Studie: Seat Leon TwinDrive Ecomotive – Stromfresser

Ohne Strom läuft nix. Diese Binsenweisheit nehmen sich wohl auch Automobilhersteller zu Herzen. Wie könnte es sonst sein, dass immer mehr mit Elektro- und Hybridstudien die Medienwelt füttern. Die Kunden freilich erst einmal nicht. Ähnliches geschieht bei Seat.

Immerhin: Der Leon TwinDrive Ecomotive macht sich auf dem Papier schon mal ganz gut.
So verspricht Seat beim Leon TwinDrive Ecomotive eine Reichweite von bis zu 50 Kilometern bei zurückhaltender Fahrweise. 50 Kilometer im Strombetrieb meinen die Spanier und sind damit den bereits auf dem Markt erhältlichen Hybridmodellen um das 20-fache etwa voraus.

100 km/h sind möglich

Diese schaffen meist nicht einmal zwei Kilometer rein elektrische Schleichfahrt. Der Elektroantrieb unterstützt meist nur beim Beschleunigen den Verbrennungsmotor.

Der Leon, mit modernen Lithium-Ionen ausgestattet, soll aber nicht nur 50 Kilometer schaffen, sondern diese sogar mit bis zu 100 km/h absolvieren. 35 Kilowatt Elektro-Leistung machen es möglich. Ist der Saft leer, muss der TwinDrvie an eine handelsübliche Steckdose und dort rund vier Stunden verweilen, ehe wieder 50 Kilometer möglich sind. Deswegen spricht Seat hierbei um ein vornehmlich für den Stadtgebrauch konzipiertes Pendler-Fahrzeug.

Diesel für Langstrecken

Wer aber auf die Langstrecke gehen möchte, muss nicht verzagen. Der bekannte 1.9 TDI mit 105 PS werkelt im Bug der Studie und springt ein, wenn die Batterie leer, das Fahrtziel aber noch fern ist. Mit 4,5 Litern Diesel (Norm) kommt derzeit das TDI-Sparmodell Leon Ecomotive aus. Für exzellenten Fahrkomfort soll im Hybrid ein neues automatisiertes Getriebe sorgen.

Seat Vorstandsvorsitzender Francisco Garcia Sanz ging bei der Vorstellung des Leon TwinDrive Ecomotive sogar soweit, dass er sagte: „Mitte des letzten Jahrhunderts waren wir es, die einen entscheidenden Beitrag zur Mobilität einer ganzen Generation leisteten. Und heute, gut fünfzig Jahre später, wollen wir wieder die ersten sein, die in Spanien die Entwicklung von Hybridfahrzeugen vorantreiben.“ Klar, wer auch sonst sollte auf der iberischen Halbinsel dazu in der Lage sein.

Erst 2014 in Serie?

Nur sollten sich die Spanier, genau wie auch die Wolfsburger, deren Radnabentechnik eben auch im Leon genutzt wird, nicht zu viel Zeit lassen. Denn die anderen „fahren schon mal vor“, wie es keck aus Japan heißt.

Leider sieht es derzeit aber noch nach einer langen Durststrecke bei Seat aus. Erst 2014 planen die Spanier, ein Plug-in-Hybrid wie den TwinDrive auf den Markt zu bringen. Denn Seat sagt, dass für solche Projekte erst noch mit Hilfe von Energieversorgern und Regierung die Infrastruktur geschaffen werden muss. Mal sehen, wie weit die Asiaten dann mit einer Ladung Strom kommen. (mb)

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