Erlkönig: Mini Clubman – Kombi ohne Platz

Bis zum Herbst müssen wir uns noch gedulden, dann zeigt BMW auf der IAA den Mini Clubman. Wer gut aufpasst, kann schon jetzt Erlkönige des kleinen Kombis entdecken. Unserem Fotografen wurde der große Mini sogar vor der Haustür präsentiert.

Fast schon ungetarnt war der neue Mini Clubman im Münchner Norden zu sehen. Auffällig ist vor allem der extrem lange Radstand der um zwanzig Zentimeter gewachsenen Karosserie. Der Innenraum des 3,90-Meter-Mini soll um acht Zentimeter zugelegt haben. „Sie können im Clubman hinten sitzen wie im 7er von BMW“, behauptet Chef-Designer Gerd Hildebrand nicht ohne stolz.

Drei Türen

Um den Einstieg zur Hinterbank zu erleichtern, verpasste man dem Clubman einen zusätzlichen Eingang auf der rechten Seite. Die gegenläufig angeschlagene Tür geht nur auf, wenn auch die Beifahrertür geöffnet ist. Der Fond selbst soll sich loungeähnlich präsentieren. Auf der Fahrerseite verzichtete man aus Platzgründen auf einen weitere Tür: Sonst hätte der Tank aufwendig verlegt werden müssen.

Den Kofferraum entert man wie bei einem Lieferwagen über zwei nach außen öffnende Klapptüren. Schon der alte Mini-Traveller, ein Vorgänger aus den Sechzigern war so gebaut. Das sieht schön klassisch und englisch aus, so Hildebrand. Und weiter: „Es ist auch leichter, eine Prada-Tasche, Einkäufe oder auch den Hund ins Auto zu befördern.“

Kein Lastesel

Diese Vorstellung allein drückt die Vision der Mini-Designer vom zukünftigen Käufer aus. Denn: Keiner fährt mit dem Clubman in den Wald um Holz zu holen. Genau deswegen verzichtet Mini auch bewusst auf die Bezeichnung „Kombi“. Selbst die früheren Namen Countryman oder Traveller waren den Experten zu sehr kombi-bezogen.

Unverändert wurde der Vorderbau des Mini übernommen. Der Clubman bekommt die gleichen, zusammen mit PSA entwickelten Motoren. Das Leistungsspektrum reicht vom 95 PS starken Mini One bis hin zum 175-PS-Cooper S. Auch der 109 PS starke Selbstzünder wird Einzug halten.

Ein echter Brite

Gebaut wird der Clubman in Oxford, der Verkauf soll schon im November starten. Um die prognostizierte Nachfrage erfüllen zu können - BMW rechnet mit einem Anteil von 30 Prozent - hat man in England bereits mit der Produktion begonnen.

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