Bericht: Carsharing vs. ÖPNV – Geteilte Freude

Ein Auto dann nutzen, wenn man es gerade braucht, dort, wo man gerade ist: Stationsunabhängiges Carsharing kann eine nachhaltige Ergänzung der städtischen Mobilität sein: Wenn dadurch tatsächlich Privatautos abgeschafft werden und der öffentliche Personennahverkehr nicht beeinträchtigt wird.

Eine Umfrage legt den Schluss nahe, dass der positive Effekt tatsächlich eintritt. Sie stammt allerdings von den beiden großen Unternehmen im Markt. Car2go, das Daimlersche Carsharing-Angebot, und Drivenow, das BMW-Pendant, haben in einer gemeinsamen Aktion rund 2900 Kunden zu ihren Gewohnheiten rund um die Nutzung der Carsharing-Angebote befragt. Hintergrund: Die Dienste der Unternehmen sind stationsunabhängig (Free-Floating), das heißt, zum Beispiel in Köln, Hamburg oder Berlin parken die Autos auf der Straße, können über das Smartphone gefunden und kurzfristig angemietet werden. Es ist nicht unumstritten, ob das Carsharing so als Ergänzung zum ÖPNV genutzt wird oder die Nutzung von Bus und Bahn ersetzt. Es scheint auch fraglich, ob dadurch tatsächlich weniger Menschen ein eigenes Auto besitzen (wollen).

Aus der Umfrage geht nun hervor, dass zwei Drittel der befragten Kunden täglich oder mehrmals wöchentlich das Angebot von Bussen und Bahnen im Nahverkehr nutzen, nur ein Viertel greift in der gleichen Intensität auf das Free-Floating-Carsharing zurück. Eine Verlagerung von Fahrten des ÖPNV auf Car2go- oder Drivenow-Fahrzeuge findet der Analyse zufolge in der Regel in bestimmten Fällen statt: Lange Taktungen oder Ziele, die mit dem Nahverkehr umständlich zu erreichen sind, nannte mit jeweils über 50 Prozent der Befragten die Mehrheit als Gründe für die Nutzung des Carsharing-Angebots.

Die Nutzung eines eigenen Pkw in der Stadt geht der Umfrage zufolge zurück: 37 Prozent der Nutzer haben ihren Privatwagen in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen abgeschafft. Die Hälfte davon nannte als einen Grund, durch das stationsunabhängige Carsharing spontan einen Autoersatz zu haben. Derzeit besitzt rund die Hälfte der befragten Nutzer kein eigenes Auto. (sp-x)

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