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MINI Cooper SE

Mini Cooper SE: Ein bayrischer Brite steht unter Strom

Mit dem Mini Cooper SE ist seit Kurzem der erste rein elektrische Mini in Serienproduktion erhältlich. Dabei treffen das altbewährte Mini-Design und ein altbekannter Elektromotor von BMW aufeinander. Die Leistungsdaten lassen wohl keinen wirklich erstaunen, werden ihren Zweck jedoch problemlos erfüllen. Wie stehen Sie zum rein elektrischen Mini? Weiterlesen

Technische Daten

184 - 184 PS

Leistung

14.8 - 14.9 kwh/100 km

Verbrauch (komb.)

- g CO2/km

CO2-Ausstoß (komb.)Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

150 - 150km/h

Höchstgeschwindigkeit

7.3 - 7.3s

von 0 auf 100 km/h

Technische Daten anzeigen

Wie viel kostet ein Mini Cooper SE?

Der günstigste Mini Cooper SE beginnt bei EUR 32.500,00. Je nach gewünschtem Trim Level steigt der Listenpreis auf bis zu EUR 40.500,00 an. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt tut sich naturgemäß noch sehr wenig. Es werden jedoch bestimmt bald die ersten ganz jungen Gebrauchten oder Vorführer mit etwas günstigeren Preisen auftauchen.

Die Kontrahenten des Mini Cooper SE

Abseits des großen Tesla-Hypes tut sich auch bei den elektrischen Kleinwagensehr viel. Naheliegend ist natürlich ein Vergleich mit dem BMW i3. Schon lange mit dabei ist der Renault Zoe. Mit den E-Versionen des Opel Corsaund des Peugeot 208kommen zudem weitere Konkurrenten auf den Markt. Ähnlich stylish und hochpreisig legt es zudem der ganz neue Honda ean.

Der Mini und seine Geschichte

Der Weg zum heutigen Mini Cooper SE beginnt im England des Jahres 1959. Ein Zusammenschluss mehrerer britischer Hersteller startete damals als British Motor Corporation mit der Herstellung der ersten Exemplare des Mini. Die besonders kompakte Karosserie, der Frontantrieb und der quer eingebaute Vierzylindermotor waren Ende der 1950er Jahre ein großer Entwicklungsschritt im Automobilbau.

Die Initialzündung für diese Konstruktion finden wir bei der Suezkrise 1956. Sie war die erste Energiekrise, bei der auch die westliche Welt unmittelbare Auswirkungen spüren konnte. Dementsprechend ist die Nachfrage nach besonders sparsamen Autos gestiegen. Im etwas mehr als drei Meter langen ersten Mini hatten durch verschiedene kreative, technische Lösungen vier Erwachsene durchaus problemlos Platz. Mit dem A-Serien-Motor griffen die Entwickler auf einen bereits altbewährten Motor zurück.

Ein gewisser John Cooper sammelte dabei schon viel Erfahrung, was das Tuning dieses Motors angeht. So bekamen die sportlicheren Varianten den Beinamen Cooper. Im Laufe der Jahre hat sich der Begriff Mini Cooper jedoch allgemein als Bezeichnung für alle damaligen Mini-Modelle in der breiten Masse durchgesetzt. Natürlich ging der Mini in den Jahren nach 1959 mit der Zeit und entwickelte sich immer weiter. Die Grundform blieb dennoch bis zu seinem Ende im Jahr 2000 weitgehend gleich. Nach mehr als 5,3 Millionen produzierten Exemplaren endete die Herstellung des Ur-Minis.

2001: Der Mini ist tot, lang lebe der Mini

Im Jahr 2001 wagte BMW einen Neustart des Mini. Dabei übernahmen die Entwickler das grundsätzliche Aussehen und den Innenraum des Originals und vergrößerten das Ganze auf die Maße eines aktuellen Kleinwagens. Die Konstellation mit BMW kam 1994 durch die Übernahme der MG Rover Group durch BMW zustande. Rover arbeitete bereits an der Neuauflage des Mini. Noch bevor die neue Version fertig wurde, trennte sich BMW wieder von Rover und nahm das neue Mini-Konzept kurzerhand mit. Die Entwicklungen wurden daher in München abgeschlossen. Die Herstellung passiert im neu adaptierten Werk namens BMW Works Oxford, in ein paar weiteren Teilen Englands und im Magna-Steyr-Werk in Graz. Seit dem Jahr 2014 ist der neue Mini bereits in der dritten Generation unterwegs.

Zu dieser dritten Generation gehört auch der Mini Cooper SE. Er ist zugleich der erste rein mit Strom betriebene Mini in großer Serienproduktion. Der allererste elektrische Mini überhaupt ist er jedoch nicht. Bereits im Jahr 2009 gab es den Mini E. Auch er lief bereits komplett elektrisch. Dabei handelte sich allerdings nur um ein kleineres Projekt, das zuerst in den USA und später auch vereinzelt in Europa an den Start ging. Die Fahrzeuge konnten dabei nur geleast werden und konnten mit den Leistungsdaten der heutigen Stromer nicht mithalten. Der Akku war so groß, dass der Platz für die gesamte Rückbank und Teile des Kofferraums verloren ging.

März 2020: Der Mini Cooper SE geht an den Start

Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten mit besonders modernem Design hält Mini auch bei seinem elektrischen Modell an der altbewährten Optik fest. Nur vereinzelte gelbe Akzente heben ihn von seinen Mini-Kollegen etwas ab. Der rein elektrische Antrieb ist ausschließlich für den Dreitürer verfügbar. Der große Mini Countryman ist immerhin noch als Hybrid erhältlich. Der Akku ist im Cooper SE jetzt deutlich besser im Boden versteckt und so muss nicht einmal das Kofferraumvolumen leiden. Es bietet, wie die klassischen Modelle immer noch 211 bis maximal 731 Liter Platz. Dafür liegt der elektrische Mini 18 Millimeter höher.

Auch im Innenraum bleiben beim E-Mini viele klassische Elemente wie die Kippschalter erhalten. Das Kombiinstrument ist jedoch digital als virtuelles Cockpit gestaltet. Kleiner Minuspunkt: Der Infotainment-Screen in der Mitte ist nicht gerade der größte auf dem Markt. Von diesem kleinen Manko (wenn man das überhaupt als solches betrachtet) abgesehen, lässt der Innenraum nichts missen und auch die Materialien sowie deren Verarbeitung sind absolut wunderbar.

Dieses System treibt den Mini Cooper SE an

Da Mini nach wie vor BMW gehört, liegt eine gewisse Nähe zum BMW i3 klar auf der Hand. Diese Nähe beginnt übrigens schon im Jahr 2009. Der weiter oben erwähnte E-Mini diente nämlich als Testobjekt für den Antrieb des i3. Jahre später bekommt der Mini Cooper SE den mittlerweile weiterentwickelten Motor des i3 erneut unter die Haube. Praktischer Nebeneffekt ist dabei die Tatsache, dass das bereits vorhandene BMW-System ideal mit der bestehenden Basis des Mini zusammenpasst. Damit konnte der Elektroantrieb einfach direkt anstelle des bisherigen Verbrennungsmotors eingebaut werden.

Der Elektromotor bringt es auf 184 PS und ein maximales Drehmoment von 270 Nm. Der T-förmig eingebaute Akku am Boden des Mini Cooper SE kann 32,6 kWh Energie speichern. Deutlich weniger als der Akku des BMW i3 mit 42,4 kWh. Das alles soll eine Reichweite zwischen 235 und 270 Kilometer bringen. Diese Werte klingen wenig beeindruckend, sollten für einen kleinen Cityflitzer allerdings ausreichen. Von 0 auf 60 km/h soll er in 3,9 Sekunden beschleunigen können. In 7,3 Sekunden geht es aus dem Stand auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 150 km/h begrenzt. An einer 11 kW Wechselstromleitung dauert der Ladevorgang auf 80 Prozent rund 2,5 Stunden. Beim Schnellladen mit Gleichstrom sinkt dieser Wert auf 35 Minuten.

Die vier Fahrmodi des Mini Cooper SE

Um die Leistung richtig zu nutzen, bietet der Cooper SE vier Fahrmodi an:

  • Sport
  • Mid
  • Green
  • Green+

Beim ersten Modus funktionieren Lenkung und Leistung spürbar sportlicher. Der Modus Mid ist die Grundeinstellung für den ganz normalen Fahrbetrieb. Der Green-Modus dient dem verbrauchsorientierten Fahren und versucht alles so effizient wie möglich zu nutzen. Im Modus Green+ wird der Cooper SE zum Sparkaiser und schränkt Stromfresser wie die Klimaanlage und die Sitzheizung rigoros ein.

Die Ausstattung des voll elektrischen Minis

Die Ausstattung des Mini Cooper SE setzt sich aus der einheitlichen Grundausstattung und vier sogenannten Trim Leveln zusammen. Sie hören auf die Bezeichnungen S, M, L und XL und bauen aufeinander auf.

Gerade für ein E-Auto womöglich überraschend zeigt sich Mini bei der Grundausstattung durchaus spendabel. So zählen unter anderem folgende Dinge serienmäßig dazu:

  • Viele Chrom Elemente innen und außen
  • Fahrer- und Beifahrersitz höhenverstellbar
  • Sportsitze für Fahrer und Beifahrer
  • Multifunktions-Sport-Lederlenkrad mit drei Speichen
  • Elektrische Fensterheber
  • USB-Anschluss
  • Bluetooth Freisprecheinrichtung
  • MINI Driving Modes (4 Fahrmodi)
  • Virtuelles Cockpit
  • Navigationssystem
  • Zwei-Zonen-Klimaautomatik
  • Akustischer Fußgängerschutz
  • Wärmepumpe
  • Follow-me-Home Beleuchtung
  • LED-Leuchten (Tagfahrlicht, Scheinwerfer, Nebelscheinwerfer & Heckleuchten mit Union-Jack-Design)
  • Frontairbags für Fahrer und Beifahrer, Kopfairbag vorne und hinten, Seitenairbags vorne
  • ABS, DSC, EBV
  • Bremsassistent
  • Crash-Sensor
  • Dynamische Bremsleuchten
  • Tempomat

Die vier Trim Level legen in weitere Folge verschiedene Punkte in Sachen Design fest und bringen so manche Zusatzausstattung in den Mini Cooper SE.

Für wen ist der Mini Cooper SE am besten geeignet?

Der Mini Cooper SE wird vor allem für ohnehin schon vorhandene Mini Fans interessant sein, die auf eine elektrische Alternative umsteigen möchten. Sie werden jede Menge Freude mit diesem E-Flitzer haben. Für alle anderen bietet er jedoch weder mit seinen elektrischen Leistungsdaten noch mit dem Preis einen besonderen Anreiz. Nichtsdestotrotz ist der Cooper SE ein heißer Kandidaten auf dem Markt der kleinen Stromer.