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Trabant Rallye

Der Trabant Rallye und der Doppelsieg in Monte Carlo

"Rennpappe", das war eines der Koseworte, mit denen der Trabant P601 von den Eigentümern liebevoll betitelt wurde. Was für einen normalen Trabi natürlich eher unzutreffend war, das gab es aber tatsächlich - den Trabant Rallye. Fünfmal nahmen Fahrzeuge aus Zwickau zwischen 1968 und 1973 an der berühmtesten Rallye der Welt teil. Und einmal - 1970 - reichte es zum Doppelsieg in der Klasse bis 850 ccm. Mit einem Serien-Trabant wäre das natürlich nicht möglich gewesen. Der Trabant Rallye war von 26 auf 46 PS getunt. Der Motor mit 600 Kubikzentimeter verbrauchte 22 bis 24 Liter Gemisch auf 100 km, besonders wenn der Trabi die Berge hinaufheulte.

Reduziertes Leergewicht und Zusatztanks

Serienmäßig hatte der Trabi ja einen schmächtigen Tank, der bei diesen Verbrauchswerten kaum für eine komplette Renn-Etappe gereicht hätte. So bauten sich die Fahrer bis zu zwei zusätzliche Behälter ein - ein großes Risiko bei der vorgegebenen Bauweise des Trabant und der verwendeten Materialien wie Kunstharz und Textilfasern für die Formteile der Karosserie. Damit der Trabant Rallye überhaupt mit den Fahrzeugen der anderen Teilnehmer konkurrieren konnte, wurde er von allen Ausstattungsdetails befreit, die für die Funktion nicht erforderlich waren. So konnte das Gewicht auf 600 kg als Startgewicht reduziert werden, einschließlich der zusätzlichen Kraftstoffbehälter.

Ein Überrollbügel rettet ein Leben

Der Rallye-Sport gehört zu den wirklich gefährlichen Sportarten. Mit einem Trabant auf die Strecke zu gehen, kann dabei nur als zusätzliches Risiko gesehen werden. Irgendwann musste es passieren, glücklicherweise ohne tragischen Ausgang. Bei der Akropolis-Rallye 1977 trug es den Privat-Fahrer in einer tückischen Kurve aus der Bahn - der Trabant Rallye stürzte einen Abhang hinunter und überschlug sich mehrfach. Der Fahrer überlebte mit einer leichteren Verletzung dank dem eingebauten Überrollbügel. Der Trabi erwies sich im Rallye-Sport als sehr robust. Modifikationen am Fahrwerk und den Bremsen verbesserten die Straßenlage und das Bremsverhalten. Schwierigkeiten machten dagegen Komponenten, die sich nicht so leicht austauschen ließen, etwa die Nadellager der Kurbelwelle, die öfter mal ausgetauscht werden mussten. Und weil das Werksteam klein war und nur über zwei Service-Fahrzeuge verfügte, mussten Fahrer und Beifahrer fit sein für die schnelle Problembehebung. 1973 entschied dann die Regierung der DDR, dass keine Devisen mehr für die teure Teilnahme an der Rallye Monte Carlo bereitgestellt werden dürfen. Damit war dieses Kapitel für die Fahrer und den Trabi beendet. Die Rennsportabteilung bei Sachsenring in Zwickau existierte jedoch bis 1989 weiter und der Trabi wird selbst heute noch im Rennsport gefahren.