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Porsche 997

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Stärken

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Perfekte Fahrleistung
  • Überdurchschnittlich gute Bremse

Schwächen

  • Hoher Anschaffungspreis
  • Teure Werkstatt- und Betriebskosten
  • Ausgesprochen platzarm

Porsche 997: Das 911er Modell in der sechsten Generation

Der Porsche 997 ist eine interne Bezeichnung für diejenigen Fahrzeuge, die zwischen 2004 und 2012 produziert wurden. Dabei handelt es sich um die sechste Generation vom Porsche 911. Die Optik ähnelt durch die runden Scheinwerfer dem ersten 911er von 1963 am meisten. Weiterlesen

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Alternative Modelle

Gute Gründe

Der elegante Sportwagen ist ideal zum Cruisen geeignet. Die sportliche Fahrleistung birgt viel Spaß. Oldtimer-Fans brauchen mit keinem großen Wertverlust zu rechnen. Der Porsche fasziniert durch und durch mit viel PS.

Daten

Motorisierung

Alle Porsche 997, die bis 2008 vom Band liefen, hatten einen Sechszylinder-Boxermotor mit Wasserkühlung. Der 911 Carrera wies eine Motorleistung von 325 PS und der 911 Carrera S eine von 381 PS auf. Ab 2008 wurden alle Porsche mit der internen Nummer 997 auf eine zweite Generation mit höherer Motorleistung aufgewertet. Sie wurden fortan als 997/2 geführt.

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Änderungen bei den beliebten Modellen 911 Carrera und 911 Carrera S.

Porsche-997-Modellbezeichnung 911 Carrera 911 Carrera S
Hubraum 3.614 cm³ 3.800 cm³
Zylinder 6 6
Leistung 345 PS 385 PS
Max. Drehmoment 390 Nm 420 Nm
Höchstgeschwindigkeit 289 km/h 302 km/h
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe / 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) 6-Gang-Schaltgetriebe / 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK)
Verbrauch pro 100 km 10,3 l 10,6 l
Tankgröße 64 l 67 l
Kraftübertragung Heckantrieb Heckantrieb
Schadstoffklasse Euro 6d-ISC-FCM EURO 6
CO² Ausstoß 230 g/km 240 g/km

Im Jahr 2010 wurde der Porsche 911 Carrera auch als Coupé GTS vorgestellt. Der 3,8 l-Motor wurde auf 408 PS aufgepimpt. In sagenhaften 2,7 Sekunden war er in der Lage, die Geschwindigkeit von 60 auf 100 km/h zu erhöhen.

Abmessungen

Die Abmessungen unterscheiden sich bezüglich der Variationen nur minimal. Bei einem Porsche 997 ab dem Baujahr 2008 sind die Maße wie folgt:

Porsche-997-Modellbezeichnung Porsche 911 Carrera Coupe
Baujahr Ab 2008
Länge 4,44 m
Breite 1,81 m
Höhe 1,31 m
Radstand 2,35 m
Kofferraumvolumen normal 105 l
Leergewicht 1.490 kg (mit PDK 1.520 kg)
Zuladung 340 kg
Dachlast 75 kg

Erwartungsgemäß ist der vordere Kofferraum bei einem Sportwagen eher klein. Das Fach unter der Vorderhaube fasst gerade einmal 105 Liter. Mehr Platz als für einen großen Rucksack gibt es dort nicht. Beim Porsche 911 GTS entfällt die Rückbank, sodass dort noch Platz für weiteres Gepäck vorhanden ist. Somit steht dann insgesamt ein Gepäckraum von 315 Litern zur Verfügung.

Ein Vorteil beim vorderen Kofferraum ist, dass er nach dem Öffnen der Kofferraumklappe von oben gut zugänglich ist. Auch das Einladen klappt perfekt, da die niedrige Ladekante lediglich 60 Zentimeter über der Fahrbahn liegt. Wer allerdings schweres Gepäck im Kofferraum lagert, muss dieses beim Ausladen über 40 Zentimeter hoch herausheben.

Varianten

Die interne Modellbezeichnung Porsche 997 ist die sechste Generation des Porsche 911. Viele Porsche-Fans atmeten auf, da das äußere Erscheinungsbild wieder dem des ersten Porsche 911 von 1963 ähnelte. Besonders die runden Scheinwerfer hatten das gewisse Etwas und machten ihn unverwechselbar mit anderen Sportwagen. Das erste Facelifting wurde dann im Jahr 2008 vorgenommen. Die wesentliche Änderung umfasste den Einbau von Leuchtdioden als Leuchtmittel. Außerdem gab es erstmals gegen Aufpreis ein Kurvenlicht. Dadurch stieg die Fahrsicherheit vor allem bei schlechten Witterungsverhältnissen an.

Mit einer Benzindirekteinspritzung wurde eine höhere Motorleistung und ein verringerter Kraftstoffverbrauch erreicht. Die sagenhafte Beschleunigung des Porsche 997 erreichten die Porsche-Ingenieure durch den Einsatz von Doppelkupplungsgetrieben, die ein nahtloses Schalten ermöglichen. Vorher gelang das nur beim Porsche Turbo.

Über die gesamte Produktionszeit der Baureihe 997 hinweg wurden zahlreiche Sondermodelle entwickelt. So gab es beispielsweise den Porsche 911 Targa als Cabriolet inklusive Allradantrieb. Auch der Porsche 911 Turbo war als Cabrio bzw. Coupé konzipiert. Während der Targa 325 bzw. 355 PS auf die Straße brachte, zog der Turbo die Motorleistung auf ganze 480 PS an. Wer sich nach noch mehr Kraft sehnt, wird bei den Porsche 911 GT2 und GT3 mit 450 bzw. 620 PS fündig. Das traf ebenso auf den Porsche 911 Sport Classic sowie den Porsche 911 Speedster zu. Sie wurden allerdings von vorneherein als limitierte Kleinserien mit Produktionszahlen zwischen 250 und 350 Stück aufgelegt. Diese besitzen heute einen besonders hohen Seltenheitswert und sind dementsprechend teuer auf den Gebrauchtwagenmarkt zu erwerben.

Preis

Die damaligen Grundpreise bei einem Porsche 997 Carrera und Carrera S aus einem Baujahr bis 2008 lagen bei 76.741 und 86.949 Euro. Ab dem Baujahr 2008 wurden wegen der technischen Neuerungen über 10.000 Euro mehr verlangt. Als Neuwagen ist der Porsche 997 nicht mehr zu erwerben, weshalb sich Porsche-Fans also nach Gebrauchtwagen umsehen müssen.

Die älteren Modelle bis 2008 und einer Laufleistung von bis zu 100.000 Kilometern kosten zwischen 45.000 und 229.000 Euro. Bei den höherpreisigen Fahrzeugen handelt es sich oftmals um die reinen Rennwagen GT2 oder GT3. Bei über 100.000 Kilometern Laufleistung ist mit Preisen zwischen 37.000 und 97.000 Euro zu rechnen..

Neuere Gebrauchtwagen ab 2008 kosten zwischen 53.000 und 450.000 Euro. Darunter befinden sich manchmal auch wahre Schätze mit einer sehr geringen Laufleistung von unter 10.000 Kilometern. Hieran kann gut festgemacht werden, dass bei Porsche-Fahrzeugen eine große Wertsteigerung stattfindet, allerdings nur bei gut erhaltenen und penibel gepflegten Modellen.

Aber auch bei den laufenden Nebenkosten pro Jahr werden hohe Beträge fällig. Die Kfz-Steuer beläuft sich auf 336 Euro. Der normale Haftpflicht-Beitrag schlägt noch einmal mit 348 Euro zu Buche. Wer gegen alle Schäden auch beim eigenen Fahrzeug abgesichert werden möchte, muss bei einem Vollkaskobeitrag (100%) mit 1.981 Euro rechnen. Bei geringeren Schäden tritt die Teilkaskoversicherung mit einem Beitrag von 279 Euro jährlich ein.

Design

Exterieur

Die Karosserie ist beim Porsche 997 erwartungsgemäß sauber verarbeitet. Das gesamte Outfit ist sportlich und elegant zugleich. Das führt aber dazu, dass Leisten fehlen, die kleine Stöße abhalten könnten. Weiterhin ist der Porsche 997 tiefer gelegt, sodass Fahrer und Beifahrer beim Ein- und Aussteigen sportlich sein sollten. Vor allem, da die beiden Sitze sehr mittig eingebaut wurden. Leider sind auch keine Haltegriffe vorhanden, die an besagter Stelle durchaus hilfreich wären. Bei dem Cabriolet Porsche 911 Targa und dem Porsche 911 Turbo in Cabrio-Ausführung verfallen diese Schwierigkeiten naheliegenderweise, sobald das Dach eingeklappt ist.

Die Fensterflächen sind groß und lassen den gesamten Innenraum gut einsehen. Das gilt natürlich ebenso für den Rundumblick nach außen für den Fahrer. Die vordere Kofferraumhaube fällt flach ab, sodass auch kurzfristig auftauchende Hindernisse schnell sichtbar sind. Da die Sitze aber ebenfalls tief liegen, können direkt vor oder hinter dem Fahrzeug befindliche Objekte schlecht eingesehen werden. Parksensoren sind beim Porsche 911 der Baureihe 997 nicht vorhanden.

Wer ein Reserverad sucht, wird es in der Regel nicht finden – es gibt nämlich keins! Zum Standard gehört lediglich ein Reparaturset für Reifen. Damit können zwar kleine Löcher schnell behoben werden, der schnellste Weg zu einer Werkstatt sollte aber trotzdem sofort aufgesucht werden.

Interieur

Manche Modelle wie der Porsche 911 Carrera Coupé sind als Zweisitzer konstruiert. Die beiden Sportsitze sind serienmäßig enthalten, allerdings konnten Schalensitze gegen Aufpreis bestellt werden. Große Personen finden auch in solchen Modellen ausreichend Platz und können bequem sitzen. Dafür sorgen die höhenverstellbaren Sitze, die aber nicht in der Neigung verändert werden können. Die Rückenlehnen sind sehr hoch, sodass sich der Fahrer und auch der Beifahrer bei hohen Geschwindigkeiten sicher aufgehoben fühlen können. Die Lehnen sind elektrisch verstellbar, die weiteren Funktionen der Sitzes allerdings nur mechanisch.

Grundsätzlich ist in einem Sportwagen weniger Platz vorhanden als in einer Limousine. Das sorgt auch dafür, dass alle Instrumente und Anzeigen kleiner ausfallen und dementsprechend schlechter ablesbar sind. Im Porsche 997 sind sie nichtsdestotrotz gut aus der Fahrerperspektive einsehbar.

Die Bedienung der Klimaanlage gestaltet sich als sehr einfach. Sie ist mit der Heizung gekoppelt und bereits nach wenigen Minuten herrscht die Wunschtemperatur im Wageninneren. Ein Aktivkohlebehälter sorgt dafür, dass schlechte Gerüche von außerhalb nicht in das Fahrzeug gelangen.

Radio und Navigationssystem lassen sich bequem über einen Touchscreen-Bildschirm steuern. Wichtige Funktionen, die immer wieder benötigt werden, sind nicht mit Tasten am Lenkrad verbunden. Es gibt überhaupt keine Schaltungen am Lenkrad! Dafür lässt es sich aber in der Höhe und in der Weite einstellen.

Natürlich ist das Fahrwerk von sportlicher Natur, sodass die Federung eingeschränkt ist. Für den Komfort kann ein Dämpfersystem zugeschaltet werden, das aber trotzdem nur wenig Unregelmäßigkeiten auf der Fahrbahn abfedert. Wird das System ausgeschaltet oder auf „Sport“ gestellt, ist auch eine aalglatte Fahrbahn von den Insassen zu spüren.

porsche-997-interieur

Sicherheit

Natürlich wurde auch in den Jahren 2004 bis 2012 das Thema Sicherheit nicht außer Acht gelassen. Der niedrige Schwerpunkt sorgt dafür, dass der Porsche 997 in fast jeder Lage auf der Straße bleibt. Besonders Kurvenfahrten oder Ausweichmanöver vor Hindernissen machen dem 997er nichts aus, weshalb er immer gut kontrollierbar ist.

Die Bremsanlage in Zusammenhang mit dem Bremsassistenten funktioniert tadellos. Bei einer Vollbremsung aus einer Geschwindigkeit von 100 km/h steht der Porsche nach 34 Metern. Außerdem ist ESP serienmäßig eingebaut. Der Reifendruck wird durch ein Druckkontrollsystem permanent gecheckt, sodass auch hier ein hoher Sicherheitsstandard vorliegt.

Für alle Sitzplätze sind Seiten- und Kopfairbags serienmäßig eingebaut. Die Kopfstützen sind in den Sitzlehnen integriert und somit unveränderbar. Kindersitze können auf dem Beifahrersitz angeschnallt werden. Eine Isofix-Halterung ist allerdings nur gegen Aufpreis erhältlich. Leider kann der Airbag am Beifahrersitz nicht abgeschaltet werden. Daher ist eine sichere Fahrt nur für größere Kinder möglich.

Alternativen

Als Alternative zum Porsche 997 kann auf jeden Fall ein Porsche 911 aus einer anderen Baureihe gesehen werden. Aber auch andere Hersteller haben extravagante Sportwagen in ihrem Programm. Der Jaguar XK Coupé gehört definitiv dazu. Auf deutscher Seite können der Audi R8 und der BMW 650I auf ebenso sehr mithalten.

FAQ

Wie lange wurde der Porsche 997 gebaut?
Der Porsche 997 verließ die Produktionshallen von 2004 bis 2012. Seitdem wurde der Sportwagen von Nachfolgermodellen der 911er-Baureihe abgelöst.
Wie teuer ist der Porsche 997 heute?
Der Porsche ist nicht nur als Neuwagen, sondern auch als Gebrauchtwagen relativ teuer. Allerdings gilt der Porsche 997 im Vergleich mit anderen Gebrauchtmodellen der Marke Porsche dennoch als Schnäppchen. Preiswerte Modelle mit gültiger HU sowie ausgefülltem Scheckheft sind mittlerweile für ein Minimum von rund 30.000 Euro erhältlich. Wer allerdings auf eine Fahrzeugvariante mit neuem nach dem Facelift eingebauten Motor besteht, muss auch für einen Porsche 997 gebraucht mehr Geld in die Hand nehmen.
Wie gut funktioniert das Fahrwerk des Sportwagens?
Bereits in der Basisvariante überzeugt der Zuffenhausener mit einer sportlichen Federung. Die um 10 mm tiefergelegte S-Variante bewegt sich jedoch deutlich straffer auf der Straße. Überwiegend für Sportfahrer geeignete GT-Varianten erweisen sich aufgrund ihrer härteren Fahrwerksabstimmung als alltagsuntauglich. Auch bei Gebrauchtmodellen treten am Fahrwerk samt Federn, Lager und Stoßdämpfern eher selten Mängel auf. Besonders lobenswert ist die Fahrperformance beim Carrera S. Da die elektronische Fahrwerksregelung PASM zur Serienausstattung dieser Modellvariante gehört, mangelt es dem Sportler in der Stadt oder auf Langstrecken nicht an Dynamik.

Fahrzeugbewertungen zu Porsche 997

2 Bewertungen

5,0