Informationen zu Alfa Romeo Giulietta
Im Baujahr 2010 wird der historische Name Alfa Romeo Giulietta wiederbelebt
Manche Autohersteller orientieren sich bei der Namensfindung für eine Baureihe gerne an historischen Modellen, die für die Unternehmensgeschichte eine herausragende Bedeutung hatten. Im Zuge der Retrowelle wurde zum historischen Namen dann auch ein modernes Design mit Anklängen an die Urtypen entwickelt. Als der italienische Konstrukteur Alfa Romeo den Nachfolger des Kompaktmodells Alfa Romeo 147 plante, trafen die Markenstrategen die Entscheidung, die in dieser Klasse seit einem viertel Jahrhundert praktizierte Benennung mit einer Ziffernfolge aufzugeben und statt dessen eine Typenbezeichnung aus den Anfängen wiederzubeleben. Ab dem Baujahr 2010 trugen die Kompakten der Mailänder daher den historischen Namen Alfa Romeo Giulietta.
Die Alfa Romeo Giulietta als Limousine, Coupé und Cabriolet von 1954 bis 1965
Für Alfisti als treue Fans der italienischen Marke ist der Name Alfa Romeo Giulietta zunächst mit einer Baureihe verbunden, die Mitte der 1950er Jahre den Beginn der modernen Autoproduktion in Großserien bei Alfa markierte. Die erste Giulietta war ein von Bertone gezeichnetes Coupé, das im Baujahr 1954 die Tradition der Reihe begründete. Ein Jahr darauf folgte die Giulietta als viertürige Limousine und in einer Version als offener Zweisitzer. Das Cabriolet war vom Karosseriebauer und Stylisten Pininfarina entworfen worden und wurde zum Vorläufer des Klassikers Alfa Romeo Spider. Im Baujahr 1959 unterzog Alfa Romeo die Giulietta einer Modellpflege, die eine aufwändiger verchromte Frontgestaltung mit sich brachte. Verbaut wurden Motoren, die bis zu 54 kW (74 PS) leisteten und die Modelle bis auf 160 Stundenkilometer antreiben konnten. Im Baujahr 1965 wurde die Giulietta dann von der Alfa Romeo Giulia abgelöst.
Die Generation der Alfa Romeo Giulietta der Baujahre von 1977 bis 1985
Die erste Wiederauflage erlebte die Alfa Romeo Giulietta im Baujahr 1977. In dieser Generation wurde unter diesem Namen als Nachfolger der Alfa Romeo Giulia eine viertürige Mittelklasse-Limousine angeboten, die technisch gesehen viele Gemeinsamkeiten mit der größeren Limousine Alfa Romeo Alfetta aufwies, darunter etwa die nach hinten verlagerte Antriebstechnik. Während die Alfetta mit ihrem klassisch proportionierten Stufenheck beim Design keine Experimente wagte, setzte die Alfa Romeo Giulietta Limousine dieser Zeit mit ihrem hoch aufbauenden Kurzheck Akzente. Zugleich war dies die erste Giulietta, die mit einem Dieselmotor angeboten wurde. Im Baujahr 1985 lief die Produktion der Alfa Romeo Giulietta dieser Generation aus.
Die Alfa Romeo Giulietta der Generation ab Baujahr 2010
Als sportlich ausgelegtes Modell in der Kompaktklasse kam die Alfa Romeo Giulietta im Baujahr 2010 als Nachfolgerin des Alfa Romeo 147 erneut auf den Markt. Diese Giulietta-Generation wurde zunächst nur als Fünftürer konzipiert und wies mit ihrer rund gewölbten Front mit der Trapezkühleröffnung das typische Alfa-Gesicht dieser Zeit auf. Technische Besonderheit: Wie der Alfa Romeo MiTo lieferte die Bordelektronik auf Wunsch drei verschiedene Fahrwerkseinstellungen, etwa für ein besonders sportliches Handling. Angeboten wurde die Alfa Romeo Giulietta als Benziner mit 88 kW (120 PS) sowie 125 kW (170 PS). Das Topmodell leistete bis zu 173 kW (235 PS). Bei den Dieseln standen zwei Versionen mit 77 kW (105 PS) sowie 125 kW (170 PS) im Programm.