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Tesla Model 3

Stärken
  • gute Reichweite
  • sehr dynamisch mit wahnsinniger Beschleunigung
  • eindrucksvolles Design
Schwächen
  • hoher Preis
  • Mängel in der Verarbeitung Innen wie Außen

Der elektrische Vorreiter in der Mittelklasse mit viel Hype und Stil

Das Model 3 war die dritte Stufe der Elektroautos aus den USA auf dem Weg zur Massentauglichkeit. Dieses Auto soll die typischen Merkmale zu einem für wesentlich mehr Käufer leistbaren Preis bieten. Das Ergebnis ist ein etwas kleinerer aber nicht minder dynamischer Tesla. Kann es auch in der bisherigen Mittelklasse angreifen? Weiterlesen

Technische Daten

283 - 512 PS

Leistung

Verbrauch (komb.)

- g CO2/km

CO2-Ausstoß (komb.)Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

225 - 261km/h

Höchstgeschwindigkeit

3.4 - 5.6s

von 0 auf 100 km/h

Tesla Model 3 technische Daten

Alternative Modelle

Wie viel kostet ein Tesla Model 3?

Das günstigste neue Tesla Model 3 beginnt bei EUR 43.990,00 in der Version Standard Plus mit einem Motor und Hinterradantrieb. Für den Dual Motor samt Allradantrieb sind mindestens EUR 53.790,00 in der Variante Long Range fällig. Als Performance sind es EUR 59.990,00.

Der Gebrauchtwagenmarkt ist aktuell noch überschaubar. Wirklich günstigere Exemplare dieses Elektroautos sucht man hier noch vergeblich.

Die Kontrahenten des Model 3

In seinem Dasein als elektrische Mittelklassesteht das Model 3 noch weitgehend allein da. Wenn wir den Strom-Part kurz außer Acht lassen, muss sich das Model 3 mit seinen Ansprüchen mit Mittelklassemodellen wie dem BMW 3er, dem Audi A4und der Mercedes-Benz C-Klassemessen lassen.

Direkte elektrische Konkurrenten sind da schon deutlich schwerer zu finden. Die meisten sind entweder größer, wie das Tesla Model Sund der BMW i8oder kleiner, wie verschiedene elektrische Kompaktwagen wie der VW e-Golf oder der Nissan Leaf.

Traumstart sorgt für Startschwierigkeiten

Bei diesem Hersteller läuft alles ein bisschen anders. Da überrascht auch die Art und Weise nicht, wie das Model 3 an den Start gegangen ist. Kein Autosalon in Genf oder Paris, keine Autoshow in New York diente als Ort für die erste Präsentation. Die Amerikaner stellten das neue Modell einfach selbst online vor und schon stürmten am 31. März 2016 die zukünftigen Kunden die Tesla-Verkaufsstellen auf der ganzen Welt, um für EUR 1.000,00 ihr Model 3 unverbindlich zu reservieren. Satte 115.000 Reservierungen sollten es in den ersten 24 Stunden werden. Nach einer Woche waren es 325.000.

Damit konnte Tesla einmal mehr seine Rolle als das Apple unter den Automobilbauern eindrucksvoll unter Beweis stellen. Ursprünglich war der Name Model E vorgesehen, doch dieser war bereits geschützt. So machte Tesla aus dem E eine 3 und damit war die dritte und letzte Stufe der Tesla-Modellstrategie erreicht. Mit diesem Fahrzeug sollten die Autos von Tesla endgültig massentauglich werden. Der enorme Ansturm machte Tesla jedoch große Probleme, das nötige Produktionsvolumen zu schaffen. Bis zur richtigen Serienfertigung sollte es schließlich bis Juli 2017 dauern. Im Zuge einer Übergabeparty konnten die ersten 30 Kunden ihr Model 3 am 28. Juli 2017 übernehmen. Erst im Februar 2019 fanden die ersten Exemplare ihren Weg nach Europa.

So sieht das Model 3 aus

Seine Länge entspricht vergleichbaren Limousinen wie dem BMW 3er und der Mercedes-Benz C-Klasse. Das Design ist an das Tesla Model S angelehnt. Das Grundgerüst aus Stahl und Aluminium soll 1,6 Millionen Kilometer lang halten. Zudem ist diese Kombination besonders stabil und hält ein Vielfaches des eigenen Fahrzeuggewichts aus. Das Model 3 hat einen Kofferraum vorne und einen hinten, wobei die hintere Kofferraumklappe verhältnismäßig klein ausfällt.

Grund dafür ist das Glas-Panorama-Dach, das wie schon beim Tesla Model X über die Rücksitze hinweg verläuft. Auf den ersten Blick sieht auch das Model 3 äußerst elegant aus. Doch auf den zweiten Blick kann sich ob der Verarbeitung schnell Ernüchterung breit machen. Ungleiche Spaltmaße und unsaubere Abschlüsse beim Lack an den Blechkanten passen so gar nicht zu einem derart gehypten Premiumfahrzeug.

Ein System aus optischen Kameras, Ultraschallsensoren und einem Radarsensor macht es möglich, dass das Fahrzeug bei gutem Wetter Level 3 beim autonomen Fahrbetrieb erreicht. Bei schlechter Sicht funktioniert das jedoch nicht. Das gehört serienmäßig zu jedem Exemplar. Gegen Aufpreis lässt sich jedoch die Option „Volles Potential für autonomes Fahren“ dazu nehmen. Wenn es in Zukunft Neuerung hinsichtlich Autopilot geben sollte, werden diese als Software-Update installiert.

Der Innenraum des Tesla Model 3

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts! Zumindest fast nichts. Es gibt bestimmt viele Dinge, die Tesla-Gründer Elon Musk mag. Knöpfe und Hebel gehören hier jedoch nicht dazu. Zumindest verzichtet er auf die beiden im Cockpit des Tesla Model 3 so gut er nur kann. Damit bleiben nur das Lenkrad, zwei Hebel, der große 15 Zoll Screen von LG in der Mitte und der Knopf für die Warnblinkanlage über dem Rückspiegel. Leider setzt sich auch im Innenraum die teils schwache oder lieblose Verarbeitung fort.

Über den großen Screen werden beinahe alle Funktionen bedient. Von der genaueren Scheibenwischer-Steuerung, über die Klimaanlage bis zum Navigationssystem. Als offiziellen Grund für diesen Minimalismus im Cockpit gibt Elon Musk den Umstand an, dass das Auto in Zukunft ohnehin autonom fahren soll und der Fahrer dabei nichts mehr steuern muss. Diese Bedienkonzept nimmt üblicherweise eine gewisse Eingewöhnungszeit in Anspruch. Die meisten Kunden scheinen sich jedoch recht bald gut damit zurechtzufinden, auch wenn es zu Beginn gewöhnungsbedürftig ist.

Die Modellvarianten und deren Antrieb

Aktuell steht das Tesla Model 3 in drei Varianten zur Verfügung:

  • Standard Plus
  • Long Range
  • Long Range Performance

Die Variante Standard Plus hat nur einen Elektromotor hinten mit Heckantrieb. Der liefert eine Leistung von 321 PS und ein maximales Drehmoment von 402 Nm. Der Sprint von 0 auf 100 km/h soll in 5,6 Sekunden möglich sein und die Höchstgeschwindigkeit gibt Tesla mit 225 km/h an. Laut WLTP soll in dieser Version eine Reichweite von bis zu 409 Kilometer möglich sein.

Wie der Name schon verrät, hält das Tesla Model 3 bei der Variante Long Range deutlich länger durch. WLTP gibt hier 560 Kilometer Reichweite an. Doch auch die Leistung fällt hier spürbar stärker aus. Möglich machen das zwei Motoren im elektrischen Zusammenspiel. Zur permanenterregten Synchronmaschine am Heck kommt jetzt eine Drehstrom-Asynchronmaschine an der Vorderachse dazu. Damit hat dieser Tesla insgesamt rund 430 PS und ein maximales Drehmoment von 644 Nm. Tempo 100 soll die Long Range Version in 4,6 Sekunden erreichen können. Bei 233 km/h ist Schluss.

Bei der Variante Long Range Performance verschieben sich die Prioritäten noch etwas in Richtung Leistung. Das reduziert die Reichweite auf 530 Kilometer, steigert dafür die Performance auf insgesamt 487 PS und 660 Nm. Diese Kombination peitscht das Model 3 in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Maximalgeschwindigkeit liegt hier bei 261 km/h.

Die Batterie

In der Standardversion setzt sich die Batterie aus 2.976 Zellen zusammen. Das bringt eine Kapazität von 50 kWh. Die Batterien für die beiden Long Range Varianten bestehen aus 4.416 Zellen und bieten damit 74 kWh. Tesla übernimmt die Garantie für 8 Jahre oder 160.000 Kilometer in der Standardversion oder 192.000 Kilometer bei den stärkeren Versionen, was auch immer davon früher eintritt. Mit den Superchargern von Tesla soll das Laden zukünftig in enorm kurzer Zeit möglich werden.

Die Ausstattung

Die Ausstattung ändert sich mit den bereits genannten Modellvarianten. So spricht Tesla in der Standardversion vom partiellen Premium-Innenraum. Dieser bietet unter anderem:

  • Vordersitze mit 12 elektrischen Verstellfunktionen und Sitzheizung
  • Premium-Sitzbezüge
  • Upgrade-Audiosystem mit Klangfeldprozessor
  • Mittelkonsole mit 4 USB-Anschlüssen, Staufächern und Dockingstation für 2 Smartphones
  • Getöntes Glasdach mit UV- und Infrarot-Schutzschicht
  • Außenspiegel elektrisch anklapp- und beheizbar
  • Bluetooth Schnittstelle
  • Individuelle Fahrerprofile

Die beiden höheren Varianten bieten den Premium-Innenraum. Er bietet alternativ oder über den partiellen Premium-Innenraum hinaus folgende Features:

  • Vordersitze mit 12 elektrischen Verstellfunktionen
  • Sitzheizung vorne und hinten
  • Premium-Audiosystem (14 Lautsprecher, 1 Subwoofer, 2 Verstärker und Klangfeldprozessor)
  • Premium-Konnektivität mit:
  • Satellitenkarten mit Echtzeit-Verkehrsflussanzeige
  • Internet-Streaming für Musik und Medien
  • Häufigere Updates über Mobilfunk
  • Internet-Browser
  • LED-Nebelscheinwerfer
  • Innenraum-Bodenmatten

In der höchsten Variante Performance kommen zusätzlich passende Bauteil dazu:

  • 20-Zoll Performance-Felgen
  • Performance-Bremsen
  • Karbon-Heckspoiler
  • Tiefergelegtes Fahrwerk
  • Leichtmetallpedale
  • Erhöhte Maximalgeschwindigkeit von 233 auf 261 km/h
  • Track-Modus

Für wen ist das Model 3 am besten geeignet?

Mit dem Elektroauto wollte Tesla endgültig massentauglich werden. Die Performance leidet darunter jedoch nicht und so beschleunigt auch dieser Tesla wie ein Großer. Leider musste Tesla offensichtlich an anderen Stellen sparen und so trüben so manche Nachlässigkeiten bei der Verarbeitung den Gesamteindruck. Nichtsdestotrotz macht auch das Model 3 mächtig Eindruck und vor allem ganz einfach Spaß mit diesen irren Beschleunigungswerten und dem guten Fahrverhalten.