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Mini Clubman

Der Mini Clubman bringt Go-Kart-Feeling in die Kombiklasse

Als die französischen Autohersteller um das Jahr 2005 herum mit Kombiversionen ihrer Kleinwagenserien auf den Markt kamen, galt das Konstruktion der Mini-Fünftürer als innovative Idee. Wie so oft in der Automobilgeschichte stellte die angebliche Neuerung jedoch nur eine Wiederbelebung längst erprobter Karosseriekonzepte dar. Mit dem Polo der zweiten Generation hatte Volkswagen bereits Anfang der 1980er Jahre gezeigt, das sich in einem zweitürigen Polo mit Steilheck mehr Raum in der Kleinwagenklasse realisieren ließ. Eine elegante Lösung für das Raumproblem in der Klasse der Kleinstwagen fand bereits in den 1960er Jahren auch die British Motor Corporation, die ihren Mini mit gestreckter Karosserie und drei Türen als Mini Countryman auf dem englischen Markt anbot. Als dessen Nachfolger wurde im Jahr 1969 unter neuem Namen das erste Modell des Mini Clubman präsentiert, der bis 1980 vom Band lief. Als Retromodell des deutschen Herstellers BMW, der die Marke Mini im Jahr 1994 mit dem Kauf der Rover-Gruppe übernommen hatte, erschien dann im Jahr 2007 eine Wiederauflage des Mini Clubman, der das Go-Kart-Feeling in die Kombiklasse brachte.

Die historischen Modelle des Mini Clubman von 1969 bis 1980

Unter dem historischen Namen Mini Clubmann wurden sowohl Limousinen als auch Kombis angeboten. Mit Ausnahme der Front bekamen die 1969 erstmals am Markt eingeführten Mini Clubman die typische Karosserie der ersten Mini-Generation von 1959, deren Nachfolger parallel zum Mini Clubmann weitergebaut wurden. Die kurze abgerundete Front des Ur-Minis wurde beim Mini Clubman durch einen verlängerten kantigen Aufbau mit einem rechteckigen Kühlergrill ersetzt. Der Vorteil dieser Konstruktion: Die Mini Clubman boten eine größere Knautschzone, womit das Crashverhalten verbessert wurde. Im Vergleich zur Limousine verfügte der dreitürige Mini Clubman über einen von 2,04 Meter auf 2,14 Meter verlängerten Radstand. Auf den meisten Märkten wurde der Kombi mit doppelflügeliger Hecktür angeboten. Seltener waren die Modelle mit nach oben öffnender Heckklappe.

Die Motorausstattung des Mini Clubman der ersten Generation

Als Motorisierung stand für den Mini Clubman der ersten Generation in der Grundausführung ein Aggregat mit 1,0 Liter Hubraum bereit. Daneben war eine Sportausführung erhältlich, die über das 1,3 Liter Aggregat des Mini Cooper verfügte und den Mini Clubman bis auf 140 km/h antrieb. Den Spurt aus dem Stand auf einhundert Stundenkilometer schaffte der Mini Clubman damit in unter dreizehn Sekunden. Der Mini Clubman wurde als teurere und besser ausgestattete Alternative zum Mini bis ins Jahr 1980 hergestellt und danach durch den Austin Metro ersetzt.

Der neue Mini Clubman von BMW wird im Jahr 2007 präsentiert

Wurde mit dem im Jahr 2001 vorgestellten Mini von BMW das Designkonzept des Ur-Minis ins 21. Jahrhundert übertragen, so zeigten die Bayern sechs Jahre später, dass sich Retrolook und Go-Kart-Feeling auch für einem Kombi realisieren ließen. Pate für den 2007 eingeführten Kombi der Mini-Baureihe stand der dreitürige Mini Clubman vom Ende der 1960er Jahre, von dem auch die doppelflügeligen Hecktüren übernommen wurde. Während dieser mit seiner veränderten Frontgestaltung vom Mini-Design abwich, bekam der neue Mini Clubman dasselbe Gesicht wie die Limousinen. Um den Zugang für die hinteren Passagiere zu erleichtern, ließ sich BMW allerdings auch etwas einfallen, was es beim Original Mini Clubman noch nicht gegeben hatte: Eine gegenläufig öffnende Hintertür auf der Beifahrerseite.

Das Raumkonzept des BMW Mini Clubman

Die neue Generation des Mini Clubman war mit einer Länge von 3,95 Metern um 25 Zentimeter länger als die Limousinenausführung und verfügte über einen um acht Zentimeter verlängerten Radstand. Bei aufgestellten Sitzen bot der Mini Clubman damit einen Stauraum von gut 260 Litern. Wurde die geteilt umklappbare Rücksitzbank ganz umgelegt, vergrößerte sich die Beiladekapazität auf maximal 930 Liter. Im Cockpit des Mini Clubman gab es die von den Limousinen übernommene Ausstattung mit den bekannten Rundinstrumenten und dem zentral platzierten Riesen-Tachometer.

Vier Motorisierungen für den Mini Clubman der neuen Generation

Angeboten wurde der Mini Clubman als Benziner und Diesel ab Baujahr 2007 in vier Motorvarianten. Das Einstiegsmodell bei den Benzinern bildete der Mini Clubman mit einem 1,4 Liter Motor mit 70 kW (95 PS). In der 1,6 Liter Ausführung verfügte der Mini Clubman über 88 kW (120 PS). In der Sportversion mit Turboaufladung gab es den kleinen Kombi mit einem 128 kW (175 PS) Aggregat. Der Diesel konnte auf 80 kW (110 PS) zugreifen und stellte das sparsamste Mini-Modell im Programm des Herstellers dar. Der Durchschnittsverbrauch lag bei 4,1 Litern Diesel, was einem CO2-Wert von 109 g/km entsprach. Zum Vergleich: Der Mini Clubman mit dem großen Benzinertriebwerk kam auf einen kombinierten Verbrauch von 6,3 Litern Super (150 g/km CO2). Dafür trieb er den Kombi allerdings auch bis auf fast 225 km/h an, während es der Diesel nur auf 193 km/h schaffte. Für alle Mini Clubman stand serienmäßig ein Sechsgang-Schaltgetriebe und eine optionale Automatik im Programm.

Technische Daten Mini Clubman

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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