Gebrauchte Ferrari F40 bei AutoScout24 finden

Ferrari F40

Der Ferrari F40 wird 1987 das letzte Modell aus der Zeit des Firmengründers

Mit dem Ferrari 288 GTO hatte der italienische Sportwagenhersteller Ferrari unter Führung von Firmengründer Enzo Ferrari zu Beginn der 1980er Jahre gezeigt, wie die Konstrukteure in Maranello sich einen Supersportwagen vorstellten, der trotz seiner Renngene alle technischen Vorgaben für die Straßenzulassung erfüllte. Zum 40-jährigen Unternehmensgeburtstag entwickelten die Ingenieure das Konzept technisch weiter. Zugleich sollte der Nachfolger als Jubiläumsmodell optisch eigene Akzente setzen, und die durften nach dem Willen Enzo Ferraris zur Vierzigjahresfeier dem Anlass entsprechend spektakulär ausfallen. Unter diesen Vorgaben entstand in den italienischen Konstruktionsbüros das Grundkonzept für die Serienfertigung eines für den Einsatz auf der Straße geeigneten Supersportwagens mit V8-Mittelmotor, der im Jahr 1987 unter dem Namen Ferrari F40 die Werkshallen verließ. Der F40 wurde bis ins Baujahr 1992 in einer Kleinserie von gut 1300 Exemplaren montiert und ging als bis dahin schnellstes Serienmodell des Herstellers in die Unternehmensgeschichte ein. Seine besondere Bedeutung erhielt der F40 überdies dadurch, dass er das letzte Fahrzeug war, das Ferrari unter der Regie des im Jahr 1988 gestorbenen Firmengründers entwickeln konnte.

Der Auftritt des F40 soll die Erfolge des Rennstalls dokumentieren

Nur wenige Zentimeter Bodenfreiheit, extrem breite Hinterreifen und ein überdimensionaler Heckflügel, mit diesem martialischen Auftritt sollte das Jubiläumsmodell Ferrari F40 auf den ersten Blick das Leistungsvermögen widerspiegeln, das den Ruf von Ferrari im Motorsport sowie das Renommee der Firma als Anbieter von leistungsstarken Straßenmodellen begründet hatte. Dabei fügte sich der F40 trotz seiner extremen Designsprache optisch in das Modellprogramm dieser Zeit ein, das maßgeblich durch den in größerer Auflage hergestellten Ferrari Testarossa geprägt wurde. Doch der F40 hatte einige Besonderheiten zu bieten: So erhielt der Supersportwagen eine extrem steil abfallende Keilfront mit gleich zwei Scheinwerfereinheiten, die als versenkbare Klappscheinwerfer und unter Glas verbaute Blinklichter direkt übereinander angeordnet waren. Im Heck fiel die durchsichtige Lamellenabdeckung auf, die den Blick auf das Triebwerk des F40 freigab. So üppig sich der Ferrari F40 in seinem Design bei den professionellen Sportgeräten der Marke bediente, so spartanisch fiel der Innenraum aus. Der Grund: Das puristische Cockpit und ein Armaturenbereich fast ohne Regler und Knöpfe sollten unterstreichen, dass der Ferrari F40 von Rennwagen abstammte und daher kein Platz für Luxusfeatures war.

Der Ferrari F40 wird das bis dahin schnellste Straßenmodell der Marke

Die Zurückhaltung bei der Innenausstattung hatte freilich noch einen anderen Hintergrund. Um den F40 zum Topperformer im Programm zu machen, musste das Gewicht des Coupés reduziert werden. Kunststofffenster oder Karosserieteile aus Kunststoffen und Glasfasern sorgten dafür, dass der Ferrari F40 mit nur knapp über einer Tonne Leergewicht als Straßensportwagen mit Höchstleistungen antreten konnte. Für die Motorisierung setzten die Konstrukteure wie beim Vorgänger auf ein aus Aluminium gegossenes V8-Aggregat mit 2,9 Litern Hubraum, das von zwei Turboladern beatmet wurde. Die Technik erlaubte es dem F40 in knapp über vier Sekunden die Strecke von Null auf 100 Stundenkilometer zu bewältigen. Die Höchstgeschwindigkeit des bis dahin schnellsten Serienmodells aus Maranello gab der Hersteller mit rund 325 km/h an.”