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Der Trabant wird zum Symbol der wechselvollen deutschen Geschichte

Anfangs Aushängeschild einer stolzen DDR-Wirtschaft, später Inkarnation ihres Technologierückstands, Jahrzehnte hindurch gleichermaßen Objekt von Spott und Haßliebe, vor der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten löste der Trabant als Volkswagen der DDR im Osten wie im Westen die unterschiedlichsten Emotionen aus. Und seine Symbolkraft verlor der als Limousine und Kombi, Pick-up und Cabrio-Jeep gebaute Kleinwagen auch dann nicht, als seine Produktion nach fast einem halben Jahrhundert Bauzeit 1991 eingestellt und die politische Einheit Deutschlands vollzogen wurde. Von den mehr als drei Millionen gebauten Trabant überlebten zwar nicht viele. Doch die wenigen Exemplare, die der sozialistischen Mangelwirtschaft und schließlich der kapitalistischen Konkurrenz trotzten, wurden als gepflegte und restaurierte Liebhaberautos in der Folge der massenhaften Verschrottung der Trabant nach der Wiedervereinigung schnell zum Sinnbild von Ostalgie und origineller Oldtimer-Technik.


Die erste Generation der Trabant P50 und Trabant 500 Limousinen und Kombis

Als der erste Trabant im Baujahr 1957 der Öffentlichkeit präsentiert wurde, brauchten sich die Konstrukteure des Herstellers VEB Sachsenring in Zwickau nicht hinter der Konkurrenz aus Italien, Frankreich oder Westdeutschland zu verstecken. Zu Zeiten des Fiat Topolino, des Käfer von VW und der "Ente“ von Citroën entsprach die bis 1962 als Trabant P50 und Trabant 500 angebotene erste Generation der kleinen Limousine dem automobilen Standard. In dem knapp 1,50 Meter breiten und bis 3,60 Meter langen Zweitürer fanden vier Personen plus kleines Gepäck Platz, und der nicht ganz 20 PS leistende Zweitakt-Motor beschleunigte den nur etwas über 600 Kilogramm wiegenden Wagen bis etwa 100 Stundenkilometer. Als innovativ gelten durfte sogar der Materialmix von Limousine und dem 1959 nachgereichten Trabant Kombi: Statt rostanfälliger Blechteile, setzte der VEB Sachsenring für die Karrosserie von Beginn an einen hohen Anteil von Kunststoffteilen ein. Auch die optional angebotene de Luxe-Zweifarbenlackierung ließ den Trabant auf der Höhe seiner Zeit erscheinen.


Der Trabant P600 wird von 1964 bis 1990 fast unverändert gebaut

Die zweite Fahrzeuggeneration wurde als Trabant 600 im Jahr 1962 eingeführt und zwei Jahre später als Trabant 601 mit neuen kantigeren Karrosserieformen vorgestellt, die den Auftritt des Trabant bis zum Ende bestimmen sollten. Tatsächlich änderte sich seit Mitte der 1960er Jahre über die Jahrzehnte hinweg technisch gesehen nicht mehr viel, seitdem der Zweitakter auf 0,6 Liter Hubraum vergrößert und seine Leistung auf 26 PS angehoben worden war. Einzige Innovation nach der Einführung der zweiten Generation des Trabant Kombi im Jahr 1965, der als Trabant Universal verkauft wurde, war der hauptsächlich für die Armee produzierte jeepartige Trabant-Cabriolet mit Klappdach, der heute ein Sammlerstück ist und in kleiner Zahl auch als Zivilfahrzeug Trabant Tramp in den Westen exportiert wurde.


Die Einführung der dritten Trabant-Generation 1990 mit Motortechnik von VW

Die äußerlich kaum veränderte, technisch mit dem seit 1988 in Lizenz nachgebauten VW-Polo-Motor jedoch gründlich modernisierte Generation des Trabant wurde vom VEB Sachsenring mitten im politischen Umbruch des Jahres 1989 vorgestellt. Angeboten wurde der Trabant 1.1 als Limousine, Kombi sowie als Faltdach-Cabrio und Pick-up. Die zugekaufte moderne Motortechnik von VW konnte den Trabant jedoch nicht retten. Nach schlechten Verkaufszahlen wurde die Produktion des Trabant und des Trabant Universal Mitte des Jahres 1991 eingestellt.

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