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Porsche 997

Ein Sportwagen stellt sich vor!

Altgediente Porschefahrer sind gar nicht so einfach zufriedenzustellen. Deshalb lassen die Fahrzeugschmiede auch keine Bemühungen unversucht, um mit dem 2004 vorgestellten Porsche 997 auch die höchsten Erwartungen kritischer Sportwagenfans zu erfüllen. Die Öffentlichkeit zeigte sich beeindruckt. Denn der neue 911er erinnerte optisch wieder an die Taille, auf die der Fahrzeughersteller nach Auslaufen des 993er Porsche Ende der 1990er Jahre bewusst verzichtete. Weiterlesen

Alternative Modelle

Die häufigsten Fragen und Antworten.

Der Porsche 997 verließ die Produktionshallen von 2004 bis 2012. Seitdem wurde der Sportwagen von Nachfolgermodellen der 911er-Baureihe abgelöst.

Der Porsche ist nicht nur als Neuwagen, sondern auch als Gebrauchtwagen relativ teuer. Allerdings gilt der Porsche 997 im Vergleich mit anderen Gebrauchtmodellen der Marke Porsche dennoch als Schnäppchen. Preiswerte Modelle mit gültiger HU sowie ausgefülltem Scheckheft sind mittlerweile für ein Minimum von rund 30.000 Euro erhältlich. Wer allerdings auf eine Fahrzeugvariante mit neuem nach dem Facelift eingebauten Motor besteht, muss auch für einen Porsche 997 gebraucht mehr Geld in die Hand nehmen.

Bereits in der Basisvariante überzeugt der Zuffenhausener mit einer sportlichen Federung. Die um 10 mm tiefergelegte S-Variante bewegt sich jedoch deutlich straffer auf der Straße. Überwiegend für Sportfahrer geeignete GT-Varianten erweisen sich aufgrund ihrer härteren Fahrwerksabstimmung als alltagsuntauglich. Auch bei Gebrauchtmodellen treten am Fahrwerk samt Federn, Lager und Stoßdämpfern eher selten Mängel auf. Besonders lobenswert ist die Fahrperformance beim Carrera S. Da die elektronische Fahrwerksregelung PASM zur Serienausstattung dieser Modellvariante gehört, mangelt es dem Sportler in der Stadt oder auf Langstrecken nicht an Dynamik.

Ein kurzes Porträt

Unter dem Namen Porsche 997 ist die interne Modellbezeichnung der Marke Porsche für das 911er-Modell bekannt. Die sechste Generation des Porsche 911 stand von 2004 bis 2012 zum Verkauf bereit und wurde als Coupé, Cabriolet sowie Roadster angeboten. Besonders große Berühmtheit erlangte der 997 für seine rundlichen Scheinwerferaugen. Diese markante Designmerkmal zeichnete in den Porsche-Urtyp der 1960er Jahre aus. Mit diesem Sportwagen erlebten die Kuller-Scheinwerferaugen ihre Renaissance.

Zum Originalpreis von 80.000 Euro und mehr ist der Porsche 997 als Neuwagen für den Otto-Normalverbraucher nicht erschwinglich gewesen. Heute ist ein Porsche 997 gebraucht allerdings noch immer kein Schnäppchen. Insbesondere moderne Modelle sind noch immer mindestens die Hälfte des Originalpreises wert. Wer jedoch unbedingt einen Porsche 997 Gebrauchtwagen sein Eigen nennen möchte und dabei auf ein frühes Carrera- oder Carrera S-Modell setzt, erhält die Sportwagen mit etwas Glück schon ab 30.000 Euro. Allerdings ist es bei diesen Modellen besonders wichtig, den Zustand der Bauteile genauer unter die Lupe zu nehmen.

Konkurrenz aus dem Hause Chevrolet

Einer der größten Konkurrenten von Modellen wie dem 911 Carrera S ist die [Chevrolet Corvette] (/chevrolet/chevrolet-corvette/). Doch schnell stellt sich im Vergleich heraus, dass der Porsche in vielerlei Hinsicht die Nase vorn hat. Ein gutes Beispiel ist das Fahrwerk, dessen Lenkung präziser nicht sein könnte. In der Corvette sind Fahrer hingegen verpflichtet, konzentrierter zu fahren, um in Wechselkurven nicht von der Bahn abzukommen. Auch in Sachen Motorleistung lässt der Chevrolet dem Porsche den Vortritt. Mit einigen Motoren sprintet der 911 rund eine Sekunde schneller auf Tempo 100. Da die Karosserie des Sportwagens wie aus dem Vollen gefräst wirkt, erscheint dieses Bauteil auch noch hochwertiger. Doch dafür ist der Porsche auch um einige tausend Euro teurer als die Corvette.

Der 997 und seine historische Entwicklung

Obwohl sich der 997 von seinem Vorgängermodell 996 technisch nur wenig unterschied, sorgte die Wiedereinführung der runden Scheinwerfer für heftige Diskussionen. Viele Porsche-Fans waren begeistert. Sie freuten sich über die “Wiedergeburt” dieses markanten Merkmals. Kritische Stimmen wurden hingegen wegen der kaum gestiegenen Motorleistung laut. Die Konkurrenz konnte den Zuffenhausener dadurch aufgrund der mangelnden Fahrdynamik ausschalten. Für Begeisterung sorgte hingegen die Karosseriegestaltung. Die “hüftenartig” ausgeführten Details an den hinteren Radausläufen gefielen.

Im Jahr 2008 erlebte der Sportwagen ein umfassendes Facelift, bei dem unter anderem Stoßfänger, Lufteinlässe oder die Blinker modifiziert wurden. Die größte Veränderung betraf jedoch die Motorisierung. Erstmals düste der 997 mit DFI-Motoren (Direct Fuel Injection) mit Benzindirekteinspritzung über die Straße. Ein weiteres technisches Highlight war das optional erhältliche Porsche-Doppelkupplungsgetriebe, das Schaltvorgänge ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichte. Mit Details wie diesen erwies sich der Zuffenhausener wieder als konkurrenzfähiger. Für waschechte Sportwagenenthusiasten bot Porsche außerdem wieder GT-Modelle an, die mit ihrem Komfort und Gewicht reduziert waren. Dadurch brillierten diese Versionen mit einer besseren sportlichen Performance.

Eine starke Motorisierung für einen starken Auftritt

Im Jahr 2004 debütierten zuerst die Fahrzeugversionen Carrera sowie Carrera S in Coupéform. Die mit Heck- oder Allradantrieb erhältlichen 2+2-Sitzer schöpften ihre Kraft aus einem 3,6-l-Triebwerk mit 325 PS oder einem 3,8-l-Aggregat mit 355 PS. In der stärken S-Version erreichte der Porsche ein Maximum von 293 km/h. Im Rahmen der 2008 vorgenommenen Modellpflege liefen die Sportwagen erstmals mit Aggregaten mit Direkteinspritzung von Bord. Diese waren mit einer Antriebskraft von 345 PS bzw. 385 PS beim Carrera S stärker als vorherige Modelle und reduzierten den Kraftstoffverbrauch zugleich um 0,9 l.

Im Jahr 2006 stellte die Fahrzeugschmiede mit dem Porsche 911 Turbo erstmals die Topversion des 997 mit einem 480 PS starken Triebwerk vor. Mit diesem als Coupé sowie Cabriolet gebauten Modell stellten die Stuttgarter den ersten Serienbenziner vor, dessen bislang aus Dieselmodellen bekannte variable Turbinengeometrie nun erstmals auch in Turboladern zum Einsatz kamen. Der bis zu 310 km/h erreichende Turbo-Porsche wurde wahlweise mit Automatik oder einem Sechsgang-Schaltgetriebe angeboten, dem der Sprint auf Tempo 100 binnen 3,9 sec gelang.

Zusätzlich zum GT2 bot Porsche ebenfalls wieder die besonders sportlichen GT3-Varianten an, die ab 2006 in Kleinproduktionen hergestellt wurden. Die Porsche 997 GT3 sowie GT3 RS waren mit einem Boxermotor mit einem 3,6 l großen Hubraum ausgestattet, der satte 415 PS erreichte und den Wagen bis auf ein Maximum von 410 km/h katapultierte. Äußerlich waren die GT3-Versionen am tiefer gelegten Fahrwerk sowie dem feststehenden Heckflügel samt Unterlippe erkennbar, die einen verbesserten Auftrieb ermöglichen sollte. In dieser Modellausführung ließ sich das Drehmoment durch Aktivierung eines in der Mittelkonsole befindlichen Schalters sogar um insgesamt 25 Nm steigern. Der Porsche 997 GT3 RS wurde der Öffentlichkeit als straßenzugelassener Rennwagen mit serienmäßigen Kohlenfaserschalensitzen sowie einem in Eigenregie anzubringenden Überrollkäfig-Bausitz präsentiert. Dieses Modell sprintete aufgrund weiterer Gewichtsreduzierungen binnen 4,2 sec bis zu 100-km-Marke und war insgesamt eine Zehntelsekunde schneller als der Porsche 997 GT3.

Welche Serien- und Sonderausstattung bietet der Porsche 997?

Porsche bietet den 997 nur in einer einzigen Ausstattung an. Der Umfang dieser Ausstattung ändert sich jedoch je nach Typ (GTS-, Turbo- und GT-Varianten) sowie etwaigen gewählten Optionen. Der Basisausstattung gehören beim Porsche 997 nachfolgende Features an:

  • sechs Airbags
  • ESP
  • manuelle Klimaanlage
  • elektrische Fensterheber

Optional hat der Porsche 997 eine riesige Bandbreite an Extras im Gepäck, unter denen sich Kunden einst ihre persönlichen Favoriten auswählen konnten. Dieser Produktvielfalt gehörten beispielsweise folgende Annehmlichkeiten an:

  • Sportsitze
  • Navigationsgerät
  • Lederausstattung
  • Schiebedach (für Coupés)
  • Allradantrieb (Carrera 4)

Ergänzend brillieren einige Versionen wie die S-Variante mit Finessen wie dem elektronisch einstellbaren Dämpfer PASM, Xenonbeleuchtung oder 19 Zoll großen Reifen. Ein weiteres Highlight ist das Sport-Chrono-Paket, dessen inkludierte Uhr Rundenzeiten stoppt. Ein Vorteil der mit gelben Bremssätteln aufgewerteten Keramik-Bremsanlage PCCB ist dessen besonders lang haltbare Serienbremse.

Für wen ist der Porsche 997 geeignet?

Der Porsche 997 ist ein klassischer Sportwagen der Premiumklasse, der deshalb auch die Geschwindigkeits-liebende Klientel mit dem nötigen Kontostand anspricht. Der 997 ist kein klassischer Alltagswagen, sondern ein rollender Geschwindigkeitsfanatiker. Als solches Fahrzeug sollten Käufer den Porsche auch betrachten.

Fazit: Das Einstiegsmodell für Porsche-Fans?

Dem Porsche 997 gelingt als Gebrauchtwagen etwas, was die meisten anderen Porsche-Versionen nicht geschafft haben. Sie wirken nahbar und scheinen für Sparfüchse in greifbarer Nähe zu sein. Der Einstiegspreis beläuft sich für einen Porsche 997 gebraucht derzeit auf rund 30.000 Euro. Allerdings kommt der Sportwagen gebraucht zumeist auch nicht ohne Mängel oder Probleme aus. Ersatzteile sind teuer. Regelmäßige Inspektionen sind dringend erforderlich, um das Leistungsvermögen des Porsche nicht einzuschränken. Der Wagen kostet Geld - und zwar weit über den Kaufpreis hinaus.

Doch wer einen waschechten 997 fahren möchte, muss auch bereit sein, das nötige Kleingeld zu investieren. Dafür ist der Porsche 997 eine gute Entscheidung. Schließlich gelten die Sportwagen generell als relativ zuverlässige und wertstabile Fahrzeuge, deren Langzeitqualität Maßstäbe setzt.

Fahrzeugbewertungen zu Porsche 997

2 Bewertungen

5,0