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Trabant Rallye

Stärken

  • Gilt als sehr robust

  • Günstige Ersatzteile

  • Aufgrund der Überrollbügel recht sicher

Schwächen

  • geringes Fahrzeugangebot

  • Motor läuft im Leerlauf unrund

  • Eingeschränkte Alltagstauglichkeit

Trabant Rallye: Vergessener Rallyewagen aus der DDR

Die ersten Gehversuche mit einem Trabant Rallye wurden mit zwei Fahrzeugen bereits 1957 eingeleitet, auch wenn die Sportabteilung erst 1960 gegründet wurde. Aufgrund der Erfolge wurde auf Basis des Trabant P 601 eine Rallye-Version gebaut, die 1986 als leistungsgesteigerte Version 800 RS an den Start ging. Weiterlesen

Interessiert am Trabant Rallye

Aktuelle Testberichte

Gute Gründe

  • Die Automatik schaltet angenehm und weich.
  • Die Motoren sind äußerst robust und kräftig.
  • Bietet eine hohe Anhängelast.
  • Besitzt ein geländegängiges Fahrwerk.
  • Hat ein interessantes Karosseriedesign.

Daten

Motorisierung

Der Zweitaktmotor des Trabant P 601 besaß eine Drehschiebesteuerung, durch die der Kolben besser befüllt wurde. Dadurch erzeugte der Zweitakter ein im Vergleich zu gleichwertigen Viertakt-Saugmotoren sehr hohes Drehmoment. Auf dieser Basis konnte dann ein entsprechender Rallye-Motor konstruiert werden.

In der folgenden Übersicht werden die wichtigsten Daten und Fakten des Trabant Rallye und des Trabant P601 S vorgestellt:

Modelle Trabant Rallye und Trabant P 601 S
Getriebe 4 Gang Schaltgetriebe (Rallye); 4 Gang Schaltgetriebe (601 S); 5 Gang Schaltgetriebe (Rallye)
Hubraum 0,6 Liter bis 0,7 Liter
Leistung in PS 46 bis 65 PS; 23 bis 26 PS
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h 13,2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 160 bis 165 km/h
Leergewicht in kg 600 bis 615 Kilogramm
Kraftstoffverbrauch je 100 km 8,0 Liter bis 11,0 Liter
CO₂-Ausstoß nach WLTP 236 g/km; 260 g/km; 189 g/km; 212 g/km

Zu Beginn wurde der 46 PS starke Trabant Rallye mit einem Viergang-Schaltgetriebe verbunden, das passend auf den spritzigen Motor vom Sachsenwerk aus Zwickau abgestimmt wurde. Im Vergleich zum normalen Trabant wurde auch der Hubraum von 0,6 Liter auf 0,7 Liter gesteigert. Mit dieser Leistung kann die 600 Kilogramm schwere Rennpappe auf Tempo 160 km/h beschleunigt werden. Hierzu noch ein kurzer Exkurs zum Wort Rennpappe, denn dieses entstand bei der Allgemeinheit aufgrund der Fertigungstechnik von Duroplast. Hierbei werden Abfälle aus der Produktion von synthetischen Fasern mit Kunstharz getränkt, die im Anschluss aushärten. Für die Formgebung wurden die Fasern in Schablonen aus Pappe gepresst und anschließend getränkt.

Ab 1986 wurde der Motor noch einmal angepasst und die Leistung somit auf 65 PS gehoben, wodurch die Höchstgeschwindigkeit auf 165 km/h gesteigert werden konnte. Darüber hinaus wurde in dieser Version ein modernes Fünfgang-Schaltgetriebe verbaut, das besser zum quirligen Motor passt.

Abmessung

Beim Trabant Rallye handelt es sich um ein Fahrzeug, das rein auf den Motorsport ausgelegt wurde. Als ein solches Auto, besitzt der Trabant selbstverständlich keine Rücksitzbank und die Duroplast-Bauteile wurden noch einmal schmaler, um den Leichtbau zu unterstützen.

Der 3,55 Meter lange, 1,51 Meter breite und 1,43 Meter hohe Trabi bietet daher Platz für zwei Personen, die nicht größer als 1,90 Meter sein sollten. Der Trabant besitzt ein Kofferraumvolumen zwischen 460 Liter und 1.400 Liter, das im Rallye-Einsatz allerdings nicht zum Tragen kommt. Dank des Frontantriebs hat der Trabant einen Wendekreis von gerade einmal zehn Metern, wodurch das Auto sehr agil ist.

Varianten

Der Trabi Rallye ist ein eigenes Sondermodell innerhalb der Trabi-Produktion aus Zwickau. Das Sportmodell wurde hierbei einem konsequenten Leichtbau unterzogen, was die praktischen Qualitäten des Trabis allerdings deutlich einschränkt. Darüber hinaus besitzt die Sportversion einen größeren Tank, um der gestiegenen Leistung mehr Spielraum zu geben.

Andere Versionen des DDR Trabant P 601 sind neben der Limousine auch ein Kombi, der für einen Kleinwagen ein beachtliches Kofferraumvolumen von über 1.400 Litern besitzt. Zudem gibt es auch noch ein spezielles Modell, das für die NVA entwickelt wurde und eine gute Geländegängigkeit besitzt.

Preis

Die Rallye-Version des Trabant gibt es selbstverständlich nicht mehr neu zu kaufen, da die Produktion 1988 eingestellt wurde. Aufgrund der Seltenheit und des Einsatzes im Rallyesport gibt es zudem auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt nur wenige Modelle, wobei hier die Preise bei etwa 3.000 Euro beginnen.

Ein Trabant Rallye profitiert allerdings von der H-Zulassung, sodass im Jahr gerade einmal 191,73 Euro Kfz-Steuer fällig werden. Darüber hinaus überzeugt der Trabant auch durch geringe Versicherungsbeiträge, denn die Kfz-Haftpflichtversicherung kostet bei einer Fahrleistung von 10.000 Kilometern im Jahr und 51 Prozent gerade einmal 156 Euro. Die Vollkaskoversicherung bei 47 Prozent kostet im Jahr ebenfalls nochmal 132 Euro.

Design

Exterieur

Die Rallye-Version besitzt ein ähnliches Erscheinungsbild, welches auch schon in der normalen Version zur Anwendung kam. Allerdings wurde die Rallye-Version um dreißig Millimeter tiefer gelegt und auch die Abgasanlage für den Rallyesport optimiert.

Die rundlichen Streuglasscheinwerfer besitzen Halogentechnik und gibt es sowohl in einer weißen als auch gelben Ausführung. Im Vergleich zur normalen Version steht der Trabant Rallye auf 14-Zoll-Stahlfelgen und die Farbpalette besteht aus den Farben Orange, Grün, Gelb und Weiß.

Interieur

Auch der Innenraum des Trabant Rallye blieb nicht von Optimierungen verschont und besteht entsprechend aus zwei Sportsitzen, die einen sehr guten Seitenhalt bieten. Darüber hinaus wurde die Rückbank entfernt und im Gegenzug ein Überrollbügel eingebaut. Dekor und auch Dämmung wurden ebenfalls entfernt, da dies bei einem Rallyefahrzeug nicht notwendig ist.

Ein Radio gibt es ebenfalls nicht, stattdessen gibt es noch mehrere Instrumente für den Öldruck beziehungsweise die Öltemperatur. Das Armaturenbrett ist ansonsten schlicht gehalten, wobei es keine scharfen Kanten gibt.

Sicherheit

Obwohl ein Rallyewagen auf Leichtbau setzt, darf selbstverständlich auch die Sicherheit nicht außer Acht gelassen werden. Darum wurde beim Trabant Rallye ein Überrollbügel eingebaut, wodurch sich die Karosserie im Falle eines Überschlags nicht stark verformt. Ansonsten besitzt der Trabant eine direkte Zahnradlenkung, weshalb Lenkbefehle direkt umgesetzt werden. Airbags oder auch Assistenzsysteme gibt es nicht.

Alternativen

Beim Trabant Rallye handelt sich um ein recht einzigartiges Auto, das zudem auch noch recht selten ist. Eine Alternative zu diesem wäre der Lancia Delta Integrale, der ebenfalls von 1986 bis einschließlich 1994 gebaut wurde. Die Rallye-Versionen besitzen dabei unterschiedliche Motoren, die zwischen 131 PS und 193 PS leisten und zudem auch ein Sperrdifferenzial und Allradantrieb haben. Gebraucht kostet ein solcher Lancia Delta etwa 35.000 Euro.

Eine weitere Alternative zum Trabant Rallye könnte der Opel Kadett C Rallye sein, der von 1973 bis 1979 gebaut wurde. Im Rallye-Modell wurde dabei ein Motor mit 2,0 Liter Hubraum verbaut, der etwa 110 PS leistet. Ausgerüstet wurde das Modell entweder mit einem Viergang- oder sogar Fünfgang-Schaltgetriebe, wobei die Höchstgeschwindigkeit mit 189 km/h angegeben wird. Gebraucht kostet ein solcher Opel Kadett C Rallye etwa 17.000 Euro.

FAQ

Wie viel kostet ein Trabant Rallye?
Ein Trabant Rallye kostet gebraucht etwa 3.000 Euro.
Wann wurde der Trabant Rallye produziert?
Der Trabant Rallye wurde von 1960 bis einschließlich 1988 gebaut.
Gibt es den Trabant Rallye heute noch zu kaufen?
Der Trabant Rallye kann aufgrund seiner Seltenheit nur noch gebraucht erworben werden.
Wie viel PS hat ein Trabant Rallye?
Die Motoren des Trabant Rallye leisten zwischen 46 PS und 65 PS.

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