Bericht: 40 Jahre VW SP – VWs Brasilien-Bolide

Käfer, Golf, Passat und Scirocco - diese VW-Ikonen kennt in Deutschland jeder. Vor 40 Jahren erblickte aber mit dem SP ein Sportcoupé von Volkswagen das Licht der Welt, das selbst Oldtimer-Liebhaber höchstens vom Hörensagen kennen.

Dabei beeindruckt es mit höchst faszinierender Aura.

Der Volkswagen SP kam im Frühjahr 1971 auf den Markt - in Südamerika. Der ausschließlich in Brasilien gebaute Zweisitzer war zur Image-Pflege gedacht, sollte der biederen Marke VW etwas sportlichen Glanz verleihen.

Kosten sollte das Ganze aber möglichst wenig. Die Entwickler unter Südamerika-Chef Rudolf Leiding griffen daher auf Serienteile aus dem Baukasten zurück. Die besonders sehenswerte, elegante Coupé-Karosserie war zwar eigenständig, doch unterm Blech wurden viele Teile des vom Käfer abgeleiteten VW Typ 3 verbaut.

Der 54 PS starke 1,6-Liter-Boxermotor der eher biederen Limousine erfüllte die sportlichen Anforderungen jedoch nicht. Da zunächst keine stärkere Antriebs-Alternative verfügbar war, wurde eine etwas abgespeckte Version des SP gebaut, der SP-1.

Mitte 1972 stand dann eine 65 PS starke Variante des Benziners zur Verfügung. Der daraufhin aufgelegte SP-2 wurde bis 1976 immerhin 10.000 Mal gebaut.

In Deutschland wurde das südamerikanische Renommiermodell nie offiziell angeboten. Trotzdem sind heute auch hier einige wenige Fahrzeuge in Sammlerhand. VW zeigt ein Fahrzeug in diesem Jahr unter anderem bei der Kitzbühler Alpenrallye.(mh/sp-x)

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