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Porsche 964 Turbo

Sondereditionen und Motorvarianten

1990 bis 1992 löste er den legendären Porsche 911 Turbo ab: der Porsche 964er Turbo, die zweite Generation. Die Monster-Motoren mit 3,3 oder 3,6 Litern Hubraum und 320 bis 360 PS, maximales Drehmoment von 450 Nm, waren das Kennzeichen des 964er Turbo. 1990 rettete die Neuauflage den Konzern aus einer Krise: Runder, komfortabler, mit Automatik-Getriebe und obendrein noch in Pastellfarben: der Schock ging tief. Dafür war der Neunhundertelfer jetzt endgültig in der Turbo-Generation angelangt: 320 Pferdstärken, Spitzen-Geschwindigkeiten von bis zu 270 km/h, nur 5,0 Sekunden bis auf Tempo 100 - und ein Preis, für den man dazumal ein halbes Haus bekam. Elektrisch verstellbare Sitze, Klimaanlage und damals innovative Airbags wurden dafür gleich mitgeliefert. Die raubeinige Kraft- und Rennmaschine soff gut und gerne ihre 20 Liter Super-Benzin. Und der hohe Preis schreckte die leidenschaftlichen Fans des Porsche 964 Turbo nicht wirklich ab. Die Pluspunkte des "Neuen": Man hatte ihm ein sicheres Fahrwerk aus Leichtmetall verpasst, und damals so innovative Details wie ABS, Servolenkung und weitere leistungsfördernde Modifikationen am Motor bekamen dem Flaggschiff gut. Als Stärkster seiner Klasse behielt der Porsche 964 Turbo seine Wiedererkennungsfaktoren, die breiten Kotflügel, den großen Heckspoiler, sowie den bewährten Motor - nur noch bissiger, stärker, lauter, und durch Einbau von vergrößerten Ladeluftkühlern noch mächtiger.

Der Porsche 964 Turbo ist mit einem Sechszylindermotor mit Turbolader ausgestattet, bei zwei Ventilen pro Zylinder. Fünfgangschaltgetriebe, Heckantrieb, Einzelradaufhängung - die Technik passte. Und sie ist auch noch heute im Gebrauchtwagen robust und verlässlich. 1992 brachte der Autobauer den Porsche 964 Turbo S heraus - der war um einiges leichter gebaut, mit besseren Bremsen und Fahrwerk ausgestattet, kostete beinahe 300.000 DM, jagte 381 PS über die Straßen und es gab ihn nur exklusive 180 Mal! Die dritte Auflage des Porsche 964 Turbo erschien zu Beginn des Jahres 1993: 360 PS bei 530 Nm Drehmoment - und auch hier liefen nur 1.437 Vertreter seiner Klasse vom Band.

Bei Gebrauchten beachten

Die Power-Motoren des Porsche 964 Turbo sind wie für die Ewigkeit gemacht - und man findet sie durchaus noch auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Weil viele Teile der Karosserie vollverzinkt sind, muss kein Porsche-Fan Entstellungen durch schnöden Rost fürchten. Allerdings darf man den Wartungsaufwand und die Kosten für Ersatzteile nicht unterschätzen, denn auch die sind kostspielig. Für etwas liebevollen Aufwand - auch finanzieller Natur - erhält man aber ein echtes Sammlerstück, mit dem es sich durchaus noch eine gute Weile fahren lässt. Auch der Fahrkomfort kommt bei der zweiten Generation des "Neunhundertelfers", dem Porsche 964 Turbo, nicht zu kurz. Die aktuellen Preise rangieren je nach Zustand und Ausstattung des Fahrzeugs zwischen 40.000 und 140.000 Euro. Dabei ist die Kilometerleistung weniger bedeutsam als der Gesamtzustand und wie mit dem Wagen bisher umgegangen wurde. Wer so teuer einsteigt, der darf mit Recht eine Anschaffung von bleibendem Wert erwarten. Kundenwünsche führten 1993 übrigens zu einer Version des Speedster Cabriolets - auch davon kamen nur 15 Stück auf die Straße, im typischen Turbo-Outfit. Auch sonst sind 964er Porsche ohne Turbomotor preislich erschwinglicher - das ist dann zwar eine kleine Mogelpackung, die einen echten Fachmann nicht täuscht, aber gut aussehen tun sie dennoch.