Autohersteller in Japan

Japanische Autohersteller decken ein weites Feld an Fahrzeugtypen ab. Eine "japanische Spezialität" sind allerdings Hybridautos, etwa der Toyota Auris oder Honda CR Z.

Der japanische Automarkt unterscheidet sich extrem von anderen Märkten. Japan hat eine hohe Bevölkerungsdichte und es herrscht überall Platzmangel. Somit sind die Straßen häufig eng und überfüllt und Parkplätze sind rar.

Besitzer von Fahrzeugen mit einer Länge von mehr als 3,40 m müssen einen eigenen, teuren Parkplatz nachweisen. Fahrzeuge mit einem Hubraum bis 660 ccm sind dagegen steuerbegünstigt. Diese Rahmenbedingungen prägen die Produkte der japanischen Autohersteller. Der heimische Markt wird mit Klein- und Kleinstwagen (Anteil ca. 45%) bedient, die sonst auf der Welt kaum Absatz finden.

Die Exportmärkte fordern ganz andere Fahrzeugkonzepte. Unter diesem Druck haben die japanischen Autohersteller bei Hybrid- und Elektroantrieben die Nase weit vorn. Toyota liegt mit 32% bei Neuzulassungen an der Spitze, gefolgt von Nissan und Honda mit je 15%, Suzuki und Daihatsu liegen bei rund 10%, Mazda beschließt mit 5% die Gruppe der größeren japanischen Hersteller.

Toyota hat ein extremes Produktspektrum vom Kleinstwagen über erfolgreiche Mittelklassefahrzeuge und Geländewagen. Luxuslimousinen werden unter der Marke Lexus vertrieben. Ein weiteres Feld sind Lastkraftwagen, die in Europa eher selten sind.

Honda ist der zweitgrößte Autohersteller Japans und ist, wie Toyota, unabhängig. Mit seinen Klein- und Mittelklassefahrzeugen hatte Honda wegen seiner Zuverlässigkeit und dem gelungenen Designs weltweit viele Käufer.

An Nissan hält Renault die Mehrheitsbeteiligung, an Mitsubishi hält Chrysler Anteile und Mazda pflegt eine enge Zusammenarbeit mit Ford. Ford besitzt auch Anteile von Mazda. Alle drei Hersteller bedienen den Markt mit soliden alltagstauglichen Fahrzeugen.

Subaru hat sich auf das Segment der permanenten Allradfahrzeuge bei Klein- und Mittelklasse spezialisiert und ist der größte Autohersteller für Allradfahrzeuge weltweit. Kunden in unwegsamen Gegenden wissen die Vorteile der Produkte zu schätzen. GM hält eine Beteiligung an Subaru.

Von den kleineren japanischen Autoherstellern sind bei uns noch Isuzu, Daihatsu und Suzuki bekannt, die speziell mit Kleinwagen im Export vertreten sind.

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