Special: IAA 2015 - Unsere Highlights – Auf Tour im weltgrößten Showroom

Mit Millionen-Investitionen wollen die Autohersteller in den kommenden Tagen auf der IAA potenzielle Kunden auf ihren Messestand locken. Auf 230.000 Quadratmeter Messefläche lässt sich aktuell der wohl größte Showroom der Welt besichtigen.

Zwischen Halle eins und elf sind so viele neue Modelle präsentiert, dass man an einem Messetag schnell den Überblick verlieren kann. Wir waren bereits unterwegs und haben uns ein paar Highlights der IAA genauer angesehen:Alfa Giulia
Die besonders rassig gezeichnete Giulia schließt bei Alfa Romeo die lange Jahre schmerzhaft klaffende Lücke in der Mittelklasse. Dank ihrer Optik mit langer, leicht nach oben gewölbter Motorhaube, kurzen Überhängen vorne und hinten und einem knackigen Heck mit kecker Spoilerlippe ist die Italienerin einen Blick wert. Im Top-Modell der Baureihe wird ein von Ferrari entwickeltes Sechszylindertriebwerk mit Doppelturbo und 510 PS eingesetzt.

Audi E-tron Quattro Concept

Nicht als einziger Autobauer hat Audi das Thema SUV besetzt; die Ingolstädter haben neben dem neuen A4 auch die Studie E-tron Quattro mit an den Main gebracht. Technisch markiert das Concept Car Audis erstes reines Elektroauto, mit dem die Ingolstädter Tesla das Fürchten lehren wollen: 500 Kilometer Reichweite, 400 davon nach nur 30 Minuten Ladezeit, sind eine klare Ansage. Optisch gibt die Studie zudem einen Ausblick auf dem kommenden Q6, schließlich will Audi die SUV-Coupé-Nische nicht allein BMW und Mercedes überlassen. 2017 soll der fertige Q6 kommen, dann vielleicht schon, wie die Studie, mit Highend-Lichtern in OLED-Technik und ohne Außenspiegel.

Audi S4

Bevor frühestens im nächsten Jahr mit dem RS4 das Topmodell der A4-Familie ins Programm kommt, bildet der Audi S4 die Leistungsspitze der Ingolstädter Mittelklasse. Herz der S-Modelle ist der neu entwickelte Sechszylinder mit Benzindirekteinspritzung und Turboaufladung. Das 3,0 Liter große Aggregat mobilisiert 354 PS und ein maximales Drehmoment von 500 Newtonmetern. Damit soll die 1.630 Kilogramm schwere Limousine in 4,7 Sekunden Tempo 100 erreichen. Schneller als 250 km/h erlaubt der elektronische Begrenzer nicht. Trotz der mächtigen Kraft soll sich der S4 laut Hersteller durchschnittlich mit 7,4 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern begnügen.

Bentley Bentayga

Die Krone setzt dem SUV-Segment Bentley auf, die mit dem Bentayga den Range Rover vom Thron des vornehmsten Offroaders stoßen wollen. Der Luxusliner, der technisch mit dem Audi Q7 verwandt ist, stellt alles bisher da gewesene in den Schatten: 2,4 Tonnen bringt er auf die Waage, die ein 608 PS starker Zwölfzylinder in aberwitzigen 4,1 Sekunden auf Tempo 100 katapultiert, erst bei 301 km/h ist Schluss. Dazu gibt es nur die feinsten Materialien –98 Prozent aller Innenraumteile sind beledert. Auch preislich legt Bentley den Maßstab hoch: Für den Bentayga müssen rund 200.000 Euro auf den Tisch gelegt werden.

BMW X1

Das Dach ist höher, die Länge schrumpft, aber das Platzangebot wächst: Der neue BMW X1 basiert nun auf der Frontantriebs-Plattform – wobei Allradantrieb weiterhin möglich ist – und bietet dadurch mehr Platz im Inneren. Zum Start bietet BMW zunächst Zweiliter-Vierzylinder mit Doppel-Turbo von 150 PS bis 231 PS, ab November kommen erstmals die von Mini bekannten Dreizylindermotoren hinzu.

Ferrari 488 Spider

Wer neben Geld ebenso Mut besitzt und zu den extrovertierten Marken wie Ferrari und Lamborghini greift, fährt auch nicht mit weniger Leistung als früher nach Hause. So spendiert der Achtzylinder-Turbo des nagelneuen 488 Spider 670 PS – sein Vorgänger 458 brachte es auf maximal 605 Pferde.

Jaguar F-Pace

Bei Jaguar läuft der Pkw-Absatz blendend. Allerdings auf niedrigem Niveau, verglichen mit der Konkurrenz. Das soll nun der neue F-Pace ändern helfen. Mit dem Mittelklasse-SUV erweitern die Briten ihr Angebot auf fünf Baureihen und versuchen sich dabei erstmals im boomenden Crossover-Segment. Seinen Platz im gut gefüllten Wettbewerbsumfeld will sich der 4,73 Meter lange Fünfsitzer als Mischung aus Sportlichkeit und Alltagsnutzen sichern. Die Markteinführung erfolgt im Frühjahr zu Preisen ab 42.390 Euro. Das Basismodell mit dem 180 PS starken 2,0-Liter-Vierzylinderdiesel und Hinterradantrieb benötigt laut Hersteller 4,9 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern. Das entsprechende Allradmodell genehmigt sich 0,3 Liter mehr. Wer Kraft mehr schätzt als Minimalverbrauch, findet im Angebot noch zwei weitere Motoren – als Top-Triebwerke immer ausgestattet mit Allradantrieb: einen V6-Diesel mit drei Litern Hubraum und 300 PS Leistung sowie einen gleich großen Benziner mit Kompressor-Aufladung und 380 PS.

Kia Sportage

Am Nachfolgemodell interessierte Kia-Sportage-Besitzer könnten auf der Suche kurz stutzen: Die vierte Generation unterscheidet sich optisch deutlich vom recht brav gestalteten Vorgänger. Dank gewachsenem Radstand haben die Passagiere nun mehr Platz. Sie sind aber nicht nur komfortabler, sondern auch edler untergebracht – und können mit dem Multimediasystem online gehen.

Lamborghini Huracán Spyder

Lamborghini zeigte beim Konzernabend die offene Version des Huracán LP 610-4 mit dem Beinamen Spyder. Nach dem Gallardo Spyder, der das bestverkaufte offene Modell der Marke war, soll er nun zum Grundpreis von 221.875 Euro diesen Erfolg deutlich übertreffen. Der 5,2 Liter-V10-Motor leistet 610 PS und beschleunigt den allradgetriebenen, 1.542 Kilogramm schweren Huracán Spyder in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Er erreicht 324 km/h Höchstgeschwindigkeit, und verbraucht dank Zylinderabschaltung nach Norm 12,3 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

Mercedes-Benz S-Klasse Cabrio

Zugegeben, wohl nur die wenigsten kommen auf die IAA, um sich für das S-Klasse Cabrio als Neuwagen zu entscheiden. Aber für den Fall eines Lottogewinns darf man sich das „komfortabelste Cabrio der Welt“, wie Mercedes sein neues Modell angekündigt hat, ja mal angucken. Den Antrieb des Fünf-Meter-Fahrzeugs übernimmt immer ein Achtzylinderbenziner. Im S 500 Cabrio kommt ein 4,7-Liter-Biturbo mit 455 PS zum Einsatz, der an eine Neungangautomatik gekoppelt ist.

Opel Astra

Die fünfte Generation Opel Astra gibt sich alle Mühe, die Schwächen des oft kritisierten Vorgängers auszubügeln: Mehr Platz, weniger Gewicht - bis zu 200 Kilo - und ein sportlicher Auftritt sollen ihm beim Rütteln am Thron des VW Golf helfen. Erstmals ist in der Kompaktklasse LED-Matrixlicht erhältlich. Die Gewichtsersparnis soll sowohl der Agilität als auch dem Verbrauch zugutekommen. Opel gibt für den 105 PS starken 1,0-Liter-Dreizylinder einen Verbrauch von 4,2 Litern auf 100 Kilometern an.

Porsche Mission E

Die Vision, die die Stuttgarter neben dem gelifteten 911er zeigen, hört auf den Namen Mission E und ist Porsches Vorstellung eines Elektroautos, das den Firmennamen mit Stolz tragen darf. Optisch ist die Studie eine Mischung aus Elfer und Panamera mit einem Hauch VW XL1. Rund 600 rein elektrische PS sollen den Stromer antreiben und für eine Sprintzeit von dreieinhalb Sekunden und eine Vmax jenseits von Tempo 250 gut sein.

Seat Leon Cross Sport

Seats Studie, der Leon Cross Sport, ist eine Mischung aus Leon Cupra und X-Treme; ein sportlicher Zweitürer mit 300 PS einerseits, der mit Kunststoffplanken, etwas robusterer Optik und Allradantrieb auf Ma(ts)cho macht. Die Studie soll zum einen auf Seats SUV einstimmen, das im Frühjahr 2016 kommt und ist auch der Startschuss für weitere Modellneuheiten der Spanier.

VW Tiguan

Kantiger und größer ist die zweite Generation des VW Tiguan geworden, die im April 2016 mit Front- oder Allradantrieb auf den Markt kommt. Vier Benzin- und vier Dieselmotoren im Leistungsband von 115 PS bis 220 PS hat VW im Angebot. Neben der Serienversion stellen die Wolfsburger die Plug-in-Variante GTE vor: Der 218 PS starke Tiguan soll lediglich 1,9 Liter auf den ersten 100 Kilometern verbrauchen. (as/sp-x)

Wollen Sie jetzt durchstarten?

Alle Artikel

Mega-E-Sportwagen von Lotus: Was kann der Evija?

Zukünftig zusammen: Ford und VW beschließen Kooperation

Mini Cooper SE – der englische BMW i3

Mehr anzeigen