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Aus Offroad-Fahrzeugen entwickelt Toyota seine Crossover-Idee der SUV

Auf vielen Märkten Asiens und Afrikas sowie in den Ländern des amerikanischen Kontinents war der japanische Autohersteller Toyota bereits in den 1950er Jahren mit seinen vom Jeep des US-Militärs abstammenden Land Cruiser mit einem Modell präsent, das ähnlich wie sein Vorbild für den Einsatz im Gelände konstruiert war. Damit bekam der Produzent das Image eines Spezialisten für Arbeitsfahrzeuge, sodass der Ausbau des Programms um Pickups wie den frühen Toyota RK und den ab Ende der 1960er Jahre eingeführten Hilux nur konsequent erschien. Im Segment der Geländewagen und Pickups waren die Japaner damit gut aufgestellt, und sowohl der Land Cruiser als auch der Hilux wurden in dieser Klasse zu Klassikern im Programm, die ohne Unterbrechung über Jahrzehnte hinweg an den unterschiedlichen Standorten des Unternehmens vom Band rollten. Mit der zunehmenden Ausrichtung auf den Export nach Nordamerika und Europa sowie der damit verbundenen Ausweitung der Modellpalette nutzte Toyota seine Erfahrungen aus dem Bau von Geländewagen, um eine Art Crossover-Konzept zu realisieren, bei dem Elemente aus dem Pkw-Bau mit Konstruktions- und Designmerkmalen eines Offroaders verbunden werden sollten.

Mitte der 1990er Jahre realisiert Toyota sein erstes Kompakt-SUV

Sport Utility Vehicles (SUV) nannten die Amerikaner diese Fahrzeuge, da sie einerseits sportlicher unterwegs waren als jeder Geländewagen, sich andererseits aber ähnlich vielfältig als Freizeitauto, Transporter oder Reisewagen einsetzen ließen. Mit einem Allradantrieb kombiniert, wurden die SUV mit Einschränkungen sogar zu geländegängigen Fahrzeugen. Während die Amerikaner selbst in dieser Kategorie Modelle mit gewohnt üppigen Dimensionen und hubraumstarken Motoren auf den Markt brachten, setzte Toyota auf kompaktere Abmessungen und sparsamere Antriebe. Zwar wurden auch die schweren Geländegänger der Marke zunehmend am komfortableren SUV-Stil ausgerichtet. Doch mit dem Ansatz, kleinere und leichtere Fahrzeuge auf Pkw-Plattformen im Offroad-Look zu bauen, galten die Japaner als die Miterfinder der Kompakt-SUV. Mitte der 1990er Jahre nahmen sie erstmals ein Modell dieser Art in die Serienproduktion auf und brachten es unter dem Namen RAV4 auf die internationalen Märkte.

Der RAV4 wird im Jahr 1994 Einstiegsmodell bei den SUV von Toyota

Würfelheck, pragmatisch gestaltete Karosserie, erhöhte Bodenfreiheit und ein Reserverad, das prominent außen an der seitlich aufschwingenden Heckklappe montiert war, mit diesem Auftritt machte das kompakte SUV der Baureihe RAV4 bei seinem Marktstart klar, dass die Offroader von Toyota für die Entwicklung der Konstruktion Pate gestanden hatten. Und auch technisch orientierte sich die erste SUV-Generation in den Jahren von 1994 bis 2000 an den Geländewagen. Der Grund: Toyota stattete die RAV4 serienmäßig mit einem Allradantrieb aus. Auf die aus dem Offroader-Bau gewohnte Leiterrahmenkonstruktion, die den Geländefahrzeugen ihre Robustheit gab, verzichtete der Hersteller allerdings. Mit einem Gewicht von gut 1,3 Tonnen setzte sich der RAV4 deutlich von den schweren Offroadern ab und brachte nicht mehr auf die Waage als ein Kompaktauto. Und wie herkömmliche Pkw wurden die RAV4 mit einer selbsttragenden Karosserie konstruiert. Das brachte mehr Fahrkomfort, besseres Handling und erlaubte zugleich, unterschiedliche Karosserieversionen für den RAV4 anbieten zu können.

Sein Kompakt-SUV RAV4 bietet Toyota anfangs in drei Karosserievarianten an

Die Japaner realisierten für ihre SUV-Einstiegsbaureihe Modelle mit einem auf gut 2,20 beschränkten Radstand, die als Dreitürer gefertigt wurden. In der fünftürigen Version kamen die RAV4 mit einem auf knapp 2,40 Meter gestreckten Radstand auf die Straße. Und da die kompakten SUV weniger für den Arbeits- und Expeditionseinsatz gedacht waren, erweiterten die Japaner das Programm um eine offene Variante, die ab dem Baujahr 1998 mit einem faltbaren Stoffdach hinter der B-Säule vom Band lief und den RAV4 als Fun Car bekannt machte. Da die SUV-Cabrios bald aus dem Programm fielen, blieben die offenen Versionen der frühen Baujahre später als Gebrauchtwagen besonders gesucht.

Aluminiummotoren für die zweite Generation des Toyota Kompakt-SUV

In der Bauphase von 2000 bis 2006 blieb es bei den drei Karosserievarianten, jedoch zeigte sich das erste kompakte SUV von Toyota nun bereits deutlich erwachsener geworden. Nicht nur der Radstand wurde jeweils um fast acht Zentimeter länger angelegt. Mit einer Gesamtlänge von 3,87 Meter für die Kurzversionen und fast 4,27 Metern für die Modelle mit fünf Türen wuchs der RAV4 um beinahe 30 Zentimeter. Beim Gewicht machte sich der neue Auftritt jedoch nicht negativ bemerkbar: Durch den Einsatz neuer Motoren, die aus dem Leichtbaumaterial Aluminium gegossen waren, konnte Toyota das Gewicht seines kompakten SUV in der zweiten Generation fast stabil halten.

Die neueren Generationen des Toyota RAV4 orientieren sich an größeren SUV

Mit der Einführung der dritten Baugeneration der Serie RAV4 orientierte Toyota sich sichtbar an den Vorbildern der größeren SUV-Klassen. Der Kompakt-Klassiker der Japaner verlor seinen markanten Offroad-Stil und kam nun mit lackierten Anbauteilen, einer stromlinienförmiger angelegten Karosserie und in den Topversionen ohne das typische Reserverad an der Hecktür auf den Markt. Für eine dreitürige Variante mit kurzem Radstand war in der im Jahr 2000 eingeführten dritten Generation kein Platz mehr vorgesehen. Dafür wurden die Kompakt-SUV technisch aufgewertet und erhielten einen intelligenten Allradantrieb mit Traktionskontrolle und elektronische Regelsysteme, die das Fahrverhalten je nach Situation automatisch beeinflussten.

Mit dem Baujahr 2013 führt Toyota die vierte SUV-Generation des RAV4 ein

Nachdem das kompakte SUV der Japaner im Jahr 2009 ein dezentes Facelift erhalten hatte, präsentierte Toyota im Jahr 2013 eine komplett neu gestaltete vierte Generation, mit der sich der Trend zum sportlichen und urbanen Modell mit komfortablen Reiseeigenschaften und großem Raumangebot fortsetzte. Der Fünftürer wuchs in der Länge auf 4,57 Meter und zeigte mit seiner leicht abfallenden Dachlinie und der flach auslaufenden Front eine vom RAV4 bis dahin unbekannte Designdynamik. Bei den Motoren blieb der Hersteller seiner Tradition treu und stattete den RAV4 wieder mit Benzin- und Dieselmotoren in jeweils zwei Leistungsstufen aus. In der Basisversion kam das Kompakt-SUV mit einem 2,0 Liter Aggregat mit 111 kW (151 PS) ins Programm, dem auf einigen Märkten ein 2,5 Liter Benziner mit 132 kW 180 PS) an die Seite gestellt wurde. Als Diesel war die vierte Generation des Toyota SUV der Baureihe RAV4 in zwei Leistungsklassen von 91 kW (124 PS) und 110 kW (150 PS) in Europa verfügbar.

Mid-Size- und Full-Size-SUV von Toyota für den Weltmarkt

Während Toyota in vielen europäischen Ländern nur mit dem RAV4 sowie dem als Geländewagen geeigneten schweren Land Cruiser in der SUV-Klasse präsent war, brachten die Japaner in anderen Weltmärkten auch größere Modelle in den Handel. In der Klasse der als Mid-Size- und Full-Size-SUV eingestuften Modelle standen Baureihen wie der Highlander, der 4Runner oder der vom Land Cruiser abgeleitete Prado im Mittelpunkt.