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Fokus: Verkauf
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Auto stilllegen oder abmelden: Alles über Unterlagen, Ablauf und Kosten

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Um ein Auto abmelden oder stilllegen zu können, werden einige wichtige Unterlagen benötigt. Zudem gibt es verschiedene Wege, den Prozess der Abmeldung zu vollziehen. Alles, was du als Autobesitzer wissen musst, in unserem großen Ratgeber.

Was brauche ich, um mein Auto abzumelden?

Zunächst einmal sollten alle wichtigen Dokumente und Unterlagen zur Hand sein, wenn ein Auto abgemeldet werden soll, dazu gehören:

  • der Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1)
  • der Personalausweis oder alternativ ein Reisepass inklusive Meldebescheinigung
  • der Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil 2) und
  • die Nummernschilder des Autos

Formal gesehen sind die Abmeldung und die vorübergehende Stilllegung eines Autos das Gleiche. In beiden Fällen ist es nicht ausgeschlossen, dass das jeweilige Fahrzeug zukünftig wieder am Straßenverkehr teilnimmt. Bei einer Abmeldung des Kfz ist es aber deutlich wahrscheinlicher Fall, dass es in naher Zukunft wieder am Verkehr teilnimmt, zum Beispiel weil es verkauft wird. In der Regel kostet die Abmeldung eines Kfz etwa acht bis zehn Euro.

Gut zu wissen

Wer sein Auto vor dem 1. Oktober 2005 abgemeldet hat, hat auch eine sogenannte gesonderte Abmeldebescheinigung erhalten. Wenn er das Fahrzeug dann irgendwann wieder anmelden will, muss er diese vorlegen.

Anders verhält es sich bei der Verschrottung des Autos, auch Außerbetriebsetzung genannt. In diesem Fall sprechen wir von einer endgültigen Stilllegung, was impliziert, dass das Auto nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen wird. Wer vorhat, sein Fahrzeug nicht mehr weiter zu nutzen und es zu verschrotten, muss sich einen sogenannten formlosen Verwertungsnachweis besorgen. Diesen bekommen Autobesitzer bei jeder Entsorgungsstelle als Nachweis für die Außerbetriebsetzung des Fahrzeugs ausgehändigt.

Wie hoch sind die Kosten beim Auto abmelden?

Wie in vielen anderen Angelegenheiten im Kontext von Kraftfahrzeuge, zum Beispiel bei den Kosten für den Abschleppdienst, wird auch die Gebühr für die Abmeldung eines Fahrzeugs hierzulande nicht einheitlich festgelegt. So kann jede Kommune selbst bestimmen, wie teuer der Vorgang ist. Durchschnittlich fallen dafür aber sieben bis zehn Euro an Kosten an. Etwas höher sind sie, wenn das Auto in einem anderen Landkreis abgemeldet wird, als es ursprünglich angemeldet wurde. Wer dazu mehr Informationen benötigt, kann sich direkt an die zuständige Zulassungsbehörde wenden.

Zudem fallen etwa sechs weitere Euro an, wenn ein Verwertungsnachweis vorgelegt werden muss. Dies ist zum Beispiel bei einer Verschrottung der Fall.

Kann ich ein Kfz online abmelden?

 Informiere dich, ob eine Online-Abmeldung für dein Auto möglich ist. Informiere dich, ob eine Online-Abmeldung für dein Auto möglich ist.

In Zeiten der Digitalisierung ist es in einigen Kommunen auch möglich, Fahrzeuge online abzumelden. Allerdings gilt dies nur für Pkws und Lkws und andere Vehikel, die ab dem Jahr 2015 zugelassen wurden. Dadurch spart sich der Halter den Weg zu der entsprechenden Kfz-Zulassungsstelle und kann den ganzen Vorgang bequem von zu Hause aus durchführen. Auf diese Weise lässt sich Zeit und auch Geld sparen. Allerdings gibt es einige Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, wenn ein Fahrzeug online abgemeldet werden soll. Dazu gehören:

  • Zulassung ab dem 01.01.2015
  • elektronischer Personalausweis mit eID (freigeschaltete Onlinefunktion)
  • alternativ die Ausweisapp des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik

Die Abmeldung des Autos kann online bezahlt werden, zum Beispiel per Giropay oder per Kreditkarte. Welche Kosten dafür letztlich anfallen, hängt von der Gemeinde ab, denn die einzelnen Orte und Städte verlangen dafür unterschiedliche Beträge. Doch diese Unterscheiden sich nicht von der herkömmlichen Abmeldung bei der Zulassungsstelle. Auch hier fallen in der Regel zwischen acht und zehn Euro an. Zudem sollte beachtet werden, dass nicht jedes Bundesland die Online-Abmeldung eines Pkw bereits gestattet oder ermöglicht. Als Fahrzeughalter, der sein Auto abmelden möchte, solltest du besser vorher bei deiner Zulassungshürde vor Ort nachfragen.

Darf ich ein Auto ohne Kennzeichen abmelden?

Eine zentrale Voraussetzung, die für die Abmeldung eines Autos gegeben sein muss, ist die Abgabe beider Nummernschilder. Auf diesen wird schließlich die Plakette abgekratzt. Darüber hinaus muss auch der Code entwertet werden.

Doch was ist, wenn ein Schild verloren geht? In Deutschland kommt es nicht selten vor, dass Fahrzeughalter ihre Kennzeichen verlieren. Die gute Nachricht ist: Ein Auto kann auch ohne die Kennzeichen abgemeldet werden. In diesem Fall muss der Halter des Fahrzeugs bei der zuständigen Zulassungsbehörde eine eidesstattliche Erklärung abgeben. In dieser erklärt er, dass er nicht mehr über beide Nummernschilder verfügt. Im Anschluss wird noch die Kombination des Nummernschildes direkt gesperrt.

Leider kommt es auch immer wieder vor, dass ein Nummernschild gestohlen wird. In einem solchen Fall sollte sofort die Polizei kontaktiert werden. Im Anschluss bekommen Betroffene eine Diebstahlsanzeige, die bei der Zulassungsstelle vorgelegt wird. Unter diesen Umständen und mit der Diebstahlsanzeige als Nachweis ist es auch möglich, ein Auto ohne Kennzeichen abzumelden.

Wird die Kfz-Versicherung bei Abmeldung automatisch gekündigt?

Wer ein Kfz abmelden will, sollte dabei auch immer an die Versicherung denken. Allerdings muss diese nicht direkt kontaktiert werden. Stattdessen übernimmt die zuständige Zulassungsbehörde diesen Schritt und meldet alle wichtigen Daten bei der Versicherung. In der Regel bekommt der Halter des Autos dann innerhalb weniger Tage eine Bestätigung über den Vorgang zugeschickt. Ab dann kommt eine Ruheversicherung zum Tragen, die allerdings komplett kostenlos und in der Regel 18 Monate gültig ist.

Auch dazu kann man sich direkt bei dem jeweiligen Anbieter erkundigen und sich beraten lassen. Die Kfz-Versicherung wird bei Abmeldung automatisch gekündigt, wenn die Zulassungsbehörde den Anbieter kontaktiert.

Kann man das Auto auch ohne Fahrzeugbrief abmelden?

Um mein Auto abzumelden, wird unter anderem auch der Fahrzeugbrief (heutzutage Zulassungsbescheinigung Teil 2) benötigt. Unter bestimmten Umständen ist es aber auch möglich, diesen Schritt ohne das genannte Dokument durchzuführen. Wichtiger ist es, dass der Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1) vorhanden ist. Doch auch dabei agieren die einzelnen Zulassungsbehörden unterschiedlich. Somit sollte man selbst bei der zuständigen Zulassungsstelle nachfragen, ob es möglich ist, ein Fahrzeug ohne die entsprechenden Fahrzeugpapiere abzumelden. Auch hier kann es ausreichen, eine eidesstattliche Erklärung abzugeben.

Tipp

Für alle Autos, die nach 2014 zugelassen wurden, gibt es die Zulassungsbescheinigung Teil 1 mit einem sogenannten verdeckten Sicherheitscode. Wenn dieser vorhanden ist, kann in Kombination mit einem elektronischen Personalausweis die Abmeldung auch online erfolgen. Somit wird dafür kein Fahrzeugbrief benötigt. Das kommt allen Menschen entgegen, die die Papiere nicht mehr finden können oder sie sogar verloren haben.

Andersrum kann ein Auto nicht ohne Weiteres ohne Zulassungsbescheinigung angemeldet werden. Wenn es sich dabei um einen Neuwagen handelt, übernimmt der Händler oder der Verkäufer diesen Schritt und übergibt dem Käufer die jeweiligen Papiere nach Vertragsabschluss. Wer einen Oldtimer anmelden will, sollte sich dafür unbedingt neue Zulassungsbescheinigung besorgen. Denn diese wird unter anderem dafür benötigt, wenn ein H-Kennzeichen angefordert wird. Zusätzlich sollte ein TÜV-Gutachten verfügbar sein.

Was bedeutet eine Zwangsstilllegung?

Bisher haben wir uns mit freiwilligen Stilllegungen und Abmeldungen beschäftigt. Doch es gibt auch Situationen, in denen ein Fahrzeug nicht freiwillig stillgelegt wird. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der TÜV abgelaufen ist oder das Fahrzeug als verkehrsuntauglich beurteilt wurde. Gleiches gilt auch, wenn der Halter die Versicherung nicht bezahlt hat. Denn dann ist es möglich, dass die Stilllegung amtlich angeordnet wird. Der Halter oder Fahrer bekommt dann eine Nachricht über die Vorgehensweise.

Doch er braucht nicht zu befürchten, dass das Auto direkt stillgelegt wird, ohne dass er darauf reagieren kann. Stattdessen bekommt er eine Frist gesetzt. In dieser Zeit hat er die Möglichkeit, die Mängel zu beseitigen oder auch die offenen Beiträge an die Versicherung zu zahlen. Das lohnt sich durchaus, da die unfreiwillige Stilllegung unter Umständen bis zu 300 Euro kosten kann. Zudem ist damit auch ein großer Aufwand verbunden, den der Halter sich sparen kann, indem er die geforderten Maßnahmen durchführt.

Was ist der Unterschied zwischen Abmelden und Stilllegen?

Es wird unterschieden zwischen der Abmeldung und der Stilllegung eines Fahrzeugs. Welche Variante sich besser eignet, hängt davon ab, ob das Fahrzeug später noch einmal genutzt werden soll oder nicht. Wird es verkauft, sollte es zunächst abgemeldet werden. Wer noch nicht weiß, ob er das Auto noch einmal anmelden wird, kann es auch stilllegen lassen. Dann hat er insgesamt sieben Jahre Zeit, eine erneute Anmeldung durchzuführen. Denn dann würde die HU/AU ablaufen und es wäre eine erneute Prüfung erforderlich.

Anders sieht es hingegen aus, wenn das Auto verschrottet werden soll oder aber einfach nicht mehr verkehrstüchtig ist und daher auch nicht mehr genutzt werden kann. In beiden Fällen müsste es endgültig stillgelegt werden. Hierfür besorgt sich der Halter einen Verwertungsnachweis bei der jeweiligen zuständigen Entsorgungsstelle. Die Außerbetriebsetzung wird in der Regel in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 eingetragen. Wer seine Kennzeichen später noch einmal nutzen will, kann sich diese gegen eine Gebühr reservieren. Ansonsten werden sie irgendwann neu vergeben und bei der erneuten Anmeldung des Fahrzeugs müssten neue Kennzeichen beantragt werden.

Praktische Tipps vor dem Stilllegen eines Fahrzeugs

Es gibt unterschiedlichste Gründe dafür, ein Fahrzeug stillzulegen. Eventuell steht ein Auslandsaufenthalt an oder man muss beruflich an einen anderen Standort ziehen. Anders als Möbel können Autos aber nicht einfach eingelagert werden. Stattdessen ergibt es Sinn, sie für diese Zeit stillzulegen und so Kosten zu sparen. Für diesen Schritt haben wir ein paar Tipps und Tricks:

Das solltest du beachten

Um den Fahrzeugzustand zu erhalten und das Auto vor diversen äußeren Einflüssen zu schützen, erfolgt zunächst einmal eine gründliche Pflege. Das gilt sowohl für den Innenbereich als auch für den Außenbereich. Denn so kann der Schmutz den Lack nicht angreifen und Letzterer bleibt ansehnlich. Unter anderem erfolgt auch eine Fahrt zur Waschanlage, in der am besten zunächst mit einem Hochdruckreiniger alle gröberen Verunreinigungen entfernt werden. Alternativ kann die Reinigung natürlich auch per Hand erfolgen.

Vor der Stilllegung sollten Fahrzeughalter unbedingt die Reifen und den Luftdruck kontrollieren. Wenn dabei Schäden bemerkt werden, werden am besten direkt neue Exemplare bestellt, die bei der nächsten Anmeldung dann aufgezogen werden.

Anschließend wird der Innenraum aufgeräumt, gereinigt und ausgesaugt. Zudem ergibt es Sinn, die Scheiben in der Zeit der Stilllegung einen kleinen Spalt aufzulassen. Denn so lässt sich Schimmel vermeiden und es ist stets für ausreichende Belüftung gesorgt.

Fazit

Es gibt unterschiedlichste Situationen, in denen eine Stilllegung oder Abmeldung eines Autos erforderlich ist. Wer unsere Tipps und Tricks beachtet und immer alle erforderlichen Dokumente zur Hand hat, hat damit allerdings nicht viel Arbeit. Teilweise gibt es aber auch Situationen, in denen eine unfreiwillige Stilllegung erforderlich ist. Zum Beispiel dann, wenn die Versicherung nicht bezahlt wurde oder aber ein Fahrzeug einfach nicht mehr fahrtüchtig ist. In dem Fall müsste zunächst die offene Summe beglichen oder aber der Mangel behoben werden. Gleichzeitig kann eine Stilllegung auch dann erforderlich sein, wenn ein Umzug in eine Großstadt ansteht und ohnehin vorwiegend auf öffentliche Verkehrsmittel gesetzt wird.

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