Erlkönig: BMW 7er – Erwischt

Seit 2001 fährt der aktuelle 7er BMW nun schon über unsere Straßen. Die Wogen, die das provokative Design seinerzeit geschlagen hat, sind längst geglättet. Nächstes Jahr ist es Zeit für den Nachfolger: Wir haben das neue Flaggschiff schon jetzt gesichtet.

Einen Designsprung wie bei der aktuellen Generation des Siebeners, braucht keiner zu erwarten - oder befürchten. Das Kreativ-Team um Chris Bangle setzt mit der Neuauflage der Luxuslimousine die mittlerweile etablierte Formensprache konsequent fort.

Große Haube

Auffällig ist die extrem große Motorhaube à la Audi A8. Deutlich höher aber auch runder fällt die Front mit zwei stark gewachsenen Nieren aus - nicht zuletzt aus Fußgängerschutz Gründen. Weiteres Sicherheitsmerkmal: Der neue 7er bekommt in die Seitenspiegel integrierte Blinker.

Wie bisher wird es die Limousine mit zwei Radständen erhältlich sein, die Differenz liegt wohl bei rund fünfzehn Zentimetern. Die kommen allein den Fondpassagieren zu Gute. Insgesamt aber hat der Bayer zugelegt, wirkt noch stattlicher als bisher. Zu hoffen bleibt, dass auch der Kofferraum von diesem Zuwachs profitiert.

Neue Heckleuchten?

An der immer noch diskutierten Gestaltung des Heckdeckels wird BMW vermutlich festhalten. Schließlich hat sich der Entenbürzel mittlerweile zum neuen Markenzeichen gemausert.

Neu sind die unter der Verkleidung des Erlkönigs hervor blitzenden runden Rückleuchten, die sehr nach Serienproduktion aussehen. Ob BMW aber wirklich von der traditionellen L-Form abkehrt, ist fraglich.

Keine Lenkradschaltung

Keine Zweifel gibt's dagegen im Innenraum. Der Automatikwählhebel wandert wieder vom Lenkrad zurück in die Mittelkonsole. Zum Einsatz kommt der bereits aus dem X5 bekannte Joystick zu Gangwahl. Schalttasten am Lenkrad erlauben den händischen Wechsel.

Dominiert wird das Cockpit künftig von einem äußert groß dimensionierten Bildschirm, bedient wird der Siebener nach wie vor über den iDrive-Knubbel. Der wird aber deutlich vereinfacht, bietet fortan nur noch vier statt acht Richtungen.

Sportlichere Optik

Viele Funktionen lassen sich nun wieder einfach und schnell über Direkttasten anwählen. Für mehr Komfort soll eine zugfreie Klimaanlage sorgen, wie sie VW beim Phaeton verbaut.

Die Mittelkonsole neigt sich stärker dem Fahrer zu - BMW will zurück zu einer sportlicheren Optik. Neu ist auch die Instrumententafel: Die Designer sind wieder zu den traditionell weißen Zeigern zurückgekehrt.

Sparsame Motoren

Die Motorenpalette besteht weiterhin aus Sechs- sowie Achtzylinder Benziner und Selbstzünder. Auch das Topmodell 760Li mit bärenstarkem Zwölfzylinder und luxuriöser Inneneinrichtung wird es wieder geben.

Allerdings wird BMW auch beim 7er stark auf die „Efficient Dynamic"-Technologie setzen. Maßnahmen wie die Energierückgewinnung im Schubbetrieb und Abschaltung nicht benutzter Verbraucher könnten den Spritkonsum auf unter zehn Liter drücken.

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