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Zastava

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Zastava

Informationen zu Zastava

Die Zastava Automobili AD ist ein serbischer Automobilfabrikant mit Sitz in Kragujevac. „Zastava“ heißt übersetzt „Flagge“ und stammt noch vom ursprünglichen Firmennamen Crvena Zastava, was „Rote Flagge“ bedeutet. Die Automobilsparte wurde 1953 gegründet und startete ab 1955 mit der Produktion der ersten Fahrzeuge. Bis dahin war das Unternehmen schon hundert Jahre lang (1853) als Hersteller von Waffen tätig und stellt bis heute unter dem Namen Zastava Oružje AD Pistolen und Sturmgewehre für die serbischen Streitkräfte her.

Fiat-Lizenzfahrzeuge von Zastava

Der Start in den Automobilsektor war gleich zu Beginn mit Erfolg gekrönt, den Zastava weitestgehend seiner Zusammenarbeit mit der italienischen Stammmarke Fiat (seit Ende 2014 Fiat Chrysler Automobiles N.V. genannt) verdankt. Im Grunde könnte man Zastava auch als Fiat-Tochter sehen, denn die Serben stellten fast ausschließlich Lizenzprodukte für den Konzern her. Einzige Ausnahme war der Zastava Yugo, der zwar auch einer Fiat-Plattform entstammt, jedoch in weiten Teilen eine Eigenentwicklung von Zastava ist. Mittlerweile ist Fiat tatsächlich auch Anteilseigner: Ende 2008 unterzeichneten die Italiener einen Joint-Venture-Vertrag, mit dem sie zwei Drittel des Zastava-Werks übernahmen. Für die Modernisierung der Fabrikanlagen investierten sie fast eine Milliarde Euro. Insgesamt hat Zastava bis heute mehr als 4.100.000 Fahrzeuge produziert, von denen etwa 650.000 in 76 Länder exportiert wurden.

Aus Fiat 600 wird Zastava 600

Angefangen hatte alles mit dem Fiat 600: Der darauf basierende, erste Zastava 600 BN kam schon im Oktober 1955 auf den Markt – also fast zeitgleich mit dem originalen Fiat 600 – und wurde rund 12.000 Mal gebaut. Der Nachfolger Zastava 600 D schaffte es mit 34.000 Fahrzeugen bis 1963 fast auf die dreifache Stückzahl. Danach wurde die Bezeichnung dem Motor entsprechend in Zastava 750 geändert: Mehr als 840.000 Modelle dieses Typs verließen bis zum September 1982 in acht verschiedenen Ausführungen das Werk in Kragujevac. Schon vor Produktionsende des 750er-Modells begann die Einführung des Zastava 850 Standard und Special, der nun mit einem 850 ccm großen Motor ausgestattet war, aber ansonsten immer noch die Basis des Fiat 600 fortführte – die Produktion des 750er und 850er-Modells endete etwa zeitgleich im Jahr 1985. Bis Mitte der 80er Jahre wurden in Kragujevac verschiedene Versionen gebaut und einige der "Fico", wie der Wagen in seiner Heimat genannt wird (Verniedlichungsform von „Fiat“), sind noch heute im täglichen Einsatz. Somit ist der Zastava sogar das langlebigste Modell gegenüber allen anderen Fiat 600 Ablegern, wie dem Seat 770, dem NSU Fiat Jagst und selbst gegenüber dem originalen Fiat-Modell.

Kompakt- und Mittelklasse-Fiat-Modelle von Zastava

Parallel zum Fiat/Zastava 600 wurde von 1961 bis 1967 der Zastava 1300 entsprechend dem Vorbild Fiat 1300 produziert, eine Mittelklasse-Limousine, die auch als Kombi verfügbar war. Ein Jahr nach deren Produktionsende lief der Lizenznachbau des Fiat 128 an. Hier mögen die serbischen Modellbezeichnungen im Zuge der mehrfachen Umbenennungen möglicherweise verwirrend klingen: Zu Beginn hieß das Kompaktklassemodell in Stufenheckausführung noch Zastava 128 und glich in seiner Karosserieform exakt dem Fiat 128. Die zwei Jahre später zusätzlich eingeführte Schrägheckvariante nannte sich Zastava 101. Außerdem tauchte hier bereits zum ersten Mal der Name Yugo auf, bevor dieser vom „eigentlichen“ Yugo übernommen wurde. Die Varianten waren durch die Zahlen am Namen erkennbar: So stand bei den Modellen Yugo 311, 411 und 511 die erste Ziffer für die Anzahl der Türen, die letzten beiden gaben den Hubraum des Vierzylinder-Benziners geteilt durch 10 an – so stand Yugo 513 beispielsweise für die fünftürige Schrägheckvariante mit 1,3 Litern Hubraum. Als der „eigentliche“ Yugo auf den Markt kam, wurden die Modelle in Zastava Skala mit der nachfolgenden PS-Zahl umbenannt. Die Schrägheckvariante (101) des Skala war die deutlich erfolgreichere und wurde sage und schreibe 37 Jahre lang produziert – allerdings zu grundsätzlich schlechterer Qualität und mit weniger Ausstattung im Vergleich zum Fiat 128, so dass die ursprünglich geplante Produktionsverlagerung des Fiat 128 nach Kragujevac wieder verworfen wurde. Alles in allem liefen annähernd 1,3 Millionen Zastava Skala vom Band.

Der Zastava Yugo und Yugo Florida

Ab 1981 war es endlich soweit für den ersten „echten“ Yugo, der mit 33 kW als Yugo 45 vermarktet wurde, später folgten die beiden stärkeren Motorisierungen mit 40 kW als Yugo 55 und mit 44 kW als Yugo 60. „Yugo“ steht im Übrigen stellvertretend für das ehemalige Jugoslawien – nicht zuletzt ruhte auf diesem Modell seinerzeit die gesamte Hoffnung der jugoslawischen Automobilindustrie, so dass durch dessen Erfolg im Jahr 1987 der Yugo Florida ins Leben gerufen wurde. Der ursprüngliche Yugo wurde in Yugo Koral umbenannt und durch die Versionen Yugo Ciao und Yugo Cabrio ergänzt – ab diesem Zeitpunkt entfiel auch die Bezeichnung Zastava. Technisch übernahmen beide Modelle einige Konzepte des Fiat 127, jedoch ist der Yugo Florida mit fünf Türen und statt Steilheck mit Schrägheck ausgestattet. Der Yugo erlangte einen gewissen Kultstatus, dem er wohl auch seinem Einsatz in diversen Filmen verdankt, wie etwa „Schlappe Bullen beißen nicht“, „The Crow“ oder „Stirb langsam – jetzt erst recht“. Die Produktion der Yugo-Modelle endete erst im Jahr 2008, seitdem existiert wegen der Sanktionen und der NATO-Luftangriffe auf Serbien nebst der Lieferwagen bis dato nur noch ein einziges Pkw-Modell von Zastava auf dem Markt:

Aus Fiat Punto wird Zastava 10 – bis heute

Im Jahr 2005 fiel die Entscheidung für ein weiteres Lizenz-Abkommen mit Fiat, so dass seit 2006 der Fiat Punto II (Typ 188) leicht modifiziert als Zastava 10 gefertigt und verkauft wird – und zwar ungeachtet der im gleichen Jahr veröffentlichten dritten Fiat Punto Generation (Typ 199). Der Preis des Zastava 10 beginnt bei 8.000 Euro, was unter anderem durch den Einsatz von nur einer Motorisierung möglich ist: Das Modell ist ausschließlich mit einem 1,2-Liter-Vierzylinder-Ottomotor zu haben, der maximal 44 kW (60 PS) leistet. Jährlich laufen rund 15.000 Zastava 10 vom Band. Seit 2012 findet außerdem die Produktion des Fiat 500L für den internationalen Markt in Kragujevac statt.

Nutzfahrzeuge von Zastava

Zu erwähnen sind die ebenfalls in Lizenz hergestellten Lkw von Zastava, zu denen etwa der Zeta, TurboZeta und EuroZeta der 90er Jahre zählten. Eine Größenordnung niedriger siedelten sich Lieferwagen-Modelle wie der Zastava 1100 TF, 850 AK und 900 AK entsprechend der gleichnamigen Fiat-Vorbilder an. Seit 2011 läuft außerdem der Fiat Ducato in Lizenzfertigung bei Zastava in Kragujevac vom Band.