Gebrauchte Opel SUV bei AutoScout24 finden

Opel SUV

Beim Bau von SUV nutzt Opel Konstruktionen der GM-Partner

Viele deutsche Autohersteller nutzten die Chancen, die sich in der Klasse der Sport Utility Vehicles (SUV) boten, nachdem der Trend zu Modellen mit Pkw-Komfort und Offroad-Look von Nordamerika ausgehend auch die europäischen Märkte erfasst hatte. Als Tochter des amerikanischen Konzerns General Motors (GM) hatte es der deutsche Hersteller Opel schwerer, sich im boomenden Segment der SUV mit eigenen Modellen zu positionieren. Der Grund: GM hatte mit GMC, Hummer oder auch Chevrolet in Nordamerika andere Marken im Portfolio, die Geländewagen und SUV unter dem eigenen Namen anboten und damit teilweise auch auf den Exportmärkten präsent waren. Zudem setzten die Amerikaner bei der Entwicklung von Offroad-Techniken und SUV-Modellen auf die Zusammenarbeit mit asiatischen Partnern wie Isuzu, Suzuki oder Daewoo. In der Folge kamen bei Opel SUV ins Programm, die weitgehend von den Partnern in Übersee konzipiert worden waren und auf dem europäischen Festland mit dem Logo der Rüsselsheimer und zum Teil mit Opel-Motoren ausgestattet in den Handel kamen.

Die Entwicklung bei Opel von Geländewagen hin zu SUV

Die Arbeitsteilung im GM-Konzern hatte für die Rüsselsheimer den Nachteil, dass ihr Profil als Anbieter von Offroad-Modellen und SUV lange Zeit etwas unscharf blieb. Das änderte sich erst in den aktuelleren Baujahren mit Fahrzeugen wie dem Opel Antara oder dem Kompakt-SUV Opel Mokka, die zwar ebenfalls als Projekt von GM Daewoo in Korea entstanden, jedoch in Europa stärker mit der Marke Opel identifiziert wurden. Für den Mokka plante Opel schließlich sogar eine eigene Fertigung in einem europäischen Werk einzurichten. Das Badge-Engineering brachte den Opelanern jedoch auch gewisse Vorteile. Während echte Geländewagen einer europäischen Marke rar blieben, konnte Opel in den 1990er Jahren mit dem Frontera und Monterey Modelle im Programm präsentieren, die wirklich für den Einsatz im Gelände ausgelegt waren und auch als Arbeitsgerät etwa in der Land- und Forstwirtschaft genutzt werden konnten. Auf dem Markt für Gebrauchtwagen haben daher insbesondere die Opel Frontera der unterschiedlichen Generationen sowie die selteneren Monterey ihren Platz gefunden.

Als SUV-Vorläufer bieten die Opel Frontera und Monterey gute Offroad-Eigenschaften

Was die ab dem Jahr 1989 gebauten Opel Frontera als Gebrauchte besonders interessant macht, sind ihre robuste Konstruktion auf Basis eines Leiterrahmens und die bei vielen Modellen verbaute Allradtechnik. Mit dieser Ausstattung ließ sich der ab dem Jahr 1991 mit dem Opel-Blitz am Kühlergrill erhältliche Frontera auch abseits befestigter Wege einsetzen. Allerdings gab es die bis zum Jahr 1998 gefertigte erste Generation des Opel Geländewagens auch in einer Version mit Hinterradantrieb. Aufgrund ihrer eingeschränkten Geländegängigkeit sind diese Frontera als Gebrauchte preiswerter zu haben. Und auch bei Radstand und Karosserie gab es in der ersten Generation des Opel Frontera Auswahlmöglichkeiten: Als Karosserievarianten standen Drei- und Fünftürer sowie eine mit Planenverdeck oder Hardtop ausgestattete Cabrio-Version im Programm. In vielen Ländern vermarktete Opel die Dreitürer mit kürzerem Radstand unter dem Namen Frontera Sport. Parallel zum Frontera bot Opel von 1992 bis 1999 den Geländewagen Monterey an, der in Deutschland ausschließlich mit Allradantrieb auf den Markt kam. Aufgrund ihrer relativ kurzen Marktpräsenz sind diese SUV-Vorgänger von Opel als gebrauchte Fahrzeuge seltener als die Frontera zu finden.

SUV-Optik für den Opel Frontera der zweiten Bauphase von 1998 bis 2004

Während der Monterey aus dem Opel-Programm verschwand, bekam der Frontera 1998 in der Neuauflage einen stärker am Stil der SUV orientierten Auftritt. Etwas rundlichere Formen für die Karosserie, ein neuer Kühlergrill in sportlicherem Design und Anbauteile wie eine Dachreling oder Trittleisten sollten den Offroader optisch aufwerten und ihn für Kunden interessanter machen, die sich mit dem Frontera nicht unbedingt ins Gelände wagen wollten. Darüber hinaus wurden die Frontera in dieser Bauphase auch in der fünftürigen Version deutlich kompakter, da sich der Radstand um gut sieben Zentimeter verkürzte. Daneben blieben jedoch weiter die Dreitürer der Sport-Variante im Programm. Die Annäherung an die SUV machte sich auch bei der Motorisierung bemerkbar: Dem Einstiegsbenziner mit 2,2 Litern Hubraum stellte Opel einen leistungsstarken V6-Benziner mit bis zu 151 kW (205 PS) zur Seite. Als Diesel war der Opel Frontera bis zum Jahr 2004 mit einem 2,2 Liter Turbomotor mit bis zu 88 kW (120 PS) zu haben.

Der Antara wird 2006 das erste Mittelklasse-SUV im Opel-Programm

Während die Geländewagen von Opel in England oder Japan vom Band gelaufen waren, nutzte GM für die ersten Mittelklasse-SUV im Programm von Opel Know-how und Fertigungskapazitäten des südkoreanischen Partners Daewoo. In Deutschland kam das SUV unter dem Namen Opel Antara in den Verkauf und ermöglichte den Rüsselsheimern den Einstieg in die Klasse der Mid-Size-SUV. Von den Offroadern blieb der optische Unterfahrschutz erhalten, ansonsten erhielt der Antara den für seine Fahrzeugklasse typischen Auftritt mit kurzen Überhängen und wuchtigen Stoßfängern bei insgesamt kompakten Abmessungen. Opel bot sein SUV mit Allradantrieb oder Vorderradantrieb an. Als Gebrauchtwagen weckte das Opel SUV vor allem als Diesel Interesse, doch war der Antara auch als Benziner mit Opel-Ecotec-Motoren zu haben. Das Spitzenmodell erhielt in der ersten Bauphase einen V6-Motor mit maximal 167 kW (227 PS), das 2010 von einem Vierzylinder mit 123 kW (167 PS) abgelöst wurde.

Mit dem Mokka ist Opel ab 2012 in der Klasse der Kompakt-SUV präsent

Mit dem Mokka rundete Opel im Jahr 2012 sein SUV-Programm nach unten hin ab. Der Mokka trat in der Klasse der Kompakt-SUV an und wurde sein großer Bruder Antara im südkoreanischen Werk von GM-Daewoo produziert. Das Design des kleinen Opel SUV war durch extrem kurz gehaltene Überhänge, muskulöses Heck und einen prominent hervortretenden optischen Unterfahrschutz an Front und Heck charakterisiert. Mit einem Radstand von gut 2,55 Metern und einer Länge von rund 4,28 Metern legte er einen deutlichen Abstand zwischen sich und den Antara, der etwa dreißig Zentimeter mehr auf dem Maßband anzeigte. Entsprechend der kleineren Abmessungen und des geringeren Gewichts verbaute der Hersteller im Mokka kleinere Motoren seiner Ecoflex-Reihe. Im Opel SUV kamen 1,4 und 1,6 Liter Benziner in den Leistungsstufen von 85 kW (116 PS) und 103 kW (140 PS) zum Einsatz. Als Diesel gab es das Kompakt-SUV Opels in einer Turboversion mit CDTI-Motor und 96 kW (130 PS). Für die Selbstzünder und großen Benziner stand auch ein Allradantrieb im Programm.