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Pagani

Wer von Pagani spricht, denkt dabei an zwei ganz besonders edle Sportwagen: den Pagani Zonda C12 und den Pagani Huavra – und damit ist auch schon das gesamte Fahrzeug-Portfolio des norditalienischen Kleinserienherstellers genannt, denn seit der Gründung im Jahr 1992 existieren bis heute nur diese beiden Sportwagenmodelle. Bei so viel Arbeit am Detail und Preisen zwischen einer knappen Million bis teilweise mehr als zwei Millionen Euro verwundert es nicht, dass die stets auf wenige Exemplare limitierten Supersportwagen ein besonderes Ansehen genießen. Gegenüber ihren Konkurrenten aus dem Hause Ferrari oder Lamborghini gelten die Pagani-Modelle als noch edler und hochwertiger. Der Vergleich hat seinen Grund, denn die Wurzeln von Pagani führen genau zu diesen beiden italienischen Herstellern zurück:

Es war sogar ein ehemaliger Mitarbeiter sowohl von Ferrari als auch von Lamborghini, der die Firma Pagani Automobili S.p.A. gründete: Der Argentinier Horacio Pagani hatte dort vor allem als Spezialist für die Carbon-Verarbeitung gearbeitet und genug Wissen und Eifer gesammelt, um seine eigenen Modelle herstellen zu wollen. Den Grundstein dazu legte er bereits 1988 mit der Gründung der „Pagani Composite Research“, seiner ersten eigenen Firma für Forschungen zu Verbundwerkstoffen. Hier arbeitete er über mehrere Projekte, wie etwa den LM002 oder den Diablo, eng mit Lamborghini zusammen. Ende der 80er Jahre fing Pagani mit den ersten Entwürfen zu seinem eigenen Auto an, das er damals noch als „C8 Project“ bezeichnete. Wegen den steigenden Nachfragen zu seinen fabelhaften Leistungen als Designer und Ingenieur firmierte er 1991 um in „Modena Design“. 1992 ließ sich Pagani schließlich als Kleinserienhersteller in San Cesario sul Panaro in der Nähe vom norditalienischen Modena nieder – zur Orientierung: Ferrari hat seinen Sitz im 18 km weiter gelegenen Maranello und Lamborghini im 20 km entfernten Sant’Agata Bolognese.

Damit war also die bis heute bestehende Pagani Automobili S.p.A. gegründet. Bis zur Veröffentlichung und Serienfertigung des ersten Modells Pagani Zonda C12 dauerte es noch bis 1999. Der Begriff „Serie“ hat im Zusammenhang mit Pagani allerdings eine ganz andere Bedeutung, als etwa bei BMW oder Audi: Pagani-Supersportwagen werden allesamt in Handarbeit gefertigt. Da die Herstellung nur eines Fahrzeugs allein schon einen Monat dauert, liegen die Fertigungszahlen bei durchschnittlich 17 Fahrzeugen pro Jahr und mit Ausnahme der C12-Grundversion bei nicht mehr als 15 bis 25 Stück pro Serie, wie in der folgenden Tabelle ersichtlich:

Modell Baujahr Exemplare Leistung
Zonda C12 1999 ca. 50 290 kW (394 PS)
Zonda C12 S 2000 15 404 kW (550 PS)
Zonda C12 S 7.3 2002 25 408 kW (555 PS)
Zonda C12 F 2005 15 443 kW (602 PS), 478 kW (650 PS)
Zonda Cinque 2008 5+5 498 kW (678 PS)
Zonda Uno 2010 1 498 kW (678 PS)
Zonda Tricolore 2010 3 492 kW (670 PS)
Huayra 2011 15 537 kW (730 PS)
Huayra BC 2012 15 588 kW (800 PS)
Zonda Revolucion 2013 5 588 kW (800 PS)

Ein anderer Grund für die Limitierung ist, dass Pagani von den Mercedes-Benz-AMG V12-Motoren des Typs M 297 laut Vertrag nur maximal 100 Stück für den Zonda verwenden darf. Beim zweiten Modell Pagani Huavra kommt hingegen eine modifizierte Variante des Motors M 275 zum Einsatz, der mit extra für den Huavra vergrößertem Hubraum die eigene Bezeichnung M 158 bei Mercedes-Benz erhielt.

Der erste Pagani Zonda C12

An der Entwicklung des Pagani Zonda C12 ab 1992 war ein guter Freund von Pagani beteiligt: der fünffache argentinische Formel-1-Gewinner Juan Manuel Fangio. Zusammen schuf man ein zweisitziges Coupé mit Mittelmotor, dessen Karosserie entsprechend der Erfahrungen von Horacio Pagani als Carbon-Spezialist vor allem aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) bestand. Ab 1994 ersetzte der V12-Motor M 297 von Mercedes-Benz den bisherigen Achtzylinder. Die ersten Testergebnisse, insbesondere im Windtunnel Dallara, zeigten sich vielversprechend, so dass der Rennwagen Fangio zu Ehren ursprünglich den Namen Pagani Fangio F1 bekommen sollte. Nach dessen tragischen Tod im Jahr 1995 entschloss sich Pagani jedoch, das Fahrzeug nach dem argentinischen Föhnwind Zonda zu benennen – erst beim Zonda C12 F zehn Jahre später findet sich das Kürzel für Fangio wieder.

1999 folgte endlich die erste Präsentation des Zonda C12 auf der Geneva Motor Show und kurz darauf brachte Pagani den Sportwagen mit einem Grundpreis von 600.000 Euro auf den Markt. Bis heute wurden insgesamt rund 130 Exemplare des Pagani Zonda gebaut und verkauft – die verschiedenen Varianten mitgerechnet:

Die verschiedenen Varianten des Pagani Zonda C12

Schon ein Jahr nach Auslieferungsbeginn des Zonda C12, gesellte sich die erste modifizierte Version hinzu: Der Zonda C12 S hatte einen von sechs auf sieben Liter aufgebohrten Hubraum und leistete statt der 290 kW (394 PS) bereits 404 kW (550 PS). Außerdem konnte die Aerodynamik weiter verbessert werden. Beim Zonda C12 S 7.3 ab 2002, der auch als Roadster erhältlich war, wurde der Hubraum dem Namen nach nochmals auf 7.293 ccm vergrößert. Die Leistung von 408 kW (555 PS) übertraf ab 2005 dann nur noch der bereits erwähnte Zonda C12 F mit 443 kW (602 PS) bzw. als Roadster, genannt „Clubsportsversion“, mit 478 kW (650 PS).

Nach dem C12 F folgten nur noch Sondermodelle des Zonda, beginnend mit dem Zonda Cinque ab 2008, der fünf Mal als Coupé und als Roadster das Pagani-Werk verließ. Das Modell teilt sich die 7,3-Liter-V12-Motorisierung zu 498 kW (678 PS) mit der Einzelanfertigung Zonda Uno, der 2010 von einem Mitglied der katarischen Königsfamilie bestellt worden war, jedoch bereits 2011 wieder für 2,2 Millionen Euro zum Verkauf stand. Der 2013 erschienene Zonda Revolucion gilt als die finale Version der Zonda-Reihe. Im Trend des Downsizings bringt es der AMG-BiTurbo-V12 hier mit nur sechs Litern Hubraum bereits auf 588 kW (800 PS). Außerdem konnte das Fahrzeuggewicht durch den weiter erhöhten Anteil an CFK in der Karosserie und dem Einsatz von Titan-Elementen um rund 150 kg auf 1.070 kg gesenkt werden, so dass der Revolucion alles in allem nur 2,7 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigt.

Der Pagani Huavra

Doch der Nachfolger der Zonda-Reihe stand schon vor der Produktion des Revolucion fest: Der Pagani Huavra BC greift bereits seit 2012 auf die letztgenannte Motorisierung zurück, die im Übrigen auch im Mercedes-Benz SL 65 zu finden ist. Auf den Markt kam das Modell aber schon 2011, da leistete der M 158 „noch“ 537 kW (730 PS), die 1.000 Nm Drehmoment schlummerten aber allemal schon unter der Haube. Wer heute auf die Idee kommt, sich einen Pagani Huavra zuzulegen und die 892.000 Euro ohne Steuern auf der Seite hat, wird dennoch ein paar Jahre auf den Supersportwagen warten müssen: Mehr als 100 der insgesamt 250 geplanten Exemplare sind bereits vorbestellt, aber erst etwas mehr als ein Dutzend gebaut. Dennoch steht schon die nächste Variante des Huavra kurz vor dem Produktionsbeginn: Ganz klar, zum Coupé muss einfach noch ein Spider.

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