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Alfa Romeo MiTo

Der Alfa Romeo MiTo ist der erste Kleinwagen des Mailänder Autobauers

Der Name Alfa Romeo steht eigentlich für sportliche Autos, die nicht ganz günstig sind. Doch im Frühjahr 2008 gesellte sich ein Kleinwagen zu den Modellen des italienischen Herstellers. Mit knapp über vier Metern Länge gehört der Alfa Romeo MiTo zwar zu den längsten Fahrzeugen seiner Klasse, ist aber die erste Limousine der Marke, die im Kleinwagen-Segment angesiedelt ist. Doch am typisch sporlichen Design erkennt man das Fahrzeug sofort als Alfa Romeo. Weiterlesen

Technische Daten

70 - 170 PS

Leistung

3.4 - 6.5 l/100 km

Verbrauch (komb.)

89 - 153 g CO2/km

CO2-Ausstoß (komb.)Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

160 - 219km/h

Höchstgeschwindigkeit

7.3 - 14s

von 0 auf 100 km/h

Technische Daten anzeigen

Geschichte

Als der italienische Autohersteller im Jahr 1986 vom Fiat-Konzern aufgekauft wurde, waren die Segmente zunächst klar aufgeteilt. Alfa Romeo ist als Spezialist für sportlich motorisierte Fahrzeuge bekannt geworden und genau dieses Image sollte erhalten bleiben. Deshalb baute das Tochterunternehmen diesen Bereich in Abgrenzung zu den anderen Konzernmarken weiter aus. Zu dieser Zeit sprach noch keiner davon, neben der Kernmarke Fiat und dem Tochterunternehmen Lancia noch einen dritten Anbieter im Kleinwagen-Segment zu positionieren. Den Verantworlichen war zwar bewusst, dass sich der wirtschaftliche Erfolg nicht nur mit Modellen wie dem Alfa Romeo Spider gewährleisten ließ, doch reichte die Modellpalette der Marke bereits bis zu Coupés, Limousinen und Kombis in der Kompakt- und Mittelklasse. Als sich der Kleinwagenmarkt allerdings immer mehr in ein lukratives Lifestylesegment verwandelte, sollte auch das Tochterunternehmen von dieser Entwicklung profitieren. Also entschied sich der Konzern doch für die Veröffentlichung eines sportlichen Kleinwagens: dem Alfa Romeo MiTo.

Entwicklung

Der Name MiTo ist eine Zusammensetzung aus den beiden Autokennzeichen für die Städte Mailand (Milano: MI) und Turin (Torino: TO). In Mailand ist der ursprüngliche Sitz der Automarke, in Turin hat der heutige Mutterkonzern Fiat seine Zentrale. Hier wurde der MiTo auch von 2008 bis 2018 produziert. Die Idee für den Namen kam von einem Aufruf ins Internet und wurde mit einem kostenlosen Alfa Romeo Spider honoriert. Im Italienischen bedeutet der Begriff “Mito” übersetzt Mythos – passend zu einem völlig neuen Modell und dem Einstieg in ein neues Segment. In Deutschland wurden während der Bauzeit rund 19.500 Fahrzeuge des Kleinwagens verkauft. Der Höhepunkt war im Jahr 2009, als die Umweltprämie eingeführt wurde und viele alte Kleinwagen gegen neue Modelle ausgetauscht wurden. Über 40 Prozent der gebrauchten MiTo im Bundesgebiet stammen aus dem Verkaufsjahr 2009.

Vorstellung

Der Alfa Romeo MiTo ist ein dreitüriges Coupé auf der technischen Basis des Fiat Grande Punto, mit dem er gemeinsam in Turin hergestellt wird. Mit einer Länge von etwas über vier Metern und einer Breite von 1,72 Metern ähnelte er auch größentechnisch seinem Schwesternmodell. Beim Design jedoch hören die Gemeinsamkeiten auf: Wie bei Alfa üblich, haben die Stylisten die markentypische Sportlichkeit deutlich herausgestellt. Und wie bei den großen Alfas üblich, muss das Nummernschild vorne neben dem Kühlergrill angebracht werden, was zusammen mit der hochgezogenen Schürze am Heck den dynamischen Auftritt zusätzlich unterstreicht. Als kleinstes Modell im Programm trägt der Alfa Romeo MiTo trotzdem die trapezförmige Kühleröffnung mit den Querverstrebungen und dem Markenlogo an der Front.

Ausstattung

Für einen sportlichen Kleinwagen ist der Alfa Romeo MiTo serienmäßig mit einem erstklassigen Sicherheitspaket ausgestattet. Sieben Airbags, Tagfahrlicht, aktive Kopfstützen und das elektronische Stabilitätsprogramm VDC bieten ein hohes Sicherheitsniveau. Das bestätigte auch der Euro-NCAP-Crashtest 2008, bei dem der MiTo die vollen fünf Sterne erreichte. Zur Abwechslung hat der Hersteller den Fahrersitz gleich so tief platziert, dass auch Personen über 1,70 Meter Körpergröße entspannt sitzen können. Eine weitere technische Besonderheit ist der einzigartige Schalter auf der Mittelkonsole, der zwischen Dynamik, Normal und Allwetter umgestellt werden kann. Hiermit kann der Fahrer das Auto an seine Fahrweise anpassen, denn der Schalter hat Einfluss auf:

  • Fahrdynamikregelung
  • Differentialsperre
  • Bremsen
  • Lenkung
  • Motor

Motor

Die Benzin-Varianten des Alfa Romeo MiTo

Als Einstiegsmodell bot der Hersteller den Alfa Romeo MiTo bei den Benzinern mit einem 1,4-Liter-Vierzylinder an, der über eine Leistung von bis zu 58 kW (78 PS) verfügte und den MiTo bis auf 165 Stundenkilometer antrieb. In den mittleren Leistungsstufen verfügte der Alfo Romeo MiTo über Motoren von 70 kW (95 PS) und 88 kW (120 PS). Das sparsamste Modell mit einem offiziellen Kraftstoffverbrauch von 5,6 Litern (129 g/km CO2-Emissionen) war der MiTo mit einem 99 kW (135 PS) MultiAir-Motor. Die Topausstattung des MiTo stellten dem kleinen Alfa bis zu 125 kW (170 PS) bereit, was für eine Spitzengeschwindigkeit bis 219 km/h reichte.

Die Diesel-Varianten des Alfo Romeo MiTo

Bei den Dieseln standen für den Alfa Romeo MiTo zwei Common-Rail-Triebwerke zur Verfügung. Die Basismotorisierung mit zunächst 66 kW (90 PS) wurde Ende des Baujahrs 2009 von einem 1,3-Liter-Vierzylinder mit 70 kW (95 PS) Leistung abgelöst, mit dem der Alfa Romeo MiTo bis auf 180 km/h beschleunigen kann. Die stärkste Motorisierung bei den Selbstzündern stellt ein 1,6-Liter-Vierzylinder mit 88 kW (120 PS) dar, mit dem der Kleinwagen 198 km/h Höchstgeschwindigkeit schafft.

Modellreihe

Insgesamt zweimal besserte der Hersteller während der zehnjährigen Bauzeit beim Alfa Romeo MiTo nach. Zunächst wurde die Motorenpalette weiter ausgebaut, so kam 2012 eine Motorvariante mit zwei Zylindern sowie 0,9 Litern Hubraum hinzu, das sich mit 62 kW (84 PS) Leistung und 174 km/h Höchstgeschwindigkeit im Mittelfeld platzierte. Im Herbst 2013 erfolgte die erste größere Modellüberarbeitung. Der Zweizylinder-Motor erhielt 15 kW (21 PS) mehr Power unter der Motorhaube, der 1,4-Liter-MultiAir-TCT wurde um 4 kW angehoben. Außerdem konnte der Verbrauch um 0,2 Liter auf 100 km gesenkt werden. Außen ist der überarbeitete Alfa Romeo MiTo an dem modifizierten Kühlergrill mit Chromeinfassung und einem abgedunkelten Rahmen für die Scheinwerfer zu erkennen. Innen haben sich die Applikationen für Armaturen und Türen sowie die Sitzbezüge geändert. Außerdem waren weitere Ausstattungslinien erhältlich. Die Linie “Turismo” wurde aufgewertet, während die neue Basislinie den Titel “Impression” trägt und die sportlichste Ausführung “Quadrifoglio Verde” heißt.

Modellreihe 2

Im Januar 2014 stieß der MiTo Connect als limitiertes Sondermodell zur Baureihe hinzu. Serienmäßig hat er das Infotainmentsystem Uconnect an Bord. Auf dem Genfer Autosalon 2016 stellte die Marke die zweite Überarbeitung vor: mit einem neuen vorderen Stoßfänger, einem neuen Markenlogo und einem neuen Schriftzug am Heck. Die Ausstattung unterteilte sich nun in die drei Linien “MiTo”, “Super” und “Veloce” – das bisherige Topmodell “Quadrifoglio Verde” gab es nicht mehr. 2018 erschien noch das Sondermodell “Urban” als Basismodell mit Leichtmetallfelgen, Außenspiegelklappen in Aluoptik sowie Regen- und Lichtsensor, dann wurde der Alfa Romeo MiTo ersatzlos eingestellt.

Konkurrenz

Im Kleinwagensegment ist erfahrungsgemäß viel los. Jede Marke muss sich irgendwie von der Konkurrenz abheben. Der Alfa Romeo MiTo setzt dabei vor allem auf sein auffällig sportliches Design, was an den Supersportler Alfa Romeo 8C erinnern soll. Ähnlich auffällig stellt der deutlich kleinere Mini Cooper seine britischen Wurzeln aus. Vor allem im Innenraum macht sich die längere Karosserie bemerkbar, im Alfa MiTo finden auch mal vier Erwachsene Platz. Beim Kofferraum bietet der Italiener 270 bis 960 Liter Stauraum, während der Brite auf 160 bis 680 Liter beschränkt ist. Beide Autos sind sportlich unterwegs, allerdings fehlt beiden Motoren etwas Power und der Mini ist kultivierter und quirliger unterwegs als sein Mittstreiter. Dafür ist der Alfa stärker, schneller und besser geeignet für den Alltag. Allerdings gehören beide Fahrzeuge zu den teuren und eher durstigen Vertretern ihrer Klasse. Im Vergleich zum Opel Adam Jam und Kia pro_cee’d fehlem dem italienischen Wagen eine Einzelradaufhängung, eine Luftfederung und der längere Radstand. Dafür kommt er beim offiziellen Kraftstoffverbrauch und den CO2-Emissionen oftmals besser weg.

Fazit

Als erster und bisher einziger Kleinwagen der Marke Alfa Romeo ist der MiTo doch sehr passabel geraten. Von außen sieht er zwar etwas sportlicher aus als er wirklich ist, doch seine leistungsstarken Motoren bewegen das hohe Gewicht und die verhältnismäßig große Karosserie recht mühelos über den Asphalt. Der Alfa Romeo MiTo ist aufgrund seines überdurchschnittlichen Platzangebots und des umfassenden Sicherheitspakets hervorragend für den Alltag geeignet. Das auffällig sportliche Alfa-Design lässt sich die Marke jedoch auch ein bisschen was kosten.

Fahrzeugbewertungen zu Alfa Romeo MiTo

20 Bewertungen

4,7