Bericht: Das Kaufinteresse an E-Autos steigt – E-Mobilität wird attraktiver

Immer mehr Autofahrer bewerten die Zukunft von alternativen Antrieben als positiv und beschäftigen sich damit. Die Hälfte fühlt sich zum Thema Elektromobilität gut informiert, wie eine Umfrage der Sachverständigenorganisation KÜS unter 1.000 Führerscheinbesitzern ergab.

Von den Befragten beschäftigen sich 35 Prozent mit Elektroantrieben, im vergangenen Jahr waren es noch 20 Prozent. Ähnlich sieht es beim Hybridantrieb aus. Aktuell setzen sich 31 Prozent damit auseinander, 2013 waren es noch 18 Prozent. Und auch beim Autogas ist der Unterschied größer, aktuell sind es 27 Prozent zu 17 Prozent im Vorjahr. Generell ist der Bekanntheitsgrad alternativer Antriebe gestiegen. Das gilt auch für Erdgas, Biokraftstoffe und Wasserstoff.

Die besten Zukunftschancen sehen die meisten Autofahrer laut KÜS Trend-Tacho bei Hybrid- und Elektroantrieben. Die bereits etablierten Hybride sehen 74 Prozent in Zukunft ganz weit vorn, 72 Prozent stimmen für den Elektroantrieb. Es folgen Autogas (47 %), Erdgas (44 %), Brennstoffzelle (39 %), Biokraftstoffe (37 %) und Wasserstoff (36 %).

Internet primäre Informationsquelle

Knapp die Hälfte der Befragten beschäftigt sich mit dem Thema Elektromobilität und nutzt für Informationen vor allem das Internet (65 %). Das Magazin von AutoScout24 bietet hier einen umfassenden Überblick zu diesem Thema. Weitere Informationsquellen für die Befragten sind das Autohaus (50 %) oder Fachzeitschriften/Zeitungen (43 %). Die wenigsten ziehen Elektrofachgeschäfte oder Bekannte zu Rate.

Wenn man fragt, wer heute schon Elektroautos baut, so liegen BMW, VW und Mercedes auf den ersten drei Plätzen. Im Vorjahr sahen die befragten Autofahrer VW noch an der Spitze. Ein Elektroauto zu kaufen, können sich 28 Prozent vorstellen, fünf Prozent mehr als noch 2013. Gäbe es ein flächendeckendes Netz von Schnelladesäulen, wären zwei Drittel der Befragten bereit, ein E-Mobil zu erwerben. Von Interesse sind vor allem Fahrzeuge in der Mittelklasse oder der unteren Mittelklasse. Dabei würden 23 Prozent der Autofahrer bis zu 10 Prozent Aufpreis für ein Elektroauto akzeptieren, 20 Prozent würden sogar bis zu einem Fünftel mehr ausgeben. Tatsächlich liegen die bisherigen Aufpreise deutlich höher.

Knackpunkt Reichweite

Problematisch ist auch die Reichweite. Fast die Hälfte aller Befragten erwartet die gleiche Kilometerzahl wie bei einem Benzinfahrzeug, 33 Prozent mindestens 200 Kilometer und 13 Prozent mindestens 100 Kilometer. Die bislang angebotenen Modelle bieten in der Regel – mit Ausnahme von Tesla - lediglich Reichweiten bis 200 Kilometer an. Zum Teil liegen sie auch deutlich darunter. Wichtig sind den Befragten vier Sitzplätze und ein Kofferraum. (mh)

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