Hohlraumversiegelung erneuern – Wissenswertes

Eine Hohlraumversiegelung verhindert Rost und verlängert so die Lebenserwartung Ihres Autos. Falls Sie sie selbst erneuern wollen, finden Sie hier wertvolle Tipps dazu.

Hohlraumversiegelung gegen Rostbefall von innen

Zu allen Jahreszeiten ist Ihr Auto Schmutz und Nässe ausgesetzt, die von unten in die Karosserie eindringen. Besonders in den Hohlräumen halten sich schädliche Feuchtigkeit, Straßenschmutz und Streusalz lange und sorgen mit der Zeit für Durchrostungen. Mit einer Hohlraumversiegelung beugen Sie diesen Schäden vor. Um die Wirksamkeit der Versiegelung ein Autoleben lang zu erhalten, ist diese regelmäßig zu erneuern.

Das Heraustrennen verrosteter Bauteile und das Einschweißen neuer Teile nämlich ist kostenintensiv und mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden. Insbesondere folgende Bereiche sind von Korrosion und Feuchtigkeit betroffen:

  • Alle Säulen (A-, B- und C-Säulen) benötigen Schutz. Hierbei handelt es sich um tragende Fahrzeugteile, die das Dach Ihres Autos mit dem Karosserieunterbau verbinden.
  • An den Türen und Kofferraumdeckel sowie die Querverbindungen hinten und vorne an den Stoßstangen. Auch die hinteren Radläufe sind rostanfällig.
  • Vor allem die Schweller sind bei fehlendem Hohlraumschutz ein Mekka für Rost. Bedenken Sie: Zeigen sich hier Durchrostungen bekommen Sie keinen neuen TÜV.

Moderne Fahrzeuge bringen oftmals werksseitig eine Hohlraumkonservierung auf Wachsbasis mit Weichmachern mit. Allerdings befreit Sie dies nicht von einer regelmäßigen Überprüfung und gegebenenfalls einer Auffrischung. Denn mit der Zeit verflüchtigen sich die Weichmacher, wodurch die Versiegelung das Auto nicht mehr schützt. Doch mit den richtigen Mitteln erneuern Sie die Hohlraumversiegelung ohne Probleme selber.

Zur Wahl stehen Produkte auf Wachs- oder Fettbasis, wobei sich ein Ölfluid in Eigenregie besser verarbeiten lässt. Durch schnellere und stärkere Kriechwirkung schafft es das Produkt aus der Spraydose, auch schon vorhandene Roststellen zu stoppen. Mit den verschiedenen Sprühkopfaufsätzen kommen auch Laien in die schwierigsten Öffnungen. Fällt Ihre Wahl auf ein Fluidfilm, ist es wichtig, den Korrosionsschutz alle drei bis fünf Jahre aufzufrischen.

Die Versiegelung selbst erneuern

Um bequem unter dem Auto zu arbeiten, bocken Sie den Wagen in einer für Sie angenehmen Höhe auf. Dafür vermieten viele Werkstätten stundenweise ihre Hebebühnen und leisten im Notfall Hilfestellung. Decken Sie vor Arbeitsbeginn den Boden mit einer Plastikplane ab, da der Sprühnebel auf dem Fußboden tropft. Alle Hohlräume erreichen Sie am besten, wenn Sie die Reifen und die Türverkleidungen abmontieren.

  • Der clevere Autoschrauber beginnt am Unterboden und arbeitet sich von vorn nach hinten und von unten nach oben. Je nach Bedarf führen Sie jeden Vorgang zwei- bis dreimal aus.
  • Wichtig: Decken Sie die Bremsanlage gut ab. Gelangen Spritzer der öligen Substanz auf Bremsscheiben und Bremstrommeln, gefährdet dies die Verkehrssicherheit. Sie schützen sich mit speziellen Arbeitshandschuhen und einer Schutzbrille.
  • Der Unterbodenschutz ist eine zusätzliche effektive Methode, um das Fahrzeug vor Steinschlägen zu bewahren. Denn eine gelungene Versiegelung zeigt ihre Wirkung erst, wenn Sie das Blech von außen behandeln. Wollen Sie den Unterbodenschutz erneuern, ist eine umsichtige Arbeitsweise erforderlich.

Die Hohlraumversiegelung mit Sprühdosen zu erneuern, ist durchaus für Heimwerker machbar. Mindestens runde 400 Euro verlangt der Profi für einen Kleinwagen. Fahren Sie einen Wagen aus der Mittel- oder Oberklasse zahlen Sie bis zu 1200 Euro. Die Schütteldose bekommen Sie ab zehn Euro im Fachhandel oder bestellen Sie im Internet.

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