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Zastava Yugo

Zastava Yugo - der Underdog vom Balkan

Der 1953 im serbischen Kragujevac gegründete Automobilhersteller Zastava war im ehemaligen Ostblock lange eine feste Größe. Auch nach dem Ende Jugoslawiens konnte sich Zastava noch lange an den internationalen Märkten behaupten. Eine wichtige Rolle für das serbische Werk spielte immer die Lizenzfertigung von Fiat-Modellen. So begann Ende der 1950er Jahre die Produktion von kompletten Autos in Kragujevac mit der Herstellung des Fiats 128 in Lizenz. Zuerst fertigten die Jugoslawen eine Fließheckversion, später kam eine Variante mit Stufenheck hinzu. Dieses auch als "Stojadin" bekannte Modell wurde in kleinen Stückzahlen auch nach Westdeutschland ausgeführt. Weitere von Zastava gefertigte Pkw waren Lizenz-Nachbauten des Fiats 1300/1500, auch bekannt als "jugoslawischer Mercedes", und der Zastava 600, genannt Fica ("kleiner Fiat"), ein Nachbau des Fiats 600. Dieses Modell wurde über die Jahre immer weiter verbessert und mit schönerer Innenausstattung und stärkeren Motoren versehen.

Erster eigener Kleinwagen ab 1981

Mit dem Zastava Yugo (Yugo 45) führte Zastava 1981 das erste eigene Modell ein. Auch dieses Auto wurde nicht von Grund auf selbst entwickelt, sondern basierte auf dem schon 1971 vorgestellten Fiat 127. Die Markenbezeichnung "Yugo" im Modellnamen stand für Jugoslawien, die Zahl "45" für die PS-Zahl. Bekannt wurde der Zastava Yugo meist einfach unter der Bezeichnung "Yugo". Der Zastava Yugo wurde das Erfolgsmodell des jugoslawischen Werks. Es gab eine Produktionskapazität von rund 200.000 Stück im Jahr. Es wurden etwa 650.000 Autos in 76 Länder exportiert. Am erstaunlichsten war vermutlich der erfolgreiche Export in die USA, dort sollen 145.511 Fahrzeuge eingeführt worden sein. Durch den sehr niedrigen Preis von 3.990 Dollar wurde der Zastava Yugo dort gut verkauft. Der billige Kleinwagen vom Balkan hatte allerdings nicht den besten Ruf, was Qualität und Zuverlässigkeit anging.

Außenseitererfolg in den USA

Dennoch, oder vielleicht auch deswegen, hatte der Zastava Yugo in den USA einen gewissen Kultwert. So wurde gerne der Name Yugo in Witzen als "You go" persifliert im Sinn von "der Wagen soll laufen - aber tut es nicht". In der Komödie "Schlappe Bullen beißen nicht" demolieren Dan Aykroyd und Tom Hanks in ihrer Rolle als Polizisten so oft ihre Dienstwagen, bis sie schließlich zu einem Zastava Yugo als neuen Dienstwagen degradiert werden. Die lange, wenn auch nur bedingt ruhmreiche Laufbahn des Kleinwagens Zastava Yugo endet 1999 allerdings auf unschöne Weise. Zuerst machte ein durch den Serbienkonflikt bedingtes Handelsembargo den Export weitgehend zunichte. Dann wurde am 9. April 1999 das Werk durch einen NATO-Angriff zerstört. Später konnte Zastava die Produktion nur noch in stark verkleinertem Umfang wieder aufnehmen. Der letzte "Yugo" wurde am 20. November 2008 gebaut.