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Chrysler: eine Geschichte voller Höhen und Tiefen

Walter P. Chrysler beeindruckte 1924 die Fachpresse mit seinem ersten Auto, dem Chrysler Six, der in der Hotelhalle des New Yorker Commodore Hotels ausgestellt war. Eigentlich wollte Chrysler sein Auto bei der New Yorker Autoschau präsentieren, zu der er aber nicht zugelassen wurde, da der Chrysler Six noch nicht produziert wurde. Im Commodore erregte er auf ungewöhnliche Art die Aufmerksamkeit von Journalisten und Investoren: Zahlreiche Innovationen wie eine hydraulische Vierradbremse, der erste preiswerte hochverdichtende Hochleistungsmotor, die Druckumlaufschmierung und eine Motorölfilterung sorgten dafür, dass bereits im ersten Jahr 32.000 Exemplare verkauft wurden. 1925 entstand die Chrysler Cooperation und innerhalb von vier Jahren gehörte Chrysler durch die Übernahme des fünfmal größeren Unternehmens Dodge Brothers Inc. zu den drei größten Automobilherstellern in den USA. Die beliebten 6-Zylinder-Modelle und Chryslers erstes Cabrio, der Imperial 80 mit einem 82 kW (112 PS) starkem Reihen-Sechszylinder, trugen entscheidend zum Erfolg bei.

Wichtige Innovationen von Chrysler

1934 stellte Chrysler den Airflow vor, das erste Auto, dessen aerodynamisches Design komplett im Windkanal entwickelt worden war. Chrysler beschränkt sich aber nicht nur auf Autos. 1929/1930 entstand eines der imposantesten Bauwerke und zukünftiges Wahrzeichen New Yorks: das Chrysler Building in Manhattan. Als 1968 der erste bemannte Raumflug stattfand, wurde die Apollo von Trägerraketen angetrieben, an deren Entwicklung Chrysler-Konstrukteure beteiligt waren. Einen Namen machte sich die Chrysler Cooperation auch durch den Ansatz, Elemente aus der Flugzeugelektronik bei Entwicklung ihrer Fahrzeuge zu berücksichtigen bzw. zu übernehmen.

Immer wieder gelang es Chrysler, in der Automobilkonstruktion neue Wege zu gehen. Das Chrysler System Floating Power trennte Motor und Chassis und ein ausbalancierter Motor ermöglichte ein Fahren mit wesentlich weniger störenden Vibrationen. Chrysler bot auch 1958 als erster Hersteller eine automatische Geschwindigkeitskontrolle an, die heute als Tempomat bekannt ist. Auch die Servolenkung fand man ebenfalls zuerst bei Chrysler serienmäßig.

Chryslers erste Krise in den 70er Jahren

Eine tiefe Krise in den 70er Jahren bescherte Chrysler Millionenverluste. Das radikale Sparprogramm des Präsidenten der Chrysler Corporation, Lee A. Iacocca, überzeugte jedoch die US-Regierung unter Präsident Jimmy Carter, die dem Unternehmen zu Krediten in Milliardenhöhe verhalf, um die Entwicklung neuer Modelle vorantreiben zu können. Um die Kosten weiter zu senken, nutze Chrysler das „Platforming-Konzept“, bei dem verschiedene Modelle auf einer gemeinsamen kompakten K-Car-Plattform realisiert werden. Großzügige Garantieleistungen, wie zum Beispiel ein dreißigtägiges Rückgaberecht, und ein ausgeklügeltes Bonussystem halfen der Marke, für Kunden wieder attraktiver zu werden und damit die Krise zu überwinden und wieder Gewinne zu erwirtschaften.

Chrysler expandiert

Innovation blieb ein zentrales Ziel und so ist es nicht verwunderlich, dass der erste Minivan, der Chrysler Voyager, eine Mischung aus Auto und Kleinbus, bei Chrysler vom Band rollte. Auch im Offroadbereich ist Chrysler spätestens durch Übernahme der Marke Jeep durch robuste Geländewagen wie den Wrangler oder den Cherokee vertreten. Nach der Fusion der Chrysler Cooperation mit der Daimler-Benz AG im Jahr 1998 wurde der Firmensitz von Amerika nach Stuttgart verlegt. Pünktlich zum 75-jährigen Jubiläum wählte die Zeitschrift Motor Trend ein Auto der Marke Chrysler den 300M zum „Car of the year“.

Chryslers zweite Krise

Etwa ab der Jahrtausendwende entwickelten sich die Dinge weniger positiv für Chrysler: Der verschärfte Wettbewerb auf dem Heimatmarkt führte zu einer anhaltenden Rabattschlacht der US-Hersteller untereinander, infolge des Zweiten Irakkriegs kletterten die Rohöl- und Treibstoffpreise auf Rekordniveau, das in jüngster Zeit gestiegene Umweltbewusstsein der Amerikaner, Rückrufaktionen und eine verfehlte Modellpolitik der Marken Jeep und Dodge mit ihren wenig sparsamen SUVs, Vans und Pick-ups taten ihr Übriges. Trotz mehrerer Kostensenkungs- und Rationalisierungsprogramme sowie dem Abbau Tausender Arbeitsplätze gelang es dem Chrysler-Management nicht, das Unternehmen anhaltend profitabel zu machen. Nach einem Rekordverlust im Geschäftsjahr 2006 endete der „Merger of Equals“ im Mai 2007 mit dem Teilverkauf von Chrysler an den Finanzinvestor Cerberus Capital Management – das Unternehmen firmierte in Chrysler LLC um. Die Daimler AG behielt eine 19,9-prozentige Minderheitsbeteiligung an Chrysler. Im August 2007 wurde der vormalige Home Depot-CEO Robert Nardelli zum neuen Geschäftsführer ernannt. Im Zug der weltweiten Finanzkrise, die im Sommer 2007 als Krise auf dem US-Immobilienmarkt begonnen hatte, hat sich die Lage der Chrysler LLC wie die der übrigen US-Automobilhersteller und der Branche insgesamt dramatisch verschärft: Seit Ende 2008 ist das Unternehmen erneut auf Milliardenkredite der US-Regierung angewiesen, um überleben zu können; das weitere Schicksal von Chrysler steht und fällt mit der Vorlage eines tragfähigen Sanierungskonzepts.

Neuer Wind durch Fiat

Im Januar 2009 unterzeichneten Chrysler und Fiat eine Absichtserklärung, eine Allianz eingehen zu wollen. Jedoch erst am 10. Juni 2009 konnte nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs der Vertrag unterzeichnet werden, der aus der Chrysler LLC die Chrysler Group LLC machte. Fiat erhielt einen Anteil von 20 Prozent und der Chef von Fiat wurde auch zu dem von Chrysler. Im Herbst 2010 beschloss Fiat, die Marken Chrysler und Lancia zusammenzulegen. Die beiden Marken arbeiten seitdem zusammen und entwickeln ein gemeinsames Portfolio. Seit Januar 2014 gehören die Chrysler Group LLC und all seine Marken zu 100 Prozent zum Fiat-Konzern.

Heute blickt Chrysler dank der Erfahrung von über 85 Jahren im Automobilbau, fortschrittlicher Technologien und eines neuen Fahrzeugkonzepts bezüglich leichterer, kompakterer und sparsamerer Autos auch im Zeitalter steigender Benzinpreise und schärferer Abgasgesetze optimistisch in die Zukunft. Die neuesten Modelle sind der Grand Voyager, der Roadster PT Cruiser, das Sportcoupé Crossfire, das auch als Roadster erhältlich, ist sowie die Mittelklasselimousine Sebring, die auch als Cabrio angeboten wird. Auf dem Sebring basierend ist seit 2011 außerdem die Mittelklasse-Limousine Chrysler 200 auf dem Markt, seit 2014 bereits in der zweiten Generation.