Modifikation anliefern konnten. Einige europäische und amerikanische Tuningunternehmen nahmen jedoch auch Umbauten in Eigenregie vor und brachten als Fahrzeughersteller Abwandlungen von Serienmodellen unter dem eigenen Namen auf den Markt. Zu den exklusiven Adressen in den USA zählte die im Jahr 2005 in Kalifornien gegründete Firma Fisker, die zunächst Umbauten deutscher Oberklassemodelle realisierte und dann im Jahr 2011 als Eigenentwicklung den Hybrid-Sportwagen Karma präsentierte.

Für den Latigo nutzt Fisker Coupés der BMW 6-Reihe

Der dänische Unternehmensgründer Henrik Fisker brachte Erfahrungen als Designer von Sportwagen mit, die er für unterschiedliche prominente Hersteller wie Aston Martin und BMW sowie für den deutschen Kleinserienproduzenten Artega entworfen hatte. Für die E63-Generation der 6er-Reihe von BMW entwickelte Fisker ein eigenes Karosseriekonzept, das den Sportcoupés einen eigenständigen Auftritt gab. Zugleich sollten die offiziell Fisker Latigo CS genannten Viersitzer durch den vermehrten Einsatz von Leichtbaumaterialien wie Aluminium und Karbon leichter als die Serienmodelle der Bayern werden und so eine bessere Performance liefern. Ohnehin plante Fisker, nur die Spitzenversionen mit der V8-Motorisierung sowie die M6 Sportversion mit dem V10-Triebwerk als Basis für seine Umbauten einzusetzen. Mit den entsprechenden technischen Modifikationen wollte Fisker die Leistung des Zehnzylinders auf bis zu 496 kW (674 PS) steigern. Zum Vergleich: Der M6 von BMW musste sich mit maximal 373 kW (507 PS) begnügen. Im Land der Superlative mochten diese Leistungswerte beeindrucken, doch offenbar gab es selbst in den USA nur wenige begeisterte Sportwagenfahrer, die bereit waren, die von Fisker kalkulierten Kosten für einen Latigo zu akzeptieren. Eigentlich als Kleinserie geplant, baute Fisker dann bis zum Jahr 2007 nur Einzelexemplare. Auf dem Markt für Gebrauchtwagen waren die Fisker-Coupés daher selbst in den USA nicht zu finden.

Mit dem Tramanto zeigt Fisker Roadster-Umbauten auf Basis des Mercedes SL

Nicht viel anders verlief die Entwicklung beim Tramanto, den Fisker im Jahr 2005 als Roadster der Luxusklasse präsentierte. Der Zweisitzer basierte auf den AMG-Versionen der SL-Baureihe von Mercedes-Benz und erhielt in Kalifornien eine wiederum von Fisker selbst entworfene Karosserie, die mit Ausnahme weniger Elemente nicht mehr viel mit der Ausgangskonstruktion der Schwaben gemeinsam hatte. Kaum mehr als ein Dutzend Tramanto entstanden ab 2005 in den Ateliers des kalifornischen Veredlers. Der überwiegende Anteil davon war mit einem in der Leistung angehobenen V8-Motor von AMG bestückt. Darüber hinaus produzierte Fisker den Tramanto in einer V12-Version, in der der Roadster über 700 PS mobilisieren konnte. Das waren knapp 100 PS mehr als beim Spenderfahrzeug SL 65 AMG. Trotz der im Vergleich zum Latigo höheren Auflage standen die Chancen schlecht, in Europa einen Fisker-Roadster auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu entdecken. Der Grund: Die meisten Tramanto blieben in den USA und verschwanden dort in privaten Sammlungen.

Mit dem Karma startet Fisker im Jahr 2011 die Produktion von Hybrid-Sportlimousinen

Da die Ingenieure von Fisker als Entwickler für andere Autohersteller tätig waren und in diesem Rahmen auch für kalifornische Pioniere beim Bau von Elektrofahrzeugen arbeiteten, entstand beim Designer Hendrik Fisker und seinen Partnern eine neue Idee. Es sollte ein eigenes Modell entwickelt werden, das die Qualitäten eines klassischen Sportwagens mit der Zukunftstechnologie elektrischer Antriebe verbinden konnte. Während andere innovative Hersteller dabei auf herkömmliche Verbrennungsmotoren ganz verzichten wollten, realisierten die Fisker-Konstrukteure ein anderes Konzept, das bereits von Volumenherstellern in der Serie eingesetzt wurde. Für ihr Premierenmodell Karma setzten die Kalifornier eine Plug-in-Hybridtechnologie ein, die den ab 2011 als Viertürer gebauten Sportlimousinen einen höheren Alltagsnutzen bieten sollte, als es sich mit einem ausschließlich auf Elektroantrieb basierenden Konzept zu dieser Zeit umsetzen ließ.

Für mehr Reichweite kombiniert Fisker Elektro- und Verbrennungsmotoren

EVer nannte Fisker seine patentierte Antriebstechnologie, für die zwei Elektromotoren, ein Stromgenerator, ein Akku sowie ein 2,0 Liter Vierzylinderbenziner eingesetzt wurden. Im rein elektrischen Betrieb sollte die Sportlimousine damit rund 80 Kilometer zurücklegen können. Stellte der Verbrennungsmotor während der Fahrt über den Stromwandler weitere Energie zur Verfügung, ließ sich die Reichweite des Karma auf fast 500 Kilometer verlängern. Dann musste Benzin nachgetankt werden. Zudem aber konnten die in Längsrichtung am Unterboden der Limousine verbauten Batterien alternativ an einer Steckdose wieder aufgeladen werden. Was den Verbrauch betraf, so machten Fisker-Händler in Europa keine Aussagen zum üblicherweise zugrunde gelegten Durchschnittsverbrauch. Stattdessen lieferten sie eine Angabe zum Minimalverbrauch, der bei 2,2 Liter auf 100 Kilometer liegen sollte.

Der Fisker Karma zeigt für Sportlimousinen seiner Klasse typische Leistungswerte

Durch die Kombination der Antriebsaggregate konnte der Plug-in von Fisker eine Leistung von maximal etwa 400 PS abrufen und damit trotz seines bauartbedingt relativ hohen Gewichts von rund 2,4 Tonnen die Werte einer klassentypischen Sportlimousine mit herkömmlicher Motorisierung liefern. Denn laut Angaben des Herstellers legte ein Karma die Strecke aus dem Stand zur Hundertermarke in 6,6 Sekunden zurück. Die Höchstgeschwindigkeit war allerdings früher abgeregelt als bei Modellen mit Verbrennungsmotor, sodass sich die Tachonadel beim Karma nicht über die Marke von 200 km/h hinaus bewegte.

Die Produktion der Fisker-Premierenmodelle läuft 2012 vorerst aus

Mit einer Länge von knapp fünf Metern und zwei Meter Breite trat der Viertürer der Baureihe Karma in der Oberklasse an. Allerdings fiel der Innenraum mit den vier Sitzplätzen im Vergleich zum weit ausgestellten Seitenbau sowie angesichts einer auf 1,33 Meter reduzierten Dachhöhe eher dürftig aus. Dafür realisierte Fisker ein dynamisches Design mit Schwellern, modellierter Motorhaube und einer muskulösen Linienführung. Besonderheit: Die zunächst nur bis zum Jahr 2012 bei einem finnischen Auftragsfertiger hergestellten Sportlimousinen liefen serienmäßig mit Solarpaneelen auf dem Dach vom Band. Zwar verschwand Fisker dann 2013 vom Markt, doch das bis dahin knapp 2000 Mal gebaute Premierenmodell sollte beim Nachfolgeunternehmen Karma ab 2016 wieder produziert werden.