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Günstigstes Elektroauto? Diese E-Autos sind effizient und preiswert

Mit welchen Elektroautos gibt es die größte Reichweite und einen möglichst niedrigen Verbrauch? Wir stellen E-Autos vor, die effizient vorankommen - und mit günstigen Kosten pro Kilometer überzeugen.

Es kommt beim günstigen Elektroauto nicht nur auf den Preis an

 Vom kompakten VW ID.3 bis zum Audi E-Tron: Elektroautos von Volkswagen. Vom kompakten VW ID.3 bis zum Audi E-Tron: Elektroautos von Volkswagen.

Für den nächsten Autokauf ziehen immer mehr Menschen ein Elektroauto in Betracht. Das liegt zum einen daran, dass das Angebot der günstigen E-Autos gewachsen ist, zudem vergrößert die staatliche Förderung den Anreiz. Hinsichtlich der Kosten sollte nicht nur der Kaufpreis eine Rolle spielen: Bei der Wahl des günstigsten Elektroautos geht es auch um die Nutzungskosten. Neben Steuer und Versicherung spielen auch Reichweite und der Stromverbrauch eine entscheidende Rolle bei der Fahrzeugwahl. Ein preiswertes Elektroauto kann am Ende mehr Geld kosten, weil es mehr Strom verbraucht und häufiger geladen werden muss. Welche Faktoren geben beim Elektroauto den Ausschlag?

  • Fahrzeugbeschaffenheit: Maßgeblich für den Energieverbrauch sind Größe und Gewicht des Elektroautos. Je weniger Masse bewegt wird, desto weniger Strom ist erforderlich. Im Gegenzug benötigt ein E-Motor mehr Energie, je schwerer das Fahrzeug ist.
  • Akku-Kapazität: Je höher die Kilowatt-Stärke der Batterie, desto besser ist die Voraussetzung der Leistung.
  • Hochvolt-Batteriesystem: Beim Verbrauch eines Elektroautos spielt auch die Bordelektronik inklusive E-Motor eine prägende Rolle. Als Auswirkung von steigenden Ladegeschwindigkeiten treten bei elektrifizierten Autos mit zunehmender Dauer Ladeverluste auf.
  • Fahrweise: Die Reichweite eines Elektrofahrzeugs kann maßgeblich durch die Fahrweise beeinflusst werden. Dieser Aspekt unterscheidet sich nicht von Autos mit Verbrenner an Bord. Wer häufig stark beschleunigt und mit Vorliebe hohe Geschwindigkeiten fährt, hat am Ende mehr Kosten - denn die potenzielle Reichweite sinkt dadurch zum Teil rapide.
  • Energiemanagement: Wenn beim E-Auto weitere Anwendungen in Betrieb sind - dazu gehören Lüftungsgebläse und diverse Heizungen, erhöht das den Stromverbrauch und mindert ebenfalls die Reichweite.

Aus den genannten Gründen sind jegliche Verbrauchswerte bei Elektroautos lediglich Durchschnittswerte, die sich in der Praxis bei jedem E-Auto-Fahrer abweichend gestalten.

Welches Elektroauto ist sparsam beim Verbrauch?

 Der koreanische Hersteller hat verbrauchsarme Elektroautos im Angebot: den Hyundai Ioniq Elektro und den Crossover Hyundai Kona (im Bild). Der koreanische Hersteller hat verbrauchsarme Elektroautos im Angebot: den Hyundai Ioniq Elektro und den Crossover Hyundai Kona (im Bild).

Wenn es um die Sparsamkeit von Elektroautos geht, gibt es einen Unterschied von Herstellerangaben und dem Realverbrauch. Das ist bei Benziner- und Dieselfahrzeugen seit Jahrzehnten so, hat sich zwischenzeitlich jedoch auf E-Autos übertragen. Jedoch wurde die veraltete NEFZ-Methode sukzessive auf das WLTP-Verfahren umgestellt - einem aufwändigen Verfahren, das realistischere Daten als früher ermittelt. Eine Differenz zwischen WLTP und Echtzeit besteht indes immer noch - Das zeigen Auswertungen anhand von Tests und Fahrberichten. Eine Organisation, die Verbrauchsdaten von Stromern unter die Lupe nimmt, ist der ADAC. Im Halbjahres-Takt analysiert der Verkehrsclub Elektroautos und listet die sparsamsten Modelle auf. Geht man alleine nach dem Stromverbrauch, ist die Frage nach den günstigsten E-Autos schnell geklärt: In Sachen Sparsamkeit scheint Hyundai in der Gesamtwertung Spitzenreiter. Wenn man die realitätsgetreuen ADAC-Daten vergleicht, ergibt sich dennoch ein abgewandeltes Bild. Der koreanischen Marke gelingt es, sich mit zwei Modellen von der Konkurrenz abzusetzen. So ist der niedrige Verbrauch neben der ausgeprägten Neuwagengarantie ein weiterer Grund, sich für ein Hyundai-Modell zu entscheiden. Die Top Ten der verbrauchsärmsten Elektroautos im Jahr 2022:

Platz Modell Akku-Kapazität (netto) Verbrauch auf 100 km (ADAC-Ecotest) Verbrauch auf 100 km (WLTP-Zyklus)
1 Hyundai Ioniq Elektro 38,3 kWh 16,3 kWh 13,8 kWh
2 Hyundai Kona Elektro 64 kWh 16,7 kWh 14,7 kWh
3 Fiat 500e 37 kWh 17,4 kWh 14,7 kWh
4 Mini Cooper SE 28,9 kWh 17,6 kWh 15,2 kWh
5 Renault Twingo Electric 21,3 kWh 17,6 kWh 16 kWh
6 BMW i3 (120 Ah) 37,9 kWh 17,9 kWh 15,3 kWh
7 Dacia Spring Electric (2WD) 26,8 kWh 17,9 kWh 13,9 kWh
8 Kia e-Niro 64 kWh 18,1 kWh 15,9 kWh
9 Smart Forfour EQ 16,7 kWh 18,4 kWh 15,9 kWh
10 Polestar 2 Long Range Single Motor 75 kWh 18,5 kWh 17,1 kWh

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Zu den Angeboten

Was wir noch erkennen: Verbrauchsarme Elektroautos haben nicht zwangsläufig den größten Akku, vielmehr spielen der Antriebsstrang und das Batteriemanagement eine bedeutende Rolle. Im Folgenden stellen wir für diverse Fahrzeugklassen das sparsamste Elektroauto hinsichtlich Verbrauch vor:

Verbrauchsarmer Elektro-Kleinwagen: Fiat 500e

 Elektrische Wiedergeburt einer italienischen Kleinwagen-Ikone: Fiat 500e, geschlossen und als Cabrio. Elektrische Wiedergeburt einer italienischen Kleinwagen-Ikone: Fiat 500e, geschlossen und als Cabrio.

Parallel zum klassischen Verbrenner-Modell wird seit 2020 die elektrische Evolution Fiat 500e produziert. Der kleine Frauenversteher aus Italien ist mit zwei verschiedenen Batteriegrößen verfügbar. Die größere Version 42-KWh-Variante (brutto) des Fiat 500 Elektro hat eine Leistung von 87 kW bzw. 118 PS und ist laut Testergebnis (in der Ausstattung “Icon”) derzeit das sparsamste Elektroauto im Kleinwagen-Segment. Für schnelles Fahren eignen sich naturgemäß eher andere Modelle: Die Höchstgeschwindigkeit ist bei Tempo 150 km/h abgeregelt. Verbrauchsdaten und Preis:

  • Akku: 37 kWh
  • WLTP-Reichweite: 300 – 321 km
  • WLTP-Verbrauch: 14,7 kWh
  • Real-Reichweite: 245 km
  • Real-Verbrauch: 17,4 kWh
  • Preis: ab 31.990 Euro

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Verbrauchsarme Elektro-Kompaktklasse: Hyundai Ioniq Elektro

 Seit 2019 gibt es den Hyundai Ioniq Elektro mit größerem Akku und mehr Leistung. Der Koreaner ist beim Verbrauch äußerst genügsam. Seit 2019 gibt es den Hyundai Ioniq Elektro mit größerem Akku und mehr Leistung. Der Koreaner ist beim Verbrauch äußerst genügsam.

Wenn es um die Frage nach dem Hersteller mit den effizientesten E-Autos geht, ist Hyundai ein heißer Anwärter: Die Koreaner haben zwei Elektro-Modelle im Angebot, die weniger als der Rest verbrauchen. Spitzenreiter ist der Hyundai Ioniq Elektro. Die Kompaktklasse wurde 2019 einem leichten Facelift unterzogen, anstelle einer Aufwertung mit innovativen Effekthaschereien besannen sich die Verantwortlichen auf die Optimierung des Antriebs sowie der Assistenzsysteme. Im Test konnte uns der Ioniq Elektro 2020 überzeugen, abgesehen von kleinen Schwächen bei der Bedienung. Was die Verbrauchskosten pro Kilometer betrifft, kann der Hyundai-Kompaktklasse mit der dynamischen Coupé-Form kaum einer das Wasser reichen. Verbrauchsdaten und Preis:

  • Akku: 38,3 kWh
  • WLTP-Reichweite: 311 km
  • WLTP-Verbrauch: 13,8 kWh
  • Real-Reichweite: 270 km
  • Real-Verbrauch: 16,3 kWh
  • Preis: ab 35.350 Euro

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Verbrauchsarmes kleines Elektro-SUV: Hyundai Kona Elektro

 Das Elektro-SUV Hyundai Kona ist in der Anschaffung nicht günstig, überzeugt jedoch mit passabler Reichweite und einem sparsamen Verbrauch. Das Elektro-SUV Hyundai Kona ist in der Anschaffung nicht günstig, überzeugt jedoch mit passabler Reichweite und einem sparsamen Verbrauch.

Wie den Markenbruder Ioniq gibt es auch den Hyundai Kona mit verschiedenen Antriebsarten zu kaufen. Am zukunftsfähigsten erscheint die E-Variante Kona Elektro. Das smarte Elektro-SUV aus Asien ist wahlweise mit schwächerem (39,2 kWh) oder stärkerem (64 kWh) Akku erhältlich. Wer weniger Zeit mit Laden verbringen möchte, sollte zur größeren Batterie greifen: Die leistungsfähigere Variante des seit 2018 produzierten Hyundai Kona Elektro bringt es auf eine Reichweite von über 400 km, während die Verbrauchswerte einzig vom niedrigeren Markenbruder übertroffen werden. Preislich handelt es sich bei dem Mini-SUV durchaus um ein Premiummodell, wenn das Ausstattungsniveau ausgeprägt ist. Wie gut, dass es die Förderprämie gibt. Verbrauchsdaten und Preis:

  • Akku: 64 kWh
  • WLTP-Reichweite: 484 km
  • WLTP-Verbrauch: 14,7 kWh
  • Real-Reichweite: 435 km
  • Real-Verbrauch: 16,7 kWh
  • Preis: ab 41.850 Euro

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Verbrauchsarme Elektro-Mittelklasse: Polestar 2

 Schwedisch-chinesische Co-Produktion: Der Polestar 2 ist hinsichtlich Verbrauch eine günstige Mittelklasse-Limousine. Schwedisch-chinesische Co-Produktion: Der Polestar 2 ist hinsichtlich Verbrauch eine günstige Mittelklasse-Limousine.

Bis vor nicht allzu langer Zeit galt Elektroauto-Pionier Tesla im Bereich Mittelklasse als tonangebend. Doch längst entfachen europäische und asiatische Hersteller auch in diesem Segment Gegenwind: Der Polestar 2 der Volvo-Tochtermarke kann es hinsichtlich Verkaufszahlen zwar noch nicht mit dem E-Auto aus Amerika aufnehmen, im Hinblick auf Effizienz ist die sportlich-elegante Limousine, die über ein SUV-ähnliches Fahrwerk verfügt, jedoch ebenbürtig. Zudem hat der Polestar 2 als erstes Auto überhaupt das Infotainmentsystem Android Automotive an Bord. Wer auf athletische Fahrleistungen Wert legt, fährt mit der Allradversion “Dual Motor” besser. Effizienter und preislich vernünftiger geht es jedoch mit dem Polestar 2 in der Variante Long Range Single Motor (Stromverbrauch kombiniert: 17,0 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km²). voran. Verbrauchsdaten und Preis:

  • Akku: 75 kWh
  • WLTP-Reichweite: 542 km
  • WLTP-Verbrauch: 17,0 kWh
  • Real-Reichweite: 480 km
  • Real-Verbrauch: 18,5 kWh
  • Preis: ab 48.500 Euro

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Verbrauchsarmes Elektro-SUV der Mittelklasse: BMW iX3

 Der in China gebaute BMW iX3 ist das erste Elektro-SUV des bayerischen Autokonzerns, Der in China gebaute BMW iX3 ist das erste Elektro-SUV des bayerischen Autokonzerns,

Lange Zeit war der BMW i3 der einzige Stromer der Münchner Premiummarke. Das hat sich unlängst geändert. Elektromobilität steht bei der Marke oben auf der Agenda und das erste Elektro-SUV von BMW ist seit 2021 auf dem Markt. Der BMW iX3 (Stromverbrauch kombiniert: 18,5 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km²) basiert auf der Plattform der Baureihe G01 und glänzt mit erstaunlicher Reichweite von rund 400 Kilometer. Dazu kommt ein Stromverbrauch, der Tests zufolge niedriger ist, als jener vergleichbarer Konkurrenten. Produziert wird der iX3 von BMW in China, auf Allradantrieb müssen Kaufinteressenten verzichten. Die Preise des bajuwarischen Edel-SUV sind gesalzen - dafür gibt es jedoch das Maximum an Leistung und Komfort.

  • Akku: 73,83 kWh
  • WLTP-Reichweite: 459 km
  • WLTP-Verbrauch: 18,5 kWh
  • Real-Reichweite: 400 km
  • Real-Verbrauch: 21,2 kWh
  • Preis: ab 67.300 Euro

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Verbrauchsarme Elektro-Oberklasse: Mercedes-Benz EQS 450+

 Elektrisches Luxus-Flaggschiff von Mercedes: Der EQS 450+ bringt es auf eine Reichweite von knapp 600 Kilometer. Elektrisches Luxus-Flaggschiff von Mercedes: Der EQS 450+ bringt es auf eine Reichweite von knapp 600 Kilometer.

Mercedes elektrifiziert sein Modell-Portfolio und macht auch vor seinem Flaggschiff S-Klasse nicht Halt. Als Elektroauto stromert der Mercedes EQS gut betuchte Kunden über den Asphalt. Innovativer könnte E-Mobilität im Jahr 2022 kaum sein: Mit knapp 575 Kilometer Reichweite scheint das Modell derzeit der Elektroauto-Krösus im Hinblick auf die tatsächliche Reichweite. Freilich ist die elektrische S-Klasse nur etwas für zahlungskräftige Personen: Die Preise für das leistungsfähigste Modell Mercedes EQS 450+ (Stromverbrauch kombiniert: 16,8 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km²) beginnen oberhalb der 100.000 Euro. Montiert wird die luxuriöse Oberklasse in der jüngst neu konstruierten Mercedes-Fabrik "Factory 56" in Stuttgart-Sindelfingen.

  • Akku: 107,8 kWh
  • WLTP-Reichweite: 631 – 782 km
  • WLTP-Verbrauch: 16,8 kWh
  • Real-Reichweite: 575 km
  • Real-Verbrauch: 21,5 kWh
  • Preis: ab 107.326,10 Euro

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Verbrauchsarmer Sportwagen: Porsche Taycan 4S Performance Plus

 Kostspielig in der Anschaffung und im Unterhalt, jedoch effizient beim Vorankommen: Porsches Elektro-Flitzer Taycan 4S. Kostspielig in der Anschaffung und im Unterhalt, jedoch effizient beim Vorankommen: Porsches Elektro-Flitzer Taycan 4S.

Ein sportliches, anspruchsvolles Design besitzt auch der Porsche Taycan. Der Athlet aus dem Hause Volkswagen ist eines der wenigen (Serien-)Elektro-Sportwagen, diese Gattung hat bis dato einen exklusiven Status inne. Im Hinblick auf die Effizienz ist der Taycan 4S (Stromverbrauch kombiniert: 24,1 – 20,4 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km²) jenes Taycan-Modell, das laut ADAC-Test den niedrigsten Verbrauch besitzt. Das brachiale Porsche-E-Auto gilt als Kreuzung aus Limousine und Sportwagen, ist zudem auf den Straßen eine stattliche Erscheinung: Das Leergewicht beträgt deutlich über zwei Tonnen, die Länge beinahe fünf Meter und die Breite zwei Meter. Nichtsdestotrotz ist Fahrdynamik die Stärke des Porsche Taycan, der seit Herbst 2019 auf dem Markt ist. Besteht die Chance auf ein Gebrauchtwagen-Schnäppchen? Mitnichten. Preislich gibt es selbst das Basismodell (bislang) für kaum unter 90.000 Euro zu kaufen.

  • Akku: 83,7 kWh
  • WLTP-Reichweite: 386 – 463 km
  • WLTP-Verbrauch: 24,1 – 20,4 kWh
  • Real-Reichweite: 400 km
  • Real-Verbrauch: 23,6 kWh
  • Preis: ab 105.607 Euro

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Wer günstig Elektroauto fahren möchte, sollte übrigens nicht nur auf Kaufpreis und Verbrauch achten: Dazu sind die zu erwartenden Unterhaltskosten ein wesentlich Faktor, mit dem sich eine Menge Geld sparen lässt. Welche Elektroautos im Gesamtpaket am günstigsten sind, haben wir im E-Auto-Kostencheck zusammengefasst.

Reichweiten-Könige: Diese E-Auto können 2022 am längsten

 Tesla galt bei E-Autos lange als Vorreiter im Hinblick auf die Reichweite. Der Vorsprung ist zuletzt geschmolzen. Tesla galt bei E-Autos lange als Vorreiter im Hinblick auf die Reichweite. Der Vorsprung ist zuletzt geschmolzen.

Die Reichweiten von neuen Elektroautos sind in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. Im ersten Kapitel haben wir erörtert, warum die größte Reichweite nicht am effizientesten hinsichtlich Kosten ist. Wird für Stromer, die viele Kilometer ohne Nachladen schaffen, automatisch mehr Geld fällig? Auch hier gibt es die eine oder andere Überraschung. Jedoch wird deutlich: Die E-Autos mit der größten Akku-Kapazität bringen es auch auf die beste potenzielle Reichweite. Mit dem EQS (knapp 108 kWh) hat Mercedes einen Coup gelandet und Elektro-Pionier Tesla schnurstracks überholt. Viele Fachportale sind sich einig, dass der Mercedes EQS aus Stuttgart das bislang überzeugendste Elektroauto im Hinblick auf Langstreckentauglichkeit ist. Freilich sind bei den Reichweiten-Angaben der Hersteller in der Realität ein paar Prozentpunkte abzuziehen:

Der Mercedes EQS 450+ bringt es laut ADAC-Test auf eine Reichweite von 575 Kilometer. Das sind einerseits knapp 200 km weniger als der angegebene WLTP-Wert. In Sachen Effizienz ist die Stern-Limousine dennoch Spitzenklasse, hebt der Verkehrsclub hervor. Auch wenn es bei den reichweitenstärksten E-Fahrzeugen Abstriche bei der reellen Reichweite gibt: Potenziell sind die Top Ten und weitere Elektroautos fähig, eine Mindest-Reichweite von 400 Kilometer zu übertrumpfen. Da schwinden die Unterschiede zu Autos mit Verbrennern ziemlich deutlich.

Die Elektroautos mit der höchsten Reichweite:

Platz Marke, Modell Akku-Kapazität (netto) Reichweite (WLTP) Verbrauch auf 100 km (WLTP-Zyklus)
1 Mercedes-Benz EQS 450+ 107,8 kWh 780 km 16,3 kWh
2 Tesla Model S Long Range 100,0 kWh 663 km 18,9 kWh
3 BMW iX xDrive50 105,2 kWh 626 km 20,0 kWh
4 Ford Mustang Mach-E Extended Range 88,0 kWh 610 km 16,5 kWh
5 Tesla Model 3 Longe Range AWD 75,0 kWh 602 km 16,0 kWh (EPA)
6 BMW i4 eDrive40 80,7 kWh 590 km 16,1 kWh
7 Tesla Model X 100D 100,0 kWh 565 km 20,8 kWh (NEFZ)
8 Polestar 2 Long Range Single Motor 72,5 kWh 542 km 17,0 kWh
9 Skoda Enyaq iV 80 77,0 kWh 529 km 16,7 kWh
10 Kia EV6 RWD 77,4 kWh 528 km 16,5 kWh

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Mit dem Lucid Air ist für Ende 2022 die Ankunft eines neuen Spitzenreiters angekündigt. Die Limousine aus den Vereinigten Staaten bringt es auf einen Reichweiten-Wert von bis zu 837 km laut amerikanischer EPA-Norm. Daraus ergibt sich eine WLTP-Reichweite von knapp 900 km!

Preis pro Kilometer: VW überzeugt bei der “Preisweite”

 Optimales Verhältnis zwischen Preis und (WLTP-)Reichweite: Mit großer Batterie bringt es der VW ID.3 Pro S auf knapp 550 Kilometer. Optimales Verhältnis zwischen Preis und (WLTP-)Reichweite: Mit großer Batterie bringt es der VW ID.3 Pro S auf knapp 550 Kilometer.

Wer ein Elektroauto kaufen möchte, dessen Vorstellung vom Preis-Leistungs-Verhältnis auf die Reichweite abzielt, kann eine weitere Herangehensweise wählen: Ausgewählte Elektrofahrzeuge können mit einem niedrigen Preis pro Kilometer überzeugen. Für die “Preisweite” werden der Neupreis und die Reichweite dividiert und auf Kilometer heruntergebrochen. Vor wenigen Jahren war ein Wert unter 100 Euro kaum machbar, 2019 wurde vom Portal Carwow der Tesla Model 3 als E-Auto mit der höchsten Reichweite zum niedrigsten Preis auserkoren. Mittlerweile hat die US-Limousine ihren Spitzenplatz verloren: Es gibt effiziente Konkurrenz-Modelle zu niedrigeren Preisen.

Wir haben zehn Stromer ermittelt, deren “Preisweite” weit unter 100 Euro liegt - erst recht nach Abzug des Umweltbonus. Welches E-Auto bietet das beste Verhältnis zwischen Preis und Reichweite? Zwar schwanken die Daten aufgrund von Preis- und Leistungsanpassungen sowie dem individuellen Fahrverhalten. Aktuell vorne scheint jedoch der VW ID.3 Pro S (Stromverbrauch kombiniert: 16,1 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km²) zu sein, weitere Stromer des Volkswagen-Konzerns schaffen es auf die vorderen Plätze unserer Auflistung. Etwas überraschend schafft es der verbrauchsarme Hyundai Ioniq Elektro nicht in das Ranking, die Relation zwischen möglicher Reichweite und Preis ist für diese Wertung einfach nicht gegeben. Ein Tesla-E-Auto sucht man in den Top Ten ebenfalls vergeblich. Die E-Autos mit der niedrigsten Preisweite*:

Rang E-Modell Akku-Kapazität (netto) Reichweite (WLTP) Preis (vor Abzug der E-Auto-Prämie) Preisweite: Kosten pro Kilometer
1 VW ID.3 Pro S 77,0 kWh 553 km 42.460 Euro 76,78 Euro
2 Renault Zoe R110 52,0 kWh 395 km 31.990 Euro 80,99 Euro
3 Skoda Enyaq iV 80 77,0 kWh 534 km 44.750 Euro 83,80 Euro
4 VW ID.4 Pro Performance 77,0 kWh 522 km 44.915 Euro 86,00 Euro
5 Hyundai Kona Elektro 64,0 kWh 484 km 41.850 Euro 86,47 Euro
6 Aiways U5 63,0 kWh 410 km 35.993 Euro 87,79 Euro
7 Kia Niro EV 64,0 kWh 455 km 39.990 Euro 87,89 Euro
8 VW e-Up 32,3 kWh 260 km 22.975 Euro 88,36 Euro
9 Dacia Spring Elektro 26,8 kWh 230 km 20.490 Euro 89,09 Euro
10 Renault Megane E-Tech EV 60,0 kWh 470 km 42.000 Euro 89,36 Euro

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So ist auch die Preisweite einer von mehreren Faktoren, die bei der finanziellen Bewertung eine Rolle spielen können. Wer zuhause sein Elektroauto laden kann, für den könnte die Reichweite im Alltag eine untergeordnete Rolle spielen. Neben Kaufpreis, Verbrauch und Reichweite sind auch die Lademethode und -dauer bedeutsam. Zudem wirken sich Kriterien wie Qualität, Design, Platzangebot, Ausstattung und auch Sicherheit auf den Preis aus. Hier gibt’s die besten kleinen E-Autos im Vergleich.

*Es handelt sich um WLTP-Angaben, die Verbrauchs- und Reichweiten-Daten der Hersteller variieren zum Teil deutlich. Daher bietet die Tabelle lediglich einen groben Überblick.

Ausblick: Wann kommen Elektroautos mit 1.000 km Reichweite?

 Ab Ende 2022 soll in Deutschland der Nio ET7 das Straßenbild bereichern - mit einer potenziellen Reichweite von bis zu 1.000 Kilometer. Ab Ende 2022 soll in Deutschland der Nio ET7 das Straßenbild bereichern - mit einer potenziellen Reichweite von bis zu 1.000 Kilometer.

Im industriellen Hochlauf der Elektromobilität kommen E-Autos mit immer höheren Reichweiten auf den Markt. Mercedes knackt mit der E-Limousine EQS formal die 700-km-Marke. Wie lange dauert es noch, bis Stromer mit einer Reichweite von 1.000 Kilometer und mehr erscheinen? Was vor wenigen Jahren utopisch klang, ist mittlerweile bereits möglich: Einen Vorgeschmack auf das E-Auto der nächsten Generation ist das effizienteste, jemals von Mercedes gebaute Modell, das Forschungsfahrzeug Mercedes Vision EQXX.

Worin besteht die Weiterentwicklung zur aktuellen Technologie? Im Vergleich zur elektrischen S-Klasse fällt die Akkukapazität nicht größer aus - jedoch ist die Batterie leichter und platzsparender. Zusätzliche Energie liefert ein Solardach. Der dritte Punkt: Die Spannung des Batteriesystems beträgt über 900 Volt, das ist nicht nur wesentlich mehr als die 400 Volt des EQS - sondern stellt auch die innovative 800-Volt-Ladetechnik von Porsche Taycan, Kia EV6 und Co. in den Schatten. Freilich wird es noch dauern, bis der erste Mercedes-Stromer eine Reichweite von etwa 1000 km aufbietet. Dass die Studie Vision EQXX in Serie geht, ist dem Vernehmen nach unwahrscheinlich. Stattdessen werden Erfahrungen aus dem Antriebsstrang in kommende E-Modelle des Konzerns einfließen. Der chinesische Anbieter Nio ist in diesem Punkt offenbar weiter: Spätestens Anfang 2023 soll die High-Performance-Limousine Nio ET7 auf den Markt kommen. Die effizienteste Variante des chinesischen Elektroautos bringt es laut Datenblatt auf eine WLTP-Reichweite von bis zu 1000 km.

Derweil arbeiten weitere Unternehmen an Akkumulatoren, die effizienter sind als heutige Varianten. Beispiel: das US-Start-up ONE (Our Next Energy) verdoppelte die Batteriekapazität eines Tesla Model S und erlangte im gleichem Bauraum eine Kapazität von 207,3 Kilowattstunden. Damit erreichte ein vollgeladener Prototyp trotz winterlicher Temperaturen eine Reichweite von 1200 km. Wir rechnen damit, dass Mitte des Jahrzehnts E-Autos auf den Markt kommen, die es eine realistische Reichweite von 1000 km besitzen.

Günstigstes Elektroauto - Häufig gestellte Fragen

Pauschalisieren lassen sich die Elektroauto-Kosten über 100 Kilometer nicht. Vergleiche schildern, dass der Preis pro Kilowattstunde in der Regel nicht über 50 Cent kostet. Beispiel: Bei einem Verbrauch von 20 kWh auf 100 km bedeutet dies maximal 10 Euro Strom. Natürlich hängen die Kosten vom tatsächlichen Verbrauch ab, der sich aus Beschaffenheit des Modells, Antriebsstrang und Effizienz sowie Fahrstil des Halters ergibt.

Der Verbrauch eines E-Autos ist aufgrund von mehreren Faktoren entscheidend:

  • Akku
  • E-Antrieb / Bordnetz
  • Gewicht
  • Karosserieform
  • Reifengröße
  • Energiemanagement
  • Fahrweise

Der tatsächliche Verbrauch eines Elektroautos über 100 Kilometer pendelt im Jahr 2022 zwischen 16 und 30 Kilowattstunden.

Die tatsächlichen Verbrauchskosten von E-Autos liegen im Durchschnitt rund 10 bis 30 Prozent über den Herstellerangaben.

Das derzeit günstigste Elektroauto in Deutschland ist der Dacia Spring Electric.

Fazit: Beim E-Auto-Kauf gibt es verschiedene Herangehensweisen

Wie überall ist der Begriff “günstig” auch bei Elektroautos biegsam. Der Konkurrenzdruck im Feld der E-Mobilität erfordert, dass elektrische Antriebstechnologie stetig weiterentwickelt wird. Schon jetzt profitieren Autokäufer (oder auch Leasingnehmer) von immer größeren Reichweiten, die im Vergleich zu früheren Stromern enorm gewachsen sind.

Elektro-Neuwagen mit einer Reichweite von 400 Kilometer und mehr sind keine Seltenheit mehr, kosten jedoch trotz Umweltprämie eine Stange Geld. Einige Anbieter tun sich durch eine überdurchschnittlich effiziente Bauweise hervor, als guter Kompromiss aus Leistung und Kosten erscheinen Elektroautos der Marke Hyundai, die mit sparsamen Verbrauchswerten überzeugen. Wir raten dazu, beim E-Autokauf auf real ermittelte Testdaten zu achten: Denn zwischen WLTP-Angaben und Echtzeit herrscht bei nahezu jedem E-Auto ein Unterschied zwischen 10 und 30 Prozent. Wer mehr Geld in Prestige und Reichweite investieren möchte, richtet den Fokus auf E-Modelle aus dem Premium- bis Luxussegment, die einen leistungsstarken Akku besitzen.

  • Verbrauchsärmstes E-Auto 2022: Hyundai Ioniq Elektro (64 kWh)
  • Reichweitenstärkstes E-Auto 2022: Mercedes EQS 450+
  • Preis-Leistungs-Sieger 2022: VW ID.3 Pro S

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