Studie: Opel Meriva Concept – Phantom-Opel

Flexibel, geräumig und nur vier Meter kurz – mit diesen praktischen Eigenschaften erobert der Opel Meriva seit 2003 die Herzen vieler Autofahrer. Noch rund zwei Jahre wird es dauern, bis der Nachfolger kommt.

Bereits jetzt hat Opel auf dem Genfer Autosalon 2008 mit einer Studie einen viel versprechenden Ausblick auf die nächste Generation des Minivan gegeben.
Während der aktuellen Meriva eine eher sachliche Erscheinung ist, kann das Genf-Concept mit einer geschliffenen Edel-Aura beeindrucken. Vor allem sein vergleichsweise langer Vorderwagen sowie die sanft aufsteigende und nach hinten wieder abfallende Dachlinie unterscheiden ihn vom kastigen Meriva deutlich. In der Seitenansicht erinnert die Studie vielmehr an eine gestreckte Nobel-Version des just gestarteten Agila.

Knick in der Optik

Wie es sich für eine Zukunftsvision gehört, wartet das Meriva Concept zudem mit diversen Extravaganzen auf. Dazu gehört der deutliche Knick in der unteren Fensterlinie kurz hinter der B-Säule. Ein genialer Designkniff, der allerdings nicht neu ist: Citroen sorgt mit einer solchen Stufe bereits im fünfsitzigen C4 Picasso für Aufsehen.

Futuristisch anmutende Front- und Heckleuchten sowie ein großes Panoramadach sind die weiteren standesgemäßen Insignien der Konzeptstudie. Auffällig ist außerdem die Position der Griffe für die Vorder- und Hintertüren. Beide vereinen sich an der B-Säule und weisen auf die wohl wichtigste Errungenschaft der nächsten Meriva-Generation hin: den Türöffnungsmechanismus.

Wie beim Phantom

Während die vorderen Türen klassisch nach vorne öffnen, klappen die hinteren nach hinten auf. Die Türen sind nicht nur unkonventionell angeschlagen, sie lassen sich zudem noch unabhängig voneinander öffnen. Diese Besonderheit bietet derzeit nur der Rolls-Royce Phantom. Bei anderen Serienmodellen mit gegenläufigen Türen, wie dem Mini Clubman oder dem Mazda RX-8, muss man zuerst die Fahrertür öffnen, bevor man auch die Fondtür aufklappen kann.

Ausblick auf Serie?

Das Prinzip gegenläufig öffnender Türen hat man bereits bei vielen Studien bewundern dürfen. Unter anderem die im September 2007 vorgestellte Opel-Studie Flextreme konnte diese Eigenschaft aufweisen. Beim Flextreme wurde allerdings, anders als nun beim Meriva Concept, auf eine B-Säule verzichtet. Zwar ist der Zugang zum Innenraum ohne B-Säule besser, doch ist eine derartige Konstruktion dafür aufwendiger, teurer und bietet weniger Sicherheit. Die B-Säulen-Lösung im Meriva Concept nährt die Vermutung, dass Opel tatsächlich ein neues Türenprinzip im künftigen Serienmodell anbieten könnte.

Cool und würdevoll

Das Türsystem bietet einige Vorteile, die Opel gut vermarkten könnte. So ist das Ein- und Aussteigen bequemer, weil die Türen sich im 90-Grad-Winkel öffnen lassen. Außerdem kann der Fahrer beim Einsteigen zum Beispiel seine Aktentasche schneller hinter den Vordersitzen verschwinden lassen. Und das Anschnallen von Kindern auf den Rücksitzen geht ebenfalls bequemer von der Hand. Darüber weist Opel darauf hin, dass das Ein- und Aussteigen „cooler und würdevoller aussieht“.

Konventioneller Antrieb

Über den Antrieb im Meriva Concept verliert Opel nur wenige Worte. Konventionell wird die Kraft aus einem 1,4-Liter-Turbobenziner an die Vorderräder geschickt. Der Vierzylinder verfügt über eine vollvariable Ventilsteuerung, kommt darüber hinaus jedoch ohne nennenswerte Innovationen aus.

Mit seiner Genf-Studie zeigt Opel also vordergründig, wohin die Reise bei der nächsten Meriva-Karosserie gehen wird: Der Fünfsitzer wird größer, eleganter und attraktiver. Und als besondere Innovation könnte der Meriva II außerdem zudem noch gegenläufig öffnende Türen bekommen. (mh)

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