Studie: Ford Vertrek – Kuga-Nachfolger

Eigentlich ist der Kuga ein noch junges Modell in Deutschland. Doch nur drei Jahre nach seiner Markteinführung kündigt sich mit der Studie Vertrek auf der Detroit Motor Show 2011 der potentielle und gleich noch rundum attraktivere Nachfolger an.

Bis der neue Kuga allerdings hierzulande antreten wird, dürfte noch ein Weilchen vergehen.
Offiziell ist der Vertrek zwar noch als Studie deklariert, doch hinterlässt das Design bis auf einige typische Showcar-Elemente einen weitgehend seriennahen Eindruck. Änderungen der endgültigen Version dürften eher Details wie die Heckschürze, das Scheinwerfer-Design, die Außenspiegel oder die Lackierung betreffen. Der ansonsten sickenreiche, kraftvolle Auftritt des Vertrek wirkt wie eine verfeinerte und elegantere Interpretation des aktuellen Kuga-Designs. In den Grundzügen sind sich beide ohnehin sehr ähnlich.

Unterm Blech kommt hingegen neue Technik zum Einsatz. Mit der nächsten Focus-Generation, die in Deutschland im Frühjahr 2011 startet, hat Ford eine neu entwickelte C-Plattform eingeführt, die für den globalen Einsatz vorgesehen ist. Auf dieser Architektur, die als Basis für noch viele weitere Modelle herhalten wird, wird auch die Serienversion des Vertrek aufbauen.

In Deutschland zählt nur Diesel

Bei den Motoren kommen unter anderem die neuen Eco-Boost-Aggregate zum Einsatz. So steckt unter der kraftvoll gezeichnete Haube des Vertrek die Variante mit 1,6 Liter Hubraum, die in der stärksten Variante immerhin 180 PS leistet. Für den deutschen Markt werden Benzinvarianten allerdings nur eine Marginalie bleiben, denn der aktuelle Kuga wird fast ausschließlich mit Dieselmotoren verkauft. Entsprechend dürfte die vom Vertrek abgeleitete Serienversion in Deutschland gewiss mit der neuesten TDCI-Generation antreten, kombinierbar mit manuellem Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder automatisch schaltender Doppelkupplung sowie mit Frontantrieb oder Allrad.

Obwohl in Formgebung und den Außenabmessungen dem aktuellen Kuga sehr ähnlich, soll sich der futuristisch gestaltete Innenraum des Vertrek durch eine deutlich verbesserte Raumökonomie auszeichnen. Demnach soll das von der Studie Vertrek abgeleitete Serienmodell laut Ford einen 500-Liter-Kofferraum bieten, der sich auf rund 1.600 Liter erweitern lässt. Zum Vergleich: Beim Kuga sind es rund 400 bis knapp über 1.400 Liter.

Ungewisse Markteinführung

Das schwungvoll gezeichnete Armaturenbrett oder die aufgeräumte Mittelkonsole im Vertrek könnten in ihren Grundzügen durchaus Hinweise auf eine schicke Serien-Architektur des künftigen Innenraums geben. Ansonsten zeichnet sich das Interieur des Vertrek durch eher verspielt-futuristische Akzente aus. Ob die vier Einzelsitze, das riesige Glasdach, graues Leder, braunes Velours-Leder, satiniertes Platin und Neo-Akzente – das sehenswerte Ensemble wird im Seriemodell einer deutlich konventionelleren Gestaltung weichen.

Wann dieses kommen wird, ist noch ungewiss. 2012, spätestens aber 2013 dürfte es aber soweit sein. Vielleicht sollte man sich bis dahin mit dem Kauf eines Kuga gedulden oder beim Kauf des aktuellen Modells hart verhandeln. (mg)

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