Vorstellung: Kia Cee’d Facelift – Modernisierungsauftrag

Nach nur knapp drei Jahren und in Deutschland fast 38.000 verkauften Exemplaren erhält der viertürige Kia Cee’d und das Sporty Wagon genannte Kombi-Pendant ein umfassendes Facelift.

Neben neuer Optik außen und innen gibt es neue Technik und für den kleinen Diesel endlich auch ein Sechs-Gang-Getriebe. Das soll den CO2-Ausstoß auf 110 Gramm und den Verbrauch auf 4,2 Liter senken. Dieses Kia Facelift ist keine Kleinigkeit. Bereits auf den ersten Blick sieht man die grundlegenden Retuschen, die der Cee’d über sich ergehen lassen musste. Dabei wuchs der Kompaktwagen aufgrund neu gestalteter Stoßfänger um 2,5 Zentimeter auf 4,32 Meter Gesamtlänge.

Hundeknochen

Auffallend ist vor allem die neue Frontmaske mit Hundeknochen-Kühlergrill, der sich erstmals beim Kia Soul zeigte und beim Facelift des Kia Magentis deutlich mehr Ausprägung bekam. Ein Stil-Element, das künftig alle Kia-Modelle erhalten werden. Das neu gestaltete Frontschürze-Design beinhaltet hingegen die derzeit üblichen Kia-Elemente.

An der Seite lediglich neu gestaltete Außenspiegel mit nun integrierten Seitenblinkern und neue Alufelgen ins Auge. Am Heck hat sich hingegen mehr verändert. So haben die neuen Leuchten LED-Rück- und Bremslichter. Hier wird auch deutlich, dass sogar der hintere Kotflügel neu gestaltet wurde, was bei einem Facelift aufgrund der hohen Kosten für Blechteile sonst oft vermieden wird.

Intuitive Bedienung

Im Interieur gibt es ein neues, im Vergleich zum Vorgänger filigraneres Lenkrad. Neu gestaltet wurde zudem die gesamte Bedieneinheit. Die Radio-Anzeige rutschte ganz nach oben, darunter befinden sich nun übersichtlich platzierte Schalter für das Entertainment-Programm, ganz unten ist weiterhin die intuitiv begreifbare Klimaregelung angebracht.

Ein neu geformter Schalthebel bringt den letzten Schliff in den Innenraum. Er bedient nun – zumindest beim 1.6 CRDi und den stärkeren Zwei-Liter-Aggregaten – die sechs der vorher fünf Vorwärts-Gänge des neuen Getriebes. Das soll zu einer Verbrauchssenkung um 0,7 Liter führen. So gibt Kia einen Verbrauch von nur noch 4,2 Liter Diesel für den auch motortechnisch sanft überarbeiteten und mit Start-Stopp-System ausgestatteten Sechzehnhunderter-Diesel an. Mit weiterhin 115 PS ändert sich an den Leistungsdaten hingegen nichts.

Start-Stopp-System

Die automatische Motor-Abstellung beim Stoppen gibt es übrigens auch noch für die beiden kleinen Benziner mit 1,4 und 1,6 Liter Hubraum – gegen Aufpreis. Das Coupé Pro Cee’d wird vorerst nur innen leicht modernisiert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Grund: Er ist erst seit Frühjahr 2008 auf dem Markt.

Zu den Preisen äußern sich die Koreaner bislang nicht. Derzeit beginnen sie bei 13.700 Euro für den 109 PS starken 1.4 CVVT mit vier Türen. Viel mehr dürfte es nicht werden, denn die 14.000-Euro-Schwelle sollte man tunlichst nicht durchbrechen. Marktstart des überarbeiteten Kia Cee’d mit neuem Gesicht: direkt zur IAA, am 17.09.2009. (mb)

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