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Mercedes-Benz AMG GT

Mercedes-Benz AMG GT

Mit dem GT zeigt Mercedes-AMG im Jahr 2015 seine zweite Eigenkonstruktion

Nur wenige Volumenhersteller leisten sich den Luxus, mit einem Werksteam bei Rennen der unterschiedlichen Klassements anzutreten und eine eigene Motorsportabteilung zu unterhalten, die dafür die Motoren und Modelle entwickelt. Lange Zeit schien es so, als verzichte auch der Konzern Daimler auf das kostspielige Engagement, obwohl sich seine Marke Mercedes-Benz mit den Silberpfeil genannten Rennwagen der 1930er Jahre einstmals einen legendären Ruf im Motorsport geschaffen hatte...Weiterlesen

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Mercedes-Benz AMG GT - Karosserieform

Mercedes-Benz AMG GT - Außenfarbe

Daran Anschluss zu finden, gelang Mitte der 50er Jahre nicht, und so blieb die Präsenz von Mercedes auf den internationalen Rennstrecken zunächst ein Intermezzo, das schon 1955 wieder endete. Dass Daimler ab den 1990er Jahren zuerst über Kooperationen mit etablierten Rennställen und dann ab 2010 mit seinem eigenen Team schrittweise in die Königsklasse der Formel 1 zurückkehrte, hatten die Stuttgarter nicht zuletzt den sportbegeisterten Gründern des Tuningunternehmens AMG zu verdanken. Mit AMG-Motoren ausgestattete Mercedes gingen in den 60er Jahren bei Tourenwagenrennen an den Start, und bald sorgte der Tuner auch dafür, dass es Serienmodelle von Mercedes-Benz als Sportversionen mit AMG-Ausstattung zu kaufen gab. Nach der Übernahme durch den Konzern schuf Daimler mit Mercedes-AMG eine eigene Unternehmenssparte, die sich um die Sportmodelle und die professionellen Renngeräte der Marke kümmerte. Aber mehr noch: Mit den Coupés und Roadstern der Baureihe SLS präsentierte AMG im Jahr 2010 erstmals einen Supersportwagen in Eigenkonstruktion außerhalb des Serienprogramms von Mercedes-Benz, dem dann 2015 das Sportcoupé GT folgte.

Mit dem GT knüpft Mercedes-AMG an die Tradition der Gran Turismo an

Mit ihren V12-Motoren und maximalen Leistungswerten jenseits von 600 PS fielen bereits die von AMG bearbeiteten Serienmodelle der unterschiedlichen Oberklasse-Baureihen von Mercedes-Benz nicht gerade durch Zurückhaltung auf. Sportliche Anbauteile wie Schweller, Spoiler oder Heckflügel sorgten insbesondere bei den Coupés und Roadstern der SL-Klasse dafür, dass sie sich optisch deutlich von den Pendants der Großserie unterschieden. Insofern mussten sich die Konstrukteure bei AMG schon etwas Spektakuläres einfallen lassen, wenn ihre eigenen Modellentwicklungen als eine echte Alternative zum herkömmlichen Programm der Mercedes-Sportversionen wahrgenommen werden sollten. Wie das gelingen konnte, zeigten die AMG-Ingenieure beim SLS durch seine nach oben öffnenden Flügeltüren, die an die legendären Mercedes 300 SL der 50er Jahre erinnerte. Die Hommage an das historische Coupé war zweifelsohne ein gelungener Coup zum Einstieg in die eigene Modellentwicklung. Doch der GT des Jahres 2015 sollte sich bei Leistung, Verbrauch und Bauart eher an Großserien-Coupés von Mercedes orientieren. Daher verzichtete AMG auf die Zutaten eines Supersportwagens und knüpfte an die Traditionen der klassischen Gran Turismo an, die die Eigenschaften von Sportwagen mit dem Komfort von Reisewagen vereinten. Das beschrieb zugleich die Profile von AMG und Mercedes. Und dieser Strategie sollte auch das Design des GT folgen.

Für den GT realisiert Mercedes-AMG ein klassisches Gran Turismo Design

In den Formen des Mercedes Gran Turismo war der Vorgänger der SLS-Baureihe zwar noch wiederzuerkennen. Doch statt auf Muskelspiel und Türen-Showeffekt setzten die Entwickler bei AMG auf eine sachlichere Linie, die ihre Inspiration in den klassischen italienischen GT-Sportwagen fand. Die Frontansicht des Coupés kennzeichneten ein ausgestellter Kühlergrill, die Endlosmotorhaube mit dezent angebrachten Entlüftungsöffnungen und den Konturen des Seitenbaus folgende schmale Scheinwerfereinheiten. Direkt darunter sorgten auffällig groß dimensionierte Schächte dafür, dass dem Motor ausreichend Luft zugeführt werden konnte. Über der weit hinten ansetzenden Fahrgastzelle erhob sich ein haubenartiges Dach, das in einer langen abfallenden Linie als Fastback abfiel. Harmonische Rundungen, eine weit heruntergezogene Rückscheibe und schlitzartige Leuchten mit integrierter LED-Lichtschiene bestimmten die Heckansicht. Seinen Sportwagencharakter zeigte der GT aus dieser Perspektive vor allem durch die farblich abgesetzte und weit ausgeschnittene Heckschürze, an deren Enden sich zwei rechteckige Ausschnitte für die komplett hinter der Verkleidung integrierten Endrohre der Abgasanlage befanden. Nicht zu sehen war der Heckflügel des Mercedes GT, der sich erst bei höheren Geschwindigkeiten automatisch aufstellte, um für den nötigen Anpressdruck im Heck zu sorgen und auf diese Weise das Coupé stabil zu halten.

Die GT-Coupés fallen kompakter aus als die Vorgänger von AMG-Mercedes

Was das Handling betraf, so sollte sich der GT auch in dieser Hinsicht an den Tugenden der klassischen Gran Turismo orientieren. Dazu legten die AMG-Konstrukteure den zunächst nur als Coupé gefertigten Nachfolger des SLS deutlich kompakter an. So schrumpfte der Radstand um fünf Zentimeter auf 2,63 Meter und die GT-Karosserie fiel mit 4,54 Metern gleich zehn Zentimeter kürzer aus. Dafür stand für Fahrer und Beifahrer mehr Kopffreiheit zur Verfügung, da Mercedes das Dach der 2-Sitzer auf eine Höhe von fast 1,29 Meter anhob. Durch diese Bauweise sowie den tief lagernden Front-Mittelmotor konnte AMG die Verteilung des Gewichts auf ein Verhältnis von 47:53 zwischen Vorder- und Hinterachse bringen und so die Stabilität optimieren. Zusätzlich standen mehrere AMG-Sonderausstattungspakete zur Verfügung, mit denen sich Traktion, Dynamik oder Bremsverhalten noch einmal verbessern ließen.

Sonderausstattungen von AMG für die Mercedes GT Coupés

So bot der Hersteller für seine GT-Coupés ein zuschaltbares Sperrdifferenzial an der Hinterachse an, das vor allem bei schnellen Kurvenfahrten für mehr Gripp sorgen konnte. Darüber hinaus war ein AMG-Sportfahrwerk für die Neuwagen lieferbar, dessen Einstellungen für den Einsatz des GT etwa auf der Rennstrecke angepasst waren. Ein regelbares Dämpfersystem, Keramik-Hochleistungsbremsen und ein Sportfahrwerk mit Race-Modus konnten Kunden ebenfalls ordern, doch waren diese Ausstattungsmerkmale den Performanceversionen der GT-Baureihe vorbehalten.

Mercedes-AMG bietet mit dem GT S eine Hochleistungsvariante an

Während AMG bei seiner ersten Eigenentwicklung der SLS noch auf hubraumstarke 6,3 Liter Achtzylinder gesetzt hatte, entwickelten die hauseigenen Techniker für den GT ein kleineres Hochleistungsaggregat. Der neue V8-Motor hatte nur noch vier Liter Hubraum und brachte entsprechend deutlich weniger Leistung als die große Maschine. Zum Vergleich: Wer sich auf dem Markt für Gebrauchtwagen nach einem der seltenen SLS umschaute, der fand in der Leistungsbeschreibung in der Regel einen Wert von 420 kW (571 PS), während der Mercedes GT in der Basisversion nur bis zu 340 kW (462 PS) abrufen konnte. Doch die AMG-Motorenbauer hatten eine Alternative vorbereitet: Mit dem GT S stand ein Performancemodell im Programm, dessen V8-Aggregat für eine Leistung von 375 kW (510 PS) ausgelegt war. Damit erreichte der GT S eine Spitzengeschwindigkeit von 310 km/h. Die normalen GT schafften es immerhin auf knapp über 300 Stundenkilometer.

Technische Daten Mercedes-Benz AMG GT

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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