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Ferrari 488 GTB

Ferrari 488 GTB

Eigentlich war es den Ursprüngen von Ferrari als Konstrukteur von Rennwagen zuzuschreiben, dass sich das im italienischen Maranello ansässige Unternehmen viele Jahre auf den Bau von Sportwagen mit potenten Zwölfzylindermotoren konzentrierte. Mit der Zeit jedoch wurde es für den Firmenchef Enzo Ferrari wohl eher eine Frage der Ehre, andere Motorenkonzepte abzulehnen. Weiterlesen

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Ferrari 488 GTB - Karosserieform

Ferrari 488 GTB - Außenfarbe

Der 488 GTB setzt im Jahr 2015 die Tradition der Ferrari mit V8-Motoren fort

Waren in den 40er Jahren noch die großen V12-Maschinen notwendig, um die gewünschten Spitzenleistungen erreichen zu können, so hatte sich die Technik seither doch weiterentwickelt. Kleinere Aggregate mit weniger Zylindern schafften es inzwischen durchaus, anspruchsvolle Fahrer zufrieden zu stellen. Das hatte Enzos Sohn Dino mit dem vom ihm initiierten V6-Motor auf den Rennstrecken schon Ende der 50er Jahre bewiesen. Die V12-Dogmatik des Firmenpatriarchen drohte Ferrari schließlich sogar in wirtschaftliche Schwierigkeiten zu bringen. Denn das Geld für die hauseigenen Rennsportaktivitäten musste in erster Linie mit Straßenmodellen verdient werden. Und da boten preiswerter herzustellende Sechs- und Achtzylinder das Potential, die Verkaufszahlen zu steigern. Mit der kurzzeitig genutzten Zweitmarke Dino wagte der Hersteller schließlich das Experiment, Serienmodelle mit sechs und acht Zylindern auf den Markt zu bringen. In der Tradition dieser Ferrari-Einstiegsmodelle stand der 488 GTB, den die Italiener mit V8-Motorisierung im Jahr 2015 in ihr Neuwagenprogramm aufnahmen. Technische Besonderheit: Der 488 GTB gehörte zu den wenigen Coupés, in denen Ferrari Motoren mit Turboladern einsetzte.

Den 488 GTB versteht Ferrari als Hommage an den V8-Klassiker der 70er Jahre

Zur Zeit der Markteinführung im Jahr 2015 hatte sich die vormals heftig geführte firmeninterne Diskussion um die Ausweitung der Modellpalette um V8-Versionen längst erledigt. Die 488 GTB Coupés und ihre Vorgänger hatten sich an der Seite der V12-Spitzenmodelle ihren Platz in den Neuwagenkatalogen von Ferrari erobert und waren zum festen Bestandteil des Programms geworden. Die ökonomische Relevanz der Sportwagen mit Achtzylindermotoren war schon Mitte der 70er Jahre deutlich geworden. Denn die für das Modelljahr 1976 produzierten ersten V8-Sportwagen des Herstellers wurden plötzlich vom Dino zum offiziellen Ferrari und erhielten nun auch Schriftzug und Markenzeichen des Unternehmens. Das im Jahr 1975 präsentierte Achtzylindermodell mit der Bezeichnung 308 GTB entwickelte sich sogar zum Bestseller und wurde knapp zehn Jahre lang mit nur wenigen Modifikationen gebaut. Als Gebrauchtwagen erhielten die Coupés sogar den Status eines Klassikers der 70er Jahre. Mit der Auflage des 488er Modells würdigten die Italiener nun die Bedeutung des ersten erfolgreichen V8-Ferraris: Das Sportcoupé erhielt die traditionelle Bezeichnung GTB und wurde im Marketing ausdrücklich zur Hommage an den genau 30 Jahre zuvor aus dem Programm genommenen 308er erklärt.

Designzitate historischer Ferrari-Modelle beim 488 GTB

Kenner historischer Ferraris erkannten im Modell 488 auf Anhieb Stilelemente wieder, die bereits den GTB der Baureihe 308 ausgezeichnet hatten. Ein Designzitat des historischen Ferrari-Modells waren die in den stark ausmodellierten Kotflügeln hinter den Türen angebrachten Lufteinlässe, die beim 488er durch einen Splitter optisch noch stärker betont wurden. Ein markanter dreieckiger Einschnitt im oberen Bereich der Türen sorgte für ein weiteres auffälliges Detail im Design der kaum 1,20 Meter flachen Coupé-Karosserie. Durch diesen Kunstgriff gelang es den Gestaltern zugleich, den Luftstrom optimal in den zum Motorraum im Heck führenden Einlassschacht zu leiten. Mit seiner nach vorne schräg abfallenden Fronthaube und der an eine abgeflachte Haube erinnernden Dachkonstruktion übernahm der knapp 4,57 Meter lange und rund 1,95 Meter breite 488 GTB typische Gestaltungsmerkmale seiner Fahrzeugklasse.

Beim 488 GTB mischt Ferrari innovative und markentypische Designelemente

Auffällig in der Frontansicht war die von Ferrari für den 488er entworfene Beleuchtungseinheit, die sich in linearer Form fast bis zur Windschutzscheibe hochzog. Im oberen Bereich des gläsernen Lichtschachts brachte der Hersteller die aus 20 einzelnen Elementen bestehende LED-Technik für das Tagfahrlicht unter. Eine ähnlich geformte Glaskonstruktion hatte der Hersteller schon beim 2009 eingeführten Vorgänger Ferrari 458 gewählt. Eine längere Tradition hatte der Einsatz eines Glasdeckels für den Heckmittelmotor, der den Blick auf das V8-Aggregat freigab und übergangslos zugleich als Rückfenster diente. Dominiert wurde das breit angelegte Heck durch den weit zur Schürze hinaufreichenden Diffusor mit zwei integrierten Endrohren sowie durch die markentypischen runden Heckleuchten, die in einer schwarz ausgekleideten Mulde untergebracht waren. Bei der optischen Dominanz von Diffusor, Glasdeckel und den langen Einschnitten für die Rückleuchten fiel der Spoiler als dezenter Heckabschluss des 488 kaum mehr ins Auge. Insgesamt gesehen erwies sich diese GTB-Generation als ein Entwurf, für den die hauseigenen Designer die bekannten Formen eines Sportcoupés der Luxusklasse mit markentypischen Stilelementen, Zitaten historischer Ferrari-Modelle und vom Vorgänger übernommener und weiterentwickelter Detail kombiniert hatten.

Mit technischen Innovationen will Ferrari den 488 GTB besser beherrschbar machen

Wer den großen Innovationen beim 488 GTB auf die Spur kommen wollte, der musste schon einen praktischen Fahrtest mit seinem direkten Vorgänger machen. Denn die Konstrukteure verwiesen darauf, dass sie den Auftrieb des 488er im Vergleich zum Ferrari der Baureihe 458 um fast die Hälfe reduzieren konnten. Zu sehen war das von außen allerdings kaum. Die dafür verantwortliche Technik befand sich mit Ausnahme des an der Front verbauten Doppelspoilers versteckt am umgestalteten Unterboden sowie am Heck. Dort integrierten die Ingenieure im Diffusor elektronisch gesteuerte Klappen, die sich erst bei höheren Geschwindigkeiten automatisch aufstellten und auf diese Weise den Anpressdruck erhöhten. Mit solchen Kunstgriffen sollte die Straßenlage stabilisiert und der 488 GTB auch für weniger erfahrene Ferrari-Piloten besser beherrschbar sein.

Ferrari verbaut im 488 GTB V8-Mittelmotoren mit Turboladern

Dass Fahrer mit dem 488 GTB insbesondere beim Ausfahren ihres Ferraris schnell in Grenzsituationen kommen konnten, dafür sorgte der direkt hinter den Sitzen platzierte Mittelmotor in V8-Bauweise. Untypisch für den Hersteller: Er kombinierte den im 488er verbauten Achtzylinder mit zwei Turboladern. Mit dieser Konstruktionsweise konnte das V8-Aggregat dem GTB eine Leistung von bis zu 670 kW (492 PS) zur Verfügung stellen. Zum Vergleich: Der mit einem V8-Motor ohne Aufladung ausgelieferte Ferrari 458 Italia blieb mit einem maximalen Leistungswert von 419 kW (570 PS) deutlich hinter seinem Nachfolger zurück. Und selbst die Speciale-Version des 458 schaffte es nur knapp über 600 PS. Bei der Spurtzeit jedoch konnte der im Gewicht abgespeckte Speciale mit dem schwereren 488 GTB der neuen Baugeneration mithalten: Bis zur Hundertermarke benötigten beide Ferrari Coupés nur drei Sekunden.