Studie: Volkswagen e-up! – In Zukunft geht es e-up!

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn präsentierte am Vorabend der IAA erstmalig der Weltöffentlichkeit den e-up!. 2013 soll der pfiffige Elektroflitzer die Stadtbewohner mobilisieren und den Weg für eine fast emissionsfreie Autozukunft ebnen. Der e-up!

Ist nach dem up!, dem Space up! und dem Space up! Blue bereits das vierte geplante Modell der New-Small-Familiy. „Denn die Zukunft gehört dem Elektro-Automobil“. Das sagte Winterkorn schon vor einigen Monaten. Und was liegt da näher, als die clevere Studie up! zu elektrifizieren. Einige Eckdaten nannten die Wolfsburger bereits. So sprach Winterkorn beim e-up! Von einer Reichweite von 130 Kilometern, einer Spitzengeschwindigkeit von mindestens 130 km/h und einer Beschleunigung von rund elf Sekunden von null bis 100 km/h. Denn Fahrspaß soll bei allem Sparspaß niemals zu kurz kommen.

Kurze Akku-Ladezeit im Fokus

Da es bis 2013 noch ein wenig dauert, nimmt Winterkorn den Kritikern gleich den Wind aus den Segeln: „Alles, was man vorher auf den Markt bringen würde, wäre weder ausgereift, noch wirtschaftlich für den Hersteller.“ Und ohne die Wirtschaftlichkeit stark im Fokus zu haben, kann sich kein Autohersteller auf Dauer vorne etablieren. Und genau das möchte Volkswagen machen.

Um die Vorherschaft auch im Elektro-Automobilbau anzustreben, soll der mit Lithium-Ionen-Batterien fahrende e-up besonders schnell ladende Akkus besitzen. Die kurze Ladezeit wird ein essenzieller Bestandteil eines guten Konzepts sein und für Verkaufsargumente sorgen. Vor allem unkompliziert sollen die e-ups sein.

Zumindest rein optisch wird der Elektro-Up diesem Anspruch gerecht. Denn wenn man ihm eines attestieren kann, dann ist das Schnörkelosigkeit. Der 3,41 Meter kurze Citystromer trägt als nettes Gimmick einen Elektro-Roller im Kofferraum mit sich - für die letzten Meter Fahrt, um auch in der innersten Stadtmitte elektrifiziert ans Ziel zu kommen. Dieser „roll-e“ wird während der Transportphase geladen, damit sind dessen Akkus beim Einsatz stets voll gefüllt.

Telefon als Motorstart-Berechtigung

Der Innenraum bietet vier Personen ausreichend Platz, die Einstiegsmöglichkeit nach hinten erleichtert eine Easy-Entry-Funktion. Der Fahrerplatz wirkt aufgeräumt und klar. Das Motorstart-System ist im Prinzip eine Weiterentwicklung eines Smart-Phones – einen Schlüssel gibt es nicht mehr. Sämtliche Funktionen, wie auch den Ladezustand der e-ups und des Rollers, können mittels Telefons überwacht werden. Zum Starten wird das Hand-Telefon dann seitlich in die Hauptbedieneinheit eingeschoben und berechtigt den Besitzer zum Starten des unter den Passagieren befindlichen Elektromotors (Unterflur-Konzept).

Der Antrieb erfolgt übrigens über die Vorderachse. Ein Kupplungspedal gibt es aufgrund des Ein-Gang-Getriebes nicht. Über einen möglichen Preis äußerte sich Winterkorn nicht. Nur so viel: Ökologisch wegweisende Autos müssen erschwinglich sein – so hieß es vor zwei Wochen noch bei der Vorstellung des VW Passat Bluemotion. Wir sind gespannt. (mb)

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