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Ford Consul

Ford Consul

Der Beginn einer Revolution?

Als der Ford Consul Anfang der 1970er Jahre das Licht der Öffentlichkeit erblickte, verfolgte der Hersteller Ford damit eine besondere Intention. Der Marke haftete der Ruf an, “technisch hausbackene” Fahrzeuge herzustellen, die wenig funktional und viel zu verspielt in ihrem Design sind. Mit dem Consul wollte Ford die technische Wende einleiten. Dieses Vorhaben ist dem Familienwagen in weiten Teilen gelungen. Dafür wird das Kfz bis heute geschätzt. Weiterlesen

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Die häufigsten Fragen und Antworten.

Der Produktionszeitraum für den in Europa erhältlichen Ford Consul erstreckte sich von 1972 bis 1975. Damit wurde der Mittelklassewagen über drei Jahre gebaut.

Der Ford Consul ist ein klassischer Mittelklassewagen.

Die Kölner Fahrzeughersteller boten den Ford Consul in insgesamt drei Ausstattungsversionen an. Die Basisvariante verfügte nur über wenige Ausstattungsfeatures und lief serienmäßig mit einem 65 bis 75 PS starken 1,7-l-V4-Motor vom Band. Die erweiterte L-Variante sorgte mit Extras wie einer beheizbaren Heckscheibe, einem beleuchteten Handschuhfach oder einem Tageskilometerzähler für erhöhten Fahrkomfort. In der Top-Variante “GT” kam der Familienwagen besonders sportlich daher. Der am besten ausgestattete Consul brillierte beispielsweise mit einem schwarzen Kühlergrill sowie Lenkrädern und Schaltknaufen aus Leder.

Der Ford Consul wurde in Deutschland, England, Portugal, Südkorea und Südafrika montiert.

Der Ford Consul: ein kurzes Porträt

Der Ford Consul ist ein Mittelklassewagen, der unter dieser Bezeichnung in den 1950er Jahren in britischen Ford-Werken sowie als Kfz der oberen Mittelklasse zu Beginn der 1970er als europäisches Modell vorgestellt wurde. Die in Deutschland ab den 1970er Jahren bekannte Consul-Baureihe erblickte als Nachfolger der P7b-Modelle die Fahrzeugwelt. Für die Kölner Produzenten waren der Consul und sein Schwesternmodell Granada seit jeher etwas Besonderes. Rund 500 Millionen DM investierten die Hersteller damals in die Konzeption des Wagens. Damit war dieses Ford-Modell die bislang teuerste Entwicklung überhaupt. Voller Stolz präsentierten die Kölner die Fahrzeuge deshalb erstmals auf dem Genfer Autosalon im Jahre 1972, um einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung kontinentales Modellprogramm für ein einheitliche Modelle für ganz Europa zu gehen.

Der Modellwechsel zielte darauf ab, das deutsche und britische Modell über einen gemeinsamen Nachfolger mit der gleichen Karosserie in zwei Versionen zu erbauen. Während sich der Consul am deutschen Taunus 17M sowie dem britischen Zephyr 4 orientierte, basierte der Granada jedoch auf dem englischen Zephyr 6 und Zodiac sowie dem deutschen Taunus 20M sowie 26M. Während der gesamten Bauzeit bis 1975 kennzeichnete die Consul-Reihe dabei die einfacher ausgestatteten Modellvarianten. Wer sich für einen Neuwagen in der L-Variante entschied, musste mit einem Kaufpreis von 10.790 Mark rechnen. Heute steht das Fahrzeug allerdings nur noch als Ford Consul Gebrauchtwagen zur Verfügung.

Die wichtigsten Konkurrenzmodelle des Ford Consul

Bereits zur Einführung des Ford Consul war klar, dass die großen Fordmodelle in deutlicher Konkurrenz zu den Anfang der 1970er Jahre vorgestellten Rekord- und Commodore-Varianten aus dem Hause Opel standen. Damals sorgte Fords Erzrivale mit einer umfassenden Modellpflege der Mittelklasseautos für Aufsehen. Dennoch konnten der Consul und Granada im Vergleich zu Modellen wie dem [Opel Rekord] (/opel/opel-rekord/) einen Marktanteil von 5,3 Prozent erringen. Die Kölner machten keinen Hehl daraus, dass sie weite Teile des Konzepts der Rüsselsheimer schlichtweg kopiert hatten. Unter der Einheitskarosserie offerierten die Fahrzeugproduzenten zwei unterschiedliche Typen, die für verschiedene Käuferschichten angedacht waren. Dennoch fand jedes Fahrzeug sein eigenes Fleckchen auf dem Fahrzeugmarkt.

Ein kurzer historischer Abriss

Zu Spitzenzeiten waren bis zu 3.000 Mitarbeiter mit der Konzeption des Mittelklassewagens beschäftigt. Um jeden Preis wollten die Ingenieure mit einer Markteinführung brillieren, die die Fahrzeugwelt aufhorchen lassen sollte. Und das Konzept ging auf. In Deutschland ging der Ford mit einer Vielzahl technischer Qualitäten sowie einer besser verarbeiteten Karosserie an den Start. Eines der wichtigsten Verkaufsargumente war hierbei zweifelsohne die neu konzipierte Schräglenker-Hinterachse, die an unabhängig voneinander agierende Räder gekoppelt war. Deshalb begeisterte der Consul insbesondere anfangs das Publikum. Obwohl die Limousine in der Fahrzeugwelt in Zeiten einer leichten Konjunkturschwäche debütierte, verkauften die Kölner binnen kürzester Zeit über 100.000 Exemplare. Doch ab Herbst 1973 folgte ein heftiger Einbruch. Das damalige Kölner Flaggschiff musste starke Einbußen hinnehmen. Die Talfahrt schritt unaufhaltsam voran. Ende 1974 erreichte der Inlandsverkauf trotz Modellpflege einen Tiefpunkt. Deshalb wurde die Produktion des Mittelklassewagens ein Jahr später eingestellt.

Mit diesen Motoren war der Ford Consul unterwegs

Serienmäßig schöpft der Consul seine Kraft aus dem bewährten 1,7-l-V4-Motor, der in der Low Compression-Variante bereits mit 65 PS erhältlich war. Alternativ stand der Familienwagen außerdem mit einem 75 PS starken Aggregat zur Verfügung. Wer über das nötige Kleingeld verfügte, konnte das Kfz außerdem mit einem 99 PS starken 2,0-l-Reihenvierzylinder samt obenliegender Nockenwelle ordern. Dieses Triebwerk gilt als hubraumstärkere Version, die im Vorfeld schon im amerikanischen Ford Pinto in Köln verbaut wurde. Wer sich für seinen Consul einen noch stärkeren Motor wünschte, konnte sich gegen

Aufpreis sogar noch für einen 2,3-l-V6-Motor entscheiden. In der GT-Variante wurde dieses Aggregat allerdings bereits serienmäßig verbaut. Diese Motorisierung galt auch als einzige Ausnahme vom Vierzylinderkonzept des Ford Consul. Später erklärten sich die Kölner dann sogar bereit, alle ebenfalls für den Granada erhältlichen Triebwerke in den Consul einzubauen. Somit war der Ford Consul in der stärksten Variante sogar mit einem Dreiliter-V6 unterwegs.

Mit welchen Getrieben war das Fahrzeug ausgestattet?

Die Kraftübertragung erfolgte in den Fahrzeugen entweder über ein Viergang-Schaltgetriebe oder eine dreistufige Automatik. Für die stärkeren Triebwerke ab 2,3 l wurden bei späteren Modellen sogar verstärkte Schaltgetriebe mit einem länger übersetzten zweiten und dritten Gang eingebaut. Das Ford C4-Automatikgetriebe wurde anfänglich nur in frühen Consul-Varianten eingebaut. Später wurde dieses Getriebe durch das aus dem Mustang bekannte C3-Getriebe ersetzt.

Ausstattung: was hat(te) der Ford Consul an Bord

Von Anfang wurde der Ford Consul in folgenden Karosserieversionen angeboten:

  • klassischer Viertürer
  • Zweitürer mit sportlich elegantem Fastback-Coupé Zuschnitt
  • fünftürige Kombivariante mit Modellbezeichnung “Turnier”
Aus diesen Karosserievarianten, Motoren und Ausstattungslinien konnten die Kunden letztendlich zwischen 36 verschiedenen Modellvarianten wählen. Die klassische Einordnung in Ausstattungsvarianten umfasst beim Consul die Basisversion, Consul “L”- sowie Consul “GT”-Variante. Hierbei war die Basisvariante in erster Linie für Sparfüchse geeignet, die einen Erwerb des Fahrzeugs gerade so mit ihrem Budget ermöglichen konnten. In der L-Version hatte der an einem auf dem Kofferdeckel angebrachten “L”, Stoßstangenhörnern sowie mit Chromleisten verzierten Türschwellern erkennbare Ford folgende Features serienmäßig an Bord.
  • Teppich
  • heizbare Heckscheibe (einschließlich integrierter starker Lichtmaschine)
  • Kartentaschen im Fußraum
  • beleuchtetes Handschuhfach
  • Schminkspiegel
  • Tageskilometerzähler
  • Uhr
  • Zweiklanghorn

Als am besten ausgestatteter und sportlichster Consul sorgte jedoch der GT für Begeisterung. An die Tradition einstiger RS-Modelle anlehnend, wartete der GT mit einer Vielzahl an aus dem Granada-Paket entnommenen Ausstattungsmerkmalen auf. Während Zusatzinstrumente und der schwarze Kühlergrill serienmäßig erhältlich waren, stand ein Vinyldach optional zur Verfügung. Die Innenräume der Limousine- und Coupé-Varianten zeugten ebenfalls vom sportlichen Charakter des Fahrzeugs. Von karierten Polsterbezügen bis hin zu lederbezogenen Schaltknaufen und Lenkrädern - dieses Interieur setzte zur damaligen Zeit Maßstäbe.

Für wen war/ist der Ford Consul besonders gut geeignet?

Die Kölner Hersteller verkauften den Ford Consul von Anfang an für eine bestimmte Zielgruppe. Sie wollten ein Auto für den einfachen Familienvater erschaffen. Seit jeher präsentierte sich das Mittelklassemodell als bürgerliche Fahrzeugversion, die sich auf Vernunft und rationale Werte fokussierte.

Fazit: Der Ford Consul - eine Bereicherung für den Fahrzeugmarkt

Und dieses Konzept ging auch für einige Jahre auf. Doch irgendwann musste sich der Consul der Konkurrenz geschlagen geben. Dennoch ist der Mittelklassewagen heute noch immer ein wichtiger Teil der Ford-Geschichte. Mit seiner Ausstattung und aus technischer Sicht stand der Consul von Anfang im Schatten des Ford Granada. Doch genau darauf zielten die Produzenten auch ab. Sie wollten einen zuverlässigen und erschwinglichen Familienwagen erschaffen. Dieses Vorhaben ist ihnen mit dem Consul zweifelsohne gelungen. Damit hat der Ford Consul die hohen Erwartungen auch erfüllt.

Wer heute seinen Blick über Deutschlands Straßen schweifen lässt, erblickt hin und wieder noch immer einige der eckigen Familienkutschen in Limousinen- oder Coupé-Form. Es gibt diese Liebhaberstücke, die mittlerweile mehrere Jahrzehnte überlebt haben und den Augen ihrer Besitzer schmeicheln. Dadurch ist der Ford Consul gebraucht auch zu einem gewissen Teil zum Kultfahrzeug avanciert.