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Proton

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Informationen zu Proton

Der malaysische Autohersteller Proton hat nichts mit dem Elementarteilchen zu tun, sondern bezeichnet eine Abkürzung, die für Perusahaan Otomobil Nasional steht. Übersetzt ist damit „Nationales Automobil-Unternehmen“ gemeint, was wiederum eng verbunden mit der Entstehungsgeschichte des Herstellers zu verstehen ist. Seit seiner Gründung Anfang der 80er Jahre brachte Proton 13 Fahrzeugmodelle heraus, von denen neun – zum Teil als Neuauflage – nachwievor auf dem Markt sind.

Die Geschichte des Autoherstellers Proton

Proton entstand aus einer Zusammenarbeit der Heavy Industries of Malaysia mit der japanischen Automobil- und HiFi-Elektrofirma Mitsubishi. Die zündende Idee zur Gründung eines ersten malaysischen Automobilkonzerns stammt aus den Reihen des damaligen Premierministers Datuk Seri Mahathir bin Mohamad und wurde ab Mai 1983 verwirklicht. Zunächst wurden also hauptsächlich Lizenzfahrzeuge von Mitsubishi hergestellt – das Hauptwerk befindet sich bis heute in Shah Alam im Bundesstaat Selangor, ein weiteres Werk entstand in Tanjong Malim, Perak.

Das erste Modell: der Proton Saga

Bevor es an den Markt ging, wurde Anfang 1984 ein Namenswettbewerb ins Leben gerufen mit dem Titel „Name the National Car“. So bekam die Stufenheck-Limousine Proton Saga ihren Namen und wurde vom Premierminister im September 1985 persönlich vorgestellt – das erste produzierte Modell ging als Symbol für die beginnende Automobilgeschichte Malaysias an das Nationalmuseum des Staates und zur beinahe gleichzeitigen Eröffnung der Penang Bridge fuhr ebenfalls ein Prototyp des Proton Saga über die neue Brücke. Die Produktion startete alsbald und schon ab 1986 begann der Export nach Bangladesch. Die Herstellung der Komponenten erfolgte zunächst ausschließlich über Mitsubishi, allerdings bemühte sich Proton wie viele andere Firmen-StartUps im Kfz-Bereich auch, immer mehr Teile selbst zu produzieren. Der Proton Saga erhielt nach und nach mehrere Variationen wie etwa ein Schrägheck-Modell, das als Proton Knight und später als Proton Aeroback verkauft wurde – vor allem aus Großbritannien kommen dank dem Proton Saga nachwievor die größten und wichtigsten Exportanfragen für das malaysische Unternehmen. Der Saga ist nach einem Facelift im Jahr 1992 (Proton Iswara) und einem weiteren im Jahr 2003 (Proton Saga) mittlerweile in der zweiten Generation als Proton Saga II auf dem Markt. Ursprünglich zeichnete ein gelber Stern auf dunkelblauem Hintergrund in Form eines Diamanten das Markenzeichen, heute ist es ein goldener Tigerkopf auf grünem und blauem Hintergrund.

Firmenleitung durch Mitsubishi

Im August 1988 stieg Mitsubishi in das Firmenmanagement von Proton ein und kurbelte den Absatz des Unternehmens enorm an: So konnte sich die Produktionsrate von jährlich 50.000 Fahrzeugen bereits bis 1990 etwa vervierfachen. Bevor weitere Mitsubishi-Lizenzbauten auf den Markt kamen, erschien die erste Neuauflage des Proton Saga als Proton Iswara auf dem Markt. 1993 folgen gleich drei neue Fahrzeuge: der Proton Satria/300 auf Basis des Mitsubishi Mirage von 1991, der Proton Putra auf Basis des Mitsubishi Lancer sowie der Proton Wira/400, der als Alternative zum Saga Iswara als Spitzenmodell in der Kompaktklasse gedacht ist und auf den Mitsubishi-Modellen Lancer, Colt, Mirage und Galant basiert. 1995 kam die große Limousine Proton Perdana auf den Markt, die bis heute produziert wird und auf der der siebten Generation des Mitsubishi Galant basiert. Außerdem ist es das erste Proton-Modell, das ABS und Tempomat anbietet. Ein weiteres Jahr später erschien der Proton Tiara, der dank einem neuen Lizenzabkommen baugleich mit dem Citroën AX ist. Inzwischen wurden die Produktionsstraßen mit modernster Robotertechnologie ausgestattet und eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung eingeführt. Darüber hinaus hat Proton sich nun auch auf den Philippinen niedergelassen und seinen Export auf Indonesien und Vietnam ausgeweitet. Selbst in Deutschland wurden in den Jahren 1995 bis 2001 die Proton-Modelle Satria/300 und Wira/400 angeboten, erhielten mit 2.000 verkauften Fahrzeugen pro Jahr nur wenig Zuspruch, so dass sich die Marke bei uns bald wieder vom Markt zurückzog.

Proton City

1996, kurz vor Veröffentlichung des Tiara, ging ein anspruchsvolles und ehrgeiziges Projekt an den Start: Die Gründung einer eigenen Stadt nahe Kuala Lumpur um einen künstlichen See herum, die als Zentrum der malaysischen Automobilindustrie dienen und bis zu 240.000 Einwohner beheimaten soll. Das Großprojekt verschlang rund 2,2 Milliarden US-Dollar, wobei 30 Prozent der gesamten Fläche der als Proton City bezeichneten Stadt allein durch Fabrikgelände von Proton sowie von Zulieferern belegt sind.

Ebenfalls 1996 begann Proton den britischen Hersteller Lotus Cars aufzukaufen – so kam beispielsweise beim Proton Perdana ab 1999 erstmals ein Fahrwerk von Lotus zum Einsatz. 2003 ging das Unternehmen schließlich zu 100 Prozent an Proton über, die vollen Markenrechte gehören also seitdem zu Malaysia. 1997 kam es zu einem unfreiwilligen Führungswechsel, als der bisherige Vorstandschef Tan Sri Yahaya Ahmad bei einem Helikopter-Absturz ums Leben kommt – seither übernimmt Saleh Sulong die Nachfolge. Im gleichen Jahr lief der Sportwagen Lotus Elise erstmals in Malaysia vom Band. 1998 erschien mit dem Juara der erste Van aus dem Hause Proton – basierend auf dem Mitsubishi Town Box ist es das letzte Modell, das von einem anderen Hersteller stammt.

Proton seit der Jahrtausendwende

Seit dem Jahr 2000 produziert Proton nur noch Eigenentwicklungen, beginnend mit dem Proton Waja, einem Stufenheck-Modell der unteren Mittelklasse bzw. Kompaktklasse, und dem Proton Arena/Jumbuck, der einzige Pickup von Proton und das einzige Modell, dass sich im Ausland besser verkaufte als zuhause. 2004 folgte der ebenfalls in der Kompaktklasse angesiedelte Proton Gen2, der von einer Plattform stammt, die in Zusammenarbeit mit Lotus entwickelt wurde. Außerdem ist der Gen2 das erste Modell mit eigen produziertem Motor, statt wie bisher auf Mitsubishi-Aggregate zurückzugreifen. Im selben Jahr übernahm Proton vorübergehend den italienischen Motorradhersteller MV Agusta, zu dem neben der Stammmarke auch Husqvarna und Cagiva gehören – vorübergehend, da die Marke 2006 wieder verkauft wurde. Außerdem kam der Kleinwagen Proton Savvy auf den Markt, der als Ersatz für den auf dem Citroën AX basierenden Tiara dient. In den Jahren 2006 bis 2009 folgten die Proton-Modelle Satria Neo, Persona und Exora.

Durch die zunehmende Einfuhr ausländischer Automobilmarken sank der Marktanteil von Proton in Malaysia nach der Jahrtausendwende recht drastisch – allein von 2002 bis 2005 hatte sich der Anteil von 60 auf 30 Prozent halbiert und befindet sich nachwievor eher auf Talfahrt. Aus diesem Grund bietet der malaysische Staat, der von Anbeginn als Hauptaktionär von Proton in Erscheinung tritt, die Hälfte des Unternehmens zum Verkauf an ausländische Automobilunternehmen an, zu denen sich beispielsweise die Volkswagen AG als Interessent gesellte, aber vom Kauf absprang.

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