Meldung: Saab Frischekur – Ja, sie leben noch

Entgegen einiger Unkenrufe rollen aus dem Saab-Werk in Trollhättan noch immer Neuwagen. Koenigsegg, schwedischer Hersteller von Supersportwagen, übernimmt den schwer ins Straucheln geratenen GM-Ableger wohl ab Herbst 2009.

So oder so kommen einige Versionen ab Modelljahr 2010 mit mehr Kraft bei weniger Verbrauch und auf Wunsch in sportlicherem Design. Zudem entfallen die Saugmotoren. TX-Edition nennen sich die Sport-Pakete für die 9-3 Limousine, den Kombi und das Cabriolet. Im Innenraum verströmen dabei Karbon-Imitate, schwarze Ledersitze mit perforierten Applikationen sowie ein Sport-Leder-Lenkrad und anthrazitfarbene Dekoreinlagen ein bisschen Turbo X-Feeling. So heißt das auf 2.000 Exemplare limitierte 2008er-Sondermodell. Außen künden 17- oder 18-Zoll große Aluräder und dezente, ebenfalls in anthrazit gehaltene, Kunststoffeinsätze von den TX-Paketen, die für alle Motorisierungen zu haben sein sollen. Ebenfalls zum Paket-Umfang gehören zwei Sitzheizungen für vorne und eine Reifendruckkontrolle.

Nur noch Turbo-Zisch

Komplett gestrichen werden demnächst die Saab-Saugmotoren. Saab war Turbo und wird es wieder sein – ausschließlich. Das Motorenspektrum reicht dann von 150 PS (1.8 Turbo) bis hinauf zu 280 PS (2.8 Turbo V6).

Gleichzeitig wird der 1.9 TTiD mit 180 PS im Durst gezügelt. Mit 5,3 Litern Diesel soll er Dank Feinarbeit 0,3 Liter weniger benötigen als bisher. Die 400 Newtonmeter Drehmoment bleiben selbstverständlich erhalten. Den intelligenten Allradantrieb XWD gibt es dann auch im 200 PS starken 2.0t Bio-Power, der mit Ethanol getankt werden kann. Der 2.0T Aero erhält eine PS-Spritze um 30 auf 240 PS. Der Preis des stärksten 9-3-Vierzylinders steigt zeitgleich von 37.000 auf stramme 38.450 Euro.

Alter Haudegen

Bereits seit 1997 wird der Saab 9-5 in fast unveränderter Form gebaut. In seinem letzten Sommer kommt er als Sondermodell Linear Griffin Edition oder Vector Griffin Edition ausschließlich als Kombi. Serienmäßig mit an Bord sind beim Vector belüftete und elektrisch verstellbare Vordersitze und ein Glasschiebedach. Ob der Preisvorteil von rund 700 Euro zusätzlich Käufer animiert, den neuwertigen Youngtimer zu kaufen, darf bezweifelt werden. (mb)

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