Vorstellung: Audi A6 allroad quattro – Die Wege der Herren

Die Wege der Herren Geschäftsführer und Unternehmer sind mitunter steinig, manchmal auch tief verschneit, hauptsächlich aber doch asphaltiert und ab und an schön kurvig.

Da kann einen die Frage nach dem geeigneten Dienstwagen durchaus vor Probleme stellen: Richtiger Geländewagen oder doch lieber normaler Allrad-PKW, allerdings auf die Gefahr hin, die Kiste ab und zu aufzusetzen?
Audi löste dieses Problem bereits vor sechs Jahren mit der ersten Generation des A6 Allroad quattro. Der Wagen wurde ein Erfolg, und so gibt es nun den Nachschlag in Form des Nachfolgers. Er basiert auf dem aktuellen A6 Avant, gleicht dem großen Kombi in Länge und Breite bis auf den Millimeter. Der feine Unterschied liegt bei der Optik, der wichtige Unterschied bei der Bodenfreiheit.

Für den Offroad-Look sorgen Unterfahrschutz, in Kontrastfarbe lackierte Schweller und Radhäuser sowie neue, groß dimensionierte Felgen. Auf Wunsch sind diese mit All-Terrain-Reifen bezogen.

Fünfer-Modus

Serienmäßig ist der Allroad mit permanentem Allradantrieb und einer elektronisch gesteuerten Luftfederung (adaptive air suspension) ausgestattet. Sie bietet fünf Fahr-Modi - je nach Charakter des Fahrers und Beschaffenheit des Untergrunds. Im Dynamic-Programm liegt der Wagen tief, bietet nur 12,5 Zentimeter Bodenfreiheit, dafür eine straffe, sportliche Abstimmung: perfekt für Kurven und Autobahn. Im komfortabler gedämpften Automatic-Modus mit 14 Zentimeter Bodenfreiheit senkt sich der Wagen erst ab Tempo 120 automatisch auf das Dynamic-Niveau herab. Im Comfort-Modus unterbleibt die Absenkung, der Wagen federt auch bei höchsten Geschwindigkeiten sanft.

Das alles können auch andere Audi mit Luftfederung. Beim Offroad-A6 stehen daher die zwei weiteren Modi „allroad“ und „lift“ bereit. Im Allroad-Einsatz pumpt sich das Fahrwerk auf 17,5 Zentimeter Bodenfreiheit auf - und hält diese Höhe bis Tempo 80. Bei schnellerer Fahrt schrumpft der Platz unter dem Wagen automatisch auf 16 Zentimeter, bei mehr als 120 km/h auf 14 Zentimeter. Der Lift-Modus ist nur für extreme Einsätze wie etwa Flussdurchfahrten bei geringer Geschwindigkeit (bis 35 km/h) gedacht - dafür sind hier 18,5 Zentimeter Bodenfreiheit drin.

Keine Allrad-Untersetzung

Was dem neuen Allroad im Gegensatz zum Vorgänger fehlt ist ein Untersetzungsgetriebe. Dafür gibt es nun neue, kräftigere und zugleich sparsamere Aggregate: zwei Diesel und zwei Benziner. Einstiegsselbstzünder ist der 2.7 TDI mit 180 PS und 380 Newtonmeter (bereits ab 1.400 U/min), womit der Allroad in 9,3 Sekunden auf Tempo 100 stürmt und maximal 215 km/h schafft. Den Durchschnittsverbrauch beziffert Audi auf 8,7 Liter je 100 Kilometer. Topdiesel ist der 3.0 TDI mit 233 PS (450 Nm), der mit einem Durchschnittsverbrauch von 8,4 Litern sogar noch sparsamer sein soll als der 2.7er. Und das bei beeindruckenden Fahrleistungen. Sprint: 7,5 Sekunden auf 100; Spitze: 231 km/h.

Analog zu den Dieselaggregaten handelt es sich auch bei den Benzinmotoren um Direkteinspritzer. Der neue Achtzylinder im Topmodell 4.2 FSI leistet satte 350 PS (440 Nm; 6,3 Sekunden auf 100 km/h; 250 km/h Höchstgeschwindigkeit). Der Power-Allroad ist ausschließlich mit Sechsgangautomatik erhältlich. Den Sechszylinder-Benziner dagegen gibt auch als Handschalter. Der bekannte 3.2 FSI mit 255 PS (330 Nm) beschleunigt den Allroad in 7,2 Sekunden auf 100 km/h und weiter bis zur Höchstgeschwindigkeit von 242 km/h. Mit durchschnittlich 11,2 Liter Super je 100 Kilometer liegt der Verbrauch des Sechszylinders auf dem Niveau des Achtzylinders.

Die Preise gibt Audi noch nicht bekannt. Sie dürften wie gehabt etwas über denen der entsprechenden Avant quattro-Modelle liegen. Mit rund 45.000 Euro für den Basis-Allroad 2.7 TDI ist also zu rechnen.

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