Grüne Umweltplakette - Kriterien laut Feinstaubverordnung

Wir informieren über die grüne Umweltplakette und die Kriterien der Feinstaubverordnung: Wofür braucht es die grüne Plakette und welche Fahrzeuge bekommen sie?

Sie gehören zu den Glücklichen, die auf dem Land leben und niemals in die Stadt fahren? Dann werden Sie sich für die Vorschriften bezüglich der Feinstaubplakette kaum interessieren. Aber denken Sie an das Filmzitat: "Sag niemals nie!" Irgendwann werden auch Sie in eine Stadt fahren, in der die grüne Umweltplakette Vorschrift ist.

Das steht in der Feinstaubverordnung

  • Die Feinstaubverordnung wurde im Jahr 2007 erlassen und bevollmächtigt Gemeinden und Städte, stark befahrene Zonen als Umweltzone zu definieren. Durch die individuelle Festlegung der Zonen entsteht dann die Vorschrift, welches Auto mit welcher Plakette diese Zonen befahren darf.
  • Des Weiteren dürfen die Gemeinden auch ein komplettes Fahrverbot erlassen. Alle Umweltzonen müssen mit einem besonderen Verkehrszeichen ausgeschildert werden. Zusätzlich gibt es ein Schild, auf dem die freigegebenen Umweltplaketten farblich markiert sind. So kann jeder Autofahrer sofort erkennen, ob er die Zone befahren darf oder nicht.
  • Fährt ein Auto ohne Berechtigung in diese Zonen hinein, können Bußgelder verhängt werden. Gleiches gilt auch, wenn das Auto zwar die Kriterien der Feinstaubverordnung erfüllt, der Halter aber keine Plakette angebracht hat.

Das bedeuten die einzelnen Farben der Umweltplaketten

  • Ähnlich einer Ampel wurden die Farben der Umweltplaketten ausgewählt: Es gibt sie in rot, gelb und grün. Den Farben wurden verschiedene Feinstaubmengen zugewiesen, die ein Auto ausstoßen darf.
  • Autos mit einer grünen Plakette können auch in extrem belastete Städte oder Bezirke fahren, während Autos mit einem roten Aufkleber diese nicht mehr befahren dürfen. Die gelb gekennzeichneten Fahrzeuge liegen in der Mitte und können meist noch die Randgebiete der jeweiligen Stadt anfahren.
  • Anhand der Plaketten soll die Belastung in Gebieten mit hohem Verkehrsaufkommen reduziert werden. Es geht hierbei aber lediglich um den Feinstaub, nicht um den Ausstoß von CO2.

Unter diesen Voraussetzungen erhalten Sie die grüne Plakette

  • Welches Auto nun welche Plakette erhält, hängt von der Schadstoffklasse ab, in die das Auto eingeteilt ist. Hinter jeder Klasse steht ein bestimmter Belastungswert. Und nur, wenn das Auto diesen Belastungswert nicht überschreitet, dann kann die Plakette zugeteilt werden.
  • Diese Einteilung wurde in der Feinstaubverordnung festgelegt und kann bei jeder KFZ-Zulassungsstelle erfragt werden. Wichtig sind die Schlüsselnummern, die Sie sowohl in den alten Fahrzeugbriefen als auch in den neuen Zulassungsbescheinigungen finden. Fragen Sie beim Landratsamt nach, ob Ihr Auto die grüne Umweltplakette erhält. Hierfür benötigen Sie Ihre Fahrzeugpapiere, da die Verschlüsselung bei beiden Papieren unterschiedlich ist.
  • Eine Orientierung anhand der Schlüsselnummern ist sehr kompliziert. Die Einteilung nach den europäischen Schadstoffgruppen stellt hier eine gute Alternative dar. Erfüllt Ihr Auto die Abgasnorm Euro 5 oder 6, dann erhalten Sie immer die grüne Plakette. Aber auch bei Euro 3, Euro 4 oder D4 haben Sie gute Chancen, diese Plakette zu bekommen.
  • Die Kriterien, die hinter den einzelnen Abgasnormen stehen, können leider nicht eingesehen werden. Möchten Sie Ihr Auto auf eine dieser Gruppen umrüsten lassen, wenden Sie sich an eine Werkstatt ihres Vertrauens. Das Umrüsten auf die grüne Plakette kann sich durchaus lohnen, denn fahren Sie mit falscher oder fehlender Plakette in eine Umweltzone, kostet das 80 Euro Bußgeld.

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